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Erfolg steckt an: Expedkader Frauenteams

In Panorama 4/2020 porträtiert Malte Roeper die Teilnehmerinnen am ersten Frauenteam des DAV-Expedkaders. Doch die Premiere war nur der erste Schritt eines Erfolgs-Weges.

Startschuss 2011

Mit dem Expedkader will der DAV alpin ambitionierten jungen Menschen die Möglichkeit bieten, sich die für ihre Leidenschaft wichtigen Kompetenzen anzueignen und in diversen Camps und auf einer Abschlussexpedition zu erproben. Von 2000 bis 2002 lief die erste der jeweils dreijährigen Ausbildungsrunden; bis auf den Kader 2003-2005 (mit Dörte Pietron) nahmen daran nur junge Männer teil. Deshalb entstand 2011-2013 das erste reine Frauenteam; denn in jeder leistungsorientierten Sportart werden Männer und Frauen getrennt gewertet und gefördert. Hier eine Zusammenstellung der bisherigen drei „Mädels“-Kader. Das Sichtungscamp für den Kader 2020-2022 war für Herbst 2020 in Garmisch-Partenkirchen geplant.

Mountain Equipment unterstützt den DAV-Expedkader schon seit 20 Jahren, weitere Partner sind Edelrid und Katadyn.

Alles Neue melden die Kaderfrauen auf Facebook.

 

DAV-Expedkader Frauen 2014-2016

Auch das zweite Frauenteam wurde von Dörte Pietron trainiert. Zur Abschlussexpedition begleitete sie Dr. Stephanie Graßl; im Ghunt-Tal in Tadschikistan gelangen ihnen vier Erstbegehungen. Beim Vortrag im Alpinen Museum München standen die Besucherinnen und Besucher bis auf den Gang. Teilnehmerinnen:

In DAV-Panorama 1/2017 berichteten die Mädels von ihrer Abschlussexpedition.

 

DAV-Expedkader Frauen 2017-2019

Der letzte Kader startete 2019 zur Abschlussexpedition. Kurzfristig musste aus politischen Gründen ein neues Ziel gefunden werden: Die Fahrt ging ins Himachal Pradesh (Indien), wo drei Erstbegehungen gelangen. Teamärztin war Franziska Dünßer. Eva und Elena konnten aus Gesundheitsgründen nicht mit nach Indien fahren. Teilnehmerinnen:

  • Raphaela Haug (Allgäu-Immenstadt und Allgäu-Kempten)
  • Veronika Hofmann (Peiting)
  • Eva Lochner (Berchtesgaden)
  • Jana Möhrer (Neu-Ulm)
  • Laura Tiefenthaler (Rosenheim)
  • Elena Wiwiora (Oberland)

In DAV-Panorama 1/2020 berichteten die Mädels von ihrer Abschlussexpedition.

 

Interview mit Extrembergsteigerin Dörte Pietron

Bergpodcast Folge 06

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Sie ist eine äußerst erfolgreiche Bergsteigerin, Bergführerin und Klettertrainerin. Doch was die wenigsten wissen: Erst mit knapp 20 hat die in Heidelberg geborene Dörte Pietron ihre Leidenschaft für die Berge entdeckt - und das mehr oder weniger per Zufall. Dem aber folgten gleich zahlreiche Höchstleistungen im Alpinismus. Bekannt ist Dörte aber vor allem für ihre Leistung in Patagonien: Als erste Frau durchstieg sie 2008 die Westwand des Cerro Torre, des „unmöglichen Berges“. Im Interview mit dem Podcaster Robert Kampcyk von VitaminBerge erzählt die Ausnahmeathletin von ihren einprägsamsten Erlebnissen als Profibergsteigerin und verrät, warum der Cerro Torre für sie nicht nur eine herausragende Leistung ist, sondern der schönste Berg, den sie je gesehen hat.  

Frauenpower - Geschichten über Pionierinnen am Berg

Bergpodcast Folge 04

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Sie haben ohne großes Aufsehen agiert, sie sind weit weniger bekannt als männliche Berghelden und doch oder vielleicht gerade deswegen haben sie den Alpinismus stark geprägt: in dieser Folge stellen wir vier außergewöhnliche Bergfrauen vor. Wie schwer war es für Frauen noch im 20. Jahrhundert Bergsteigerin und Bergführerin zu werden? Was hat die Frauen bewegt und welche Hürden wurden ihnen ganz anders als Männern in den Weg gelegt? Eleonore Noll-Hasenclever zum Beispiel lebte für die Berge und ließ sich von niemandem abbringen. Hettie Dyhrenfurth managte mal eben so die Bergtouren ihres Mannes. Gudrun Weikert erzählt, wie sie die erste Bergführerin Deutschlands wurde. Und Lotte Pichler erinnert sich, wie sie sich im männerdominierten Alpenverein durchsetzen musste. Die Journalistinnen Katharina Kestler und Julia Schweinberger haben nachgelesen und nachgefragt. Herausgekommen ist ein spannendes Gespräch über vier beeindruckende Frauen.