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Ab in den Bergsommer

Mit dem 9-Euro-Ticket

Überschreitungen, Mehrtagestouren oder einfach mal wieder öfter in die Berge – mit dem 9-Euro-Ticket rücken all diese Vorhaben in greifbare Nähe. Einfach, günstig und klimaschonend.

Wohin man hört: in Deutschland geht das 9-Euro-Ticket weg wie warme Semmeln. – Schon in den ersten Tagen nach Verkaufsstart überschlugen sich die Nachrichten: viele regionale Verkehrsverbünde meldeten hohe Verkaufszahlen und allein bei der Deutschen Bahn ging der günstige Monatsfahrschein innerhalb der ersten 48 Stunden mehr als eine Million Mal über den (digitalen) Verkaufstresen.

 

Für viele Alpenvereinsmitglieder gehört die Reise mit Bus und Bahn zwar längst zum guten Ton und zum entspannten Erlebnis am Berg. Doch egal ob „alter Hase“ oder „Newbie“ in Sachen öffentliche Anreise, der Sommer 2022 könnte zur Blaupause werden für die Mobilität der Zukunft. Und idealerweise wird öffentliche Mobilität bald einfacher möglich, mit engeren Taktungen auch im ländlichen Raum. 

 

Zurück auf Start

Was genau ist das 9-Euro-Ticket? – Es ist im Sommer jeweils einen Monat lang im Regional- und Nahverkehr in ganz Deutschland gültig. Im Juni, Juli und August kann man damit also vor der Haustür in Bus, Tram oder U-Bahn hüpfen, am Bahnhof in die Regionalbahn umsteigen und im besten Fall direkt am Zielbahnhof die Wanderung beginnen.

 

Ideen zum Nachahmen

Wer gerne in den Bergen unterwegs ist, bisher aber ausschließlich (oder zumindest meist) mit dem Auto angereist ist, hat nun die Möglichkeit, ganz besonders kostengünstig die Anreise mit Bus und Bahn auszuprobieren.

 

Neben Berg- und überhaupt Outdoorbegeisterten werden wohl Viele mehr auf die Idee kommen, mit Hilfe des 9-Euro-Tickets einfach mal anders als bisher unterwegs zu sein in ihrer Freizeit (und auf dem Weg zur Arbeit). Damit die Erfahrung des Unterwegsseins in – sicher auf einigen Strecken mehr als – ausgelasteten Zügen die Freude über die Bergtour nicht schmälert, einige Tipps, wie sich Anreise und Bergerlebnis in einem recht ausgewogenen Verhältnis organisieren lassen:

 

Überschreitungen

Streckentouren von A nach B über eine idyllische Alm oder einen aussichtsreichen Gipfel lassen sich ideal planen, wenn man öffentlich anreist. Nicht alle Bahnstrecken sind gleichermaßen ausgelastet. Denkbar ist daher, Varianten durchzuspielen, bei denen man beispielsweise morgens die stärker besuchte Strecke nutzt und abends auf der ruhigeren nach Hause fährt.

 

Mehrtagestouren

Ganz gleich, ob die Mehrtagestour als Rundtour oder Streckenwanderung angelegt ist – das Erlebnis Berg vervielfacht sich, wenn man gleich mehrere Tage am Stück unterwegs ist. Der Zeitaufwand für An- und Abreise fällt bei einer Mehrtagestour vergleichsweise wenig ins Gewicht. Und auch ein weiteres Ticket spart man sich, denn das 9-Euro-Ticket gilt ja einen ganzen Monat.

 

Familienwanderungen

Ob’s als Familie bei mehreren sommerlichen Tagesausflügen bleibt oder ob man sich für eine kleine Überschreitung oder sogar eine Mehrtagestour entscheidet. – Auch mit Kindern liegen die Vorteile klar auf der Hand: Vielleicht ist eine Wanderung mehr drin als in anderen Jahren. Oder die gesparten Spritkosten werden in eine deftige Brotzeit oder gar eine extra Übernachtung auf einer Alpenvereinshütte investiert.

 

Wohnortnah und Alpenfern

Nicht wenige Alpenvereinsmitglieder liebäugeln jetzt wahrscheinlich einmal mehr mit Touren in den Alpen. Doch gerade jetzt ist einmal mehr die ideale Zeit, sich kleine Abenteuer und Auszeiten vor der eigenen Haustür zu überlegen und einfach das Draußensein zu genießen – auf Touren in der Nähe des Wohnorts oder im nächstgelegenen Mittelgebirge.

 

Last but not least

  • Falls du noch nicht allzu viel Erfahrung hast, selbstständig Touren „und dann auch noch mit den Öffentlichen“ zu planen, bekommst du in einem separaten Beitrag einige wichtige Tipps für unser Planungs- und Tourentool alpenvereinaktiv. Oder du schaust in die spezielle 9-Euro-Ticket-Tourensammlung
  • In den zurückliegenden zwei Jahre sind flexiblere Arbeitszeiten für Viele das neue Normal geworden. – Nutze diese Möglichkeiten zur antizyklischen Tourenplanung. Vermeide auch so volle Züge, indem du beispielsweise erst später startest oder deine Wanderung unter der Woche statt am Wochenende machst.
  • In und an den Alpen ist das 9-Euro-Ticket über Deutschland hinaus grundsätzlich auch im ggf. im Ausland liegenden Tarifgebiet gültig. Konkrete Strecken nach Österreich sind beispielweise die von Freilassing nach Salzburg oder die Außerfernbahn von Pfronten über den Schlenker über Ehrwald – und damit Österreich – nach Garmisch-Partenkirchen.
  • Und: auch Corona fährt weiter mit. Bitte achte auf die aktuell gültigen Regelungen, die von Bundesland zu Bundesland variieren und das Tragen einer medizinischen Maske oder FFP2-Maske verpflichtend machen können.