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Video: Wasserkraft bedroht Wildflüsse

Bernhard Steidl, Inhaber der Kayakschule Source2Sea in Natters/Tirol, kämpft für den Erhalt der Wildwasserstrecken.

 

# 1 - DER BACH UND DER GULLI (DE) from Source to Sea on Vimeo.

 

Diskussionen um Klimawandel und Energiewende liefern verstärkt Argumente für den weiteren Ausbau der Wasserkraft im Gebirge. Viele dieser Wasserkraftwerke haben einen enormen Platzbedarf für Speicherseen und dringen in sensible und teilweise geschützte alpine Landschaft vor. Laut Erhebungen des österreichischen Umweltdachverbandes sind allein in der Alpenrepublik 88 Wasserkraftwerke im Bau und mehr als 200 weitere geplant. 17 Prozent dieser Anlagen befinden sich in gewässerrelevanten Schutzgebieten. Die Herausforderung wird daher sein, die Belange von Energiewirtschaft und Naturschutz unter einen Hut zu bringen.

 

Dieser Konflikt besteht auch beim aktuell wohl größten Wasserkraftwerks-Projekt: der Erweiterung des Pumpspeicherkraftwerks Sellrain-Silz bei Kühtai in den Stubaier Alpen. Im hinteren Längental soll ein neuer Speichersee mit einer 100 Meter hohen Staumauer errichtet werden. Für die Stromproduktion würde ein noch viel größeres Gebiet in Mitleidenschaft gezogen: drei Bäche aus dem mittleren Ötztal (Fischbach, Schranbach, Winnebach) und hinteren Stubaital (Fernaubach, Daunkogelfernerbach, Unterbergbach) sollen durch einen 26 Kilometer langen Beileitungsstollen in den Speicher eingeleitet werden.