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Franz-Fischer-Hütte und Hubertushaus erhalten begehrtes Umweltgütesiegel

19.10.2021, 10:04 Uhr

Seit Jahren vergeben der DAV, der ÖAV und der AVS das Umweltgütesiegel an Alpenvereinshütten, die die entsprechenden Kriterien dafür erfüllen. Bei der diesjährigen Hauptversammlung des ÖAV wurden zwei Hütten mit der Auszeichnung geehrt. Die rein vegan-vegetarische Franz-Fischer-Hütte übertrifft alle Anforderungen an die Auszeichnung bei Weitem, das Hubertushaus besticht durch regionale Küche und authentische gelebte Bergphilosophie.

Franz-Fischer-Hütte (Salzburg, Sektion Lungau)

Das helle Holz, die lichtdurchfluteten Räume und das vegetarische bzw. vegane Essen sind die Markenzeichen dieser außergewöhnlichen Hütte. Pächterin Evelyn Faber liegt es fern, ihre Gäste zu einer bestimmten Ernährungsweise zu erziehen, verzaubert und inspiriert aber durch ihre regionalen und fleischlosen Gerichte. Um die CO2-Bilanz möglichst gering zu halten, verwendet Evelyn Faber vor allem qualitativ hochwertige Produkte aus der Lungauer Region und kreiert damit auf kreative Art und Weise Österreichische Bergkost. Die Gesundheit und die Erholung der Gäste stehen hier im Vordergrund.

Hütten werden darüber hinaus nur dann mit dem Umweltgütesiegel ausgezeichnet, wenn die Betreiber*innen sie energieeffizient versorgen, Abfall reduzieren und Abwässer umweltfreundlich klären. Mit einem eigenen kleinen Kraftwerk am nahegelegenen Zaunersee produzieren sie hier ihren eigenen Strom und seit letztem Jahr gibt es auch eine biologische Kläranalage. Die Franz-Fischer-Hütte gilt nicht nur als ausgezeichnete Hütte in Bezug auf Umweltschutz, sie ist ein regelrechter Vorzeigebetrieb und Paradebeispiel dafür, wie Umweltschutz und Tourismus Hand in Hand gehen können.

 

Hubertushaus (Niederösterreich, Sektion Wien)

Egal ob Schneeschuhwander*innen, Kletter*innen oder Bergsteiger*innen – wer an der Hohen Wand in den Gutensteiner Alpen unterwegs ist, den zieht es in die urige Hütte. Strom und Wasser erhält die Unterkunft aus den kommunalen Netzen. Die Wärme zieht sie lediglich aus Holz, auf fossile Energien wird vollkommen verzichtet.

Ihre Schlichtheit und Sauberkeit laden zum Verweilen ein. Mit viel Liebe zum Detail werden im Hubertushaus regionale, saisonale und vorwiegend aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft stammende Lebensmittel verwendet. Die Pächter, Andrea Steinhuber und Joachim Osen, verwöhnen ihre Gäste mit authentischen Gerichten, die nach Bergen schmecken.  

Die Liebe zur Natur kommt auch hier nicht zu kurz: Hüttenwirt Joachim ist zudem begeisterter Imker und verwendet seinen Honig ebenfalls in der Küche.

 

Württemberger Haus erhält Umweltgütesiegel

Umweltfreundlicher Hüttenbetrieb auf dem Württemberger Haus

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Nachhaltigkeit aus Tradition. Die Hüttenwirtsleute und die Sektion Stuttgart sind stolz das Umweltgütesiegel erhalten zu haben. Das Württemberger Haus – einer Perle gleich liegt es im Oberen Medriolkessel, abseits der Touristenströme. Als Kleinod von Schutzhütte steht es auf einem aussichtsreichen Plateau umgeben von hohen schroffen Felswänden und grünen Wiesen.   Dieser Schutzhütte wurde am 4. September 2021 das Umweltgütesiegel von Vizepräsident Roland Stierle und Geschäftsbereichsleiter Alpine Raumordnung Hanspeter Mair im Beisein von zahlreichen Sektionsvertretern feierlich überreicht. 

Umweltgütesiegel für Alpenvereinshütten

Gütesiegel

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Der Schutz und die Bewahrung von Natur und Umwelt ist ein zentrales Anliegen des DAV.  Der umweltgerechte und energieeffiziente Hüttenbetrieb ist und bei den Alpenvereinshütten besonders wichtig. Ein Anreiz, der Sektionen und Hüttenpächter stärker motiviert, ist die Verleihung des Umweltgütesiegels. Ein Siegel, das erst nach einer umfassenden Prüfung vergeben wird.