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Umweltschutz auf DAV-Hütten

Ein großer Teil der Hütten des Deutschen Alpenvereins liegt in Natur- und Nationalparks oder Naturschutzgebieten. Zu den wichtigsten Aufgaben des DAV zählen deshalb die Modernisierung und der ökologische Betrieb der hochalpinen Unterkünfte. Neueste Technologien sorgen für die umweltverträgliche Energie- und Wasserversorgung sowie Abwasserreinigung. Bei Energie und (Ab-)Wasser gilt gleichermaßen: Sparsamer Umgang schützt die Natur!

 

 

Grundlagen

In seinem 2012 verabschiedeten Leitbild schreibt der DAV unter anderem Folgendes fest:

 

Die Erschließung der Alpen mit dem Bau von Hütten und Wegen betrachtet der DAV als abgeschlossen; das bestehende Netz wird an den Bedarf angepasst. Die Hütten orientieren sich in Ausstattung und Betrieb an bergsportlichen, ökologischen und ökonomischen Kriterien.

 

 

Umsetzung

Ziel des DAV ist die Modernisierung und der ökologische Betrieb der alpinen Unterkünfte sowie deren Ausrüstung nach dem jeweils anwendbaren Stand der Technik.

Zum Einsatz kommen:

  • Fotovoltaikanlagen und Kleinwasserkraftanlagen zur Stromerzeugung
  • Rapsölbetriebene Blockheizkraftwerke, Scheitholzkessel oder Pelletöfen zur Wärmeerzeugung
  • Biologische Kleinkläranlagen zur Abwasserreinigung
  • und viele weitere innovative und umweltfreundliche Techniken zur Ver- und Entsorgung

Um dies zu erreichen unterstützt der DAV weitreichende Forschungsprojekte in enger Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen.

 

 

Olpererhütte

Wie die Hüttentechnik ineinandergreift, lässt sich am Beispiel des Ersatzbaus der Olpererhütte nachvollziehen, der 2007 in den Zillertaler Alpen erbaut und ausgestattet wurde.

 

Der Abschlussbericht steht zu Ihrer Information als Download bereit.

 

Umweltschutz in großen Höhen

Ganzheitliche und optimal an den jeweiligen Standort angepasste Lösungen waren das Ziel der "Förderinitiative zur umweltgerechten Ver- und Entsorgung ausgewählter Berg- und Schutzhütten" der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Im Rahmen des Projekts, das im Juni 2000 startete, gelang es auf 25 Hütten umweltfreundliche Konzepte umzusetzen.

 

Einen Überblick über die Förderinitiative der DBU gibt die Broschüre, siehe Download.

 

Auszeichnung mit dem Umweltgütesiegel

Der DAV will seinen Beitrag zum Schutz und Bewahrung von Natur und Umwelt leisten. Besonders umweltgerechte und energieeffiziente Hütten werden mit der Verleihung des Umweltgütesiegels ausgezeichnet.

 
Grundvoraussetzungen für die Verleihung des Umweltgütesiegels durch den ÖAV (Österreichischen Alpenverein), AVS (Alpenverein Südtirol) und den DAV sind:

  • Die Identifikation des Hüttenwirts mit der Hüttenordnung sowie der Ideologie des Alpenvereins
  • Umweltgerechtes und energieeffizientes Betreiben und Bewirtschaften der AV-Hütte
  • Die Beachtung aller bundes- und landesgesetzlichen Regelungen. Darüber hinaus sind alle Neuinvestitionen für die Ver- und Entsorgungsanlagen dem aktuellen Stand der Technik anzupassen.

 

Mehr Informationen zur Vergabe des Umweltgütesiegels
 

 

Hüttenbau und Hüttenbetrieb - Recht und Richtlinien

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Schutzhütten in Extremlagen unterliegen einem eigenen Betriebsanlagenrecht. Der Betrieb einer Beherbergungsstätte oder eines Gastgewerbes unterliegt Richtlinien und Verordnungen. Folgende Punkte geben exemplarisch Auskunft über deren Anwendung auf  Alpenvereinshütten in Deutschland und Österreich.   

Forschungsprojekt "Integrale Evaluierung der Ver- und Entsorgungsanlagen bei Berg- und Schutzhütten"

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Umweltgerechte Ver- und Entsorgungssysteme am Berg erfordern innovative Lösungen.   Im zweijährigen, internationalen Projekt wurden Erfahrungen mit den Ver- und Entsorgungssystemen von Berg- und Schutzhütten erhoben und bewertet. Abgeleitet wurden Empfehlungen zur umweltgerechten, nachhaltigen Hüttenbewirtschaftung.