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Generalsanierung der Falkenhütte wird ausgezeichnet

17.09.2022, 10:03 Uhr

Die Schweiz und Liechtenstein haben am 16. September 2022 zum sechsten Mal den Architekturpreis "Constructive Alps" für nachhaltiges Sanieren und Bauen in den Alpen verliehen. Von rund 240 eingereichten Projekten aus sieben Alpenländern zeichnete die Jury elf herausragende Projekte aus.

Zwei Nominierungen, ein Gewinner

Beim diesjährigen Wettbewerb wurden sogar zwei Alpenvereinshütten nominiert: Die Gruttenhütte und die Falkenhütte. Mehr Informationen zu den Nominierungen kann man hier nachlesen.

 

Durchgesetzt hat sich schließlich die Falkenhütte in Hinterriss im österreichischen Karwendel-Gebirge. Die generalsanierte Hütte wurde mit dem dritten Platz ausgezeichnet. Das Architektenteam hat die bestehenden Gebäudeteile aus den 1920er- und 1960er-Jahren erhalten und die neuen Anbauten darauf abgestimmt. Damit gliedere sich das Berggasthaus zurückhaltend in die hochalpine Landschaft ein und ordnen sich dem Denkmal unter. Die Falkenhütte ist außerdem der zum zweiten Mal gekürte Publikumsfavorit.

 

Hintergrund

Besonders in den Bergen werden die ersten Auswirkungen der Klimakrise bereits deutlich spürbar. Daher ist es ein Ziel der Alpenkonvention, eine Übereinkunft von acht Alpenstaaten und der EU, dieser Entwicklung etwas entgegenzusetzen. 

Aus der Alpenkonvention ist unter anderem der Architekturpreis "Constructive Alps" entstanden. Der Wettbewerb zeichnet Neubauten und insbesondere Sanierungen in der Alpenregion aus, die besonders zur Nachhaltigkeit beitragen. Es werden sinnliche Aspekte sowie die vier Dimensionen der Nachhaltigkeit - Ökologie, Ökonomie, Kultur und Soziales - bewertet. Konkret beinhaltet das die Anbindung der Gebäude an das öffentliche Verkehrsnetz, die Wahl von ökologischen Baustoffen oder eine Bauweise, die Auswirkungen eines Bauwerks auf die Region und der Gewinn an Lebensqualität für die Bewohner*innen.

 

Architekturwettbewerb Constructive Alps

Grutten- und Falkenhütte unter den Nominierungen

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Zum sechsten Mal schrieben die Schweizerische Eidgenossenschaft und das Fürstentum Liechtenstein den mit 50.000 Euro dotierten Wettbewerb aus. Aus 237 Einreichungen hat die Jury 31 Projekte ausgewählt, die klimabewusstes Renovieren und Bauen in den Alpen besonders vorbildlich umsetzen, darunter die Grutten- und die Falkenhütte des DAV.

Falkenhütte im Karwendel

Neustart nach Generalsanierung

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Ende August nimmt die Falkenhütte der Sektion Oberland den Betrieb nach umfangreicher Generalsanierung wieder auf. Seit der Hüttenschließung im Herbst 2017 sind drei Jahre vergangen, in denen das denkmalgeschützte Juwel im Karwendel sanft, aber dennoch vollständig generalsaniert wurde, ohne ihren legendären Charakter zu verändern. Parallel zur Sanierung des Hauptgebäudes wurde das bisherige Schlafhaus abgerissen und die Hüttentechnik auf den neuesten Stand gebracht. Im Vordergrund stand dabei der Umwelt- und Klimaschutz. So wird die Falkenhütte künftig statt mit Dieselgeneratoren mit Bioflüssiggas versorgt. Auch die auf der Hütte verwendeten Textilien wie Matratzen, Bettwäsche oder Vorhänge wurden nach Ökostandards ausgewählt. Um nur zwei Teilaspekte der umfangreichen Sanierung zu benennen. 

Umweltschutz auf AV-Hütten

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Schutzhütten liegen in sensiblen Naturräumen. Die Einhaltung hoher Umweltstandards ist unser besonderes Anliegen.