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Sandra Pawliczak: Winter-Erlebnis-Touren mit Kindern

Führer für Familien

06.03.2018, 16:00 Uhr

Ist der Winter nicht die schönste Jahreszeit? Wer Kinder im Schnee toben sieht, wird das kaum bezweifeln. Dieser Führer liefert vielfältige Inspiration für Winterfreuden zwischen München und den Alpen.

Im Winter ist es noch lustiger, gemeinsam mit Kindern unterwegs zu sein, weil der zache Abstieg oft per Schlitten zum eigentlichen Höhepunkt wird. Aber auch gefrorene Wasserfälle, zu Zauberwesen verschneite Bäume oder Schneeballschlacht, Schneemann- und Iglubau sind Spezialitäten, die man im Sommer nicht so schnell findet. Natürlich ist das Gehen im Winter oft mühsamer; deswegen hat die Autorin, die viel mit der Familienwandergruppe „Murmeltiere“ der Sektion Oberland unterwegs ist, meist kurze Touren bis 500 Höhenmeter ausgewählt, nur drei sind etwas länger.

 

Der Begriff „Winter“ ist hier großzügig gefasst: Er beginnt Ende November, in der Adventszeit, wo sich Weihnachtsmärkte als Ergänzung anbieten. Und auch Gipfeltouren sind die große Ausnahme unter den 32 Aktivitätsvorschlägen zwischen Füssen, Rosenheim und der Umgebung von München. Meist reichen schon Almen oder Hütten als Ziele aus – und oft geht es nur um ein bisschen Bewegung in der freien Natur: rund um einen See oder zum Rodelhügel.

 

Gemeinsam Spaß im Schnee

Die Beschreibungen folgen dem bewährten Muster: Kurzer informativ-anregender Text; übersichtlich präsentierte Fakten samt Karte und Höhenprofil; dann eine ausführliche Wegbeschreibung mit Hintergründen und Varianten. Dazu kommt meist ein Kasten mit Tipps für Wintersport und sonstige Freizeitmöglichkeiten (Weihnachtsmarkt, Schwimmbad, Museum, Spielplatz, Wildpark) in der Nähe.

 

Rothi, das Murmeltier, liefert zu jeder Tour einen Kasten, der sich an Kinder richtet und wie die „Maus“ aus der Fernsehsendung spannende Zusammenhänge anschaulich erklärt, etwa Klimawandel, Lawinengefahr oder die Temperaturanomalie des Wassers. Eine Zusammenstellung von Eislaufmöglichkeiten, Skiliften und Schlittenhängen rund um München rundet das gelungene Werk ab.

 

Kurzcheck

Nutzwert
Anregung

Info

Besonders geeignet für … Anorak- und Überhosenbesitzer, für die der Winter einfach die lustigste Jahreszeit ist.

 

Sandra Pawliczak: WinterErlebnis Touren mit Kindern Münchner Berge, Rother Verlag, 2018, 136 Seiten, 16,90 Euro

 

Link zum Verlag

 

 

 

ISBN: 978-3-7633-3183-3

Hirtlreiter/Soeffker: Erlebniswandern mit Kindern Südtirol

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Südtirol ist eines der beliebtesten Urlaubsziele der Deutschen. Für diejenigen, die kleinere Kinder haben, liefert dieser Führer jede Menge Inspiration. 36 Touren zwischen Sesvennagruppe, Cevedale, Bozen, der Seiser Alm, den Drei Zinnen und dem Antholzer Tal haben die Autoren zusammengestellt. In diesen teils hochalpinen Regionen sind darunter natürlich auch „echte“ Bergziele, sogar vier Mehrtagestouren (für ältere Kinder), bis hin zum Meraner Höhenweg. Aber es gibt auch kurze, leichte Alm- und Bachwanderungen zwischen ein und zwei Stunden, mit geringen Höhenunterschieden, die schon mit Vierjährigen machbar sind – eine bunte Mischung also. 

Kaj Kinzel: Erlebniswandern mit Kindern Elbsandstein

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Kinder lieben Märchen. Dieses Buch bietet preisgekrönte Inspiration zu Entdeckertouren in der Rübezahl-Waldlandschaft von Deutschlands vielleicht romantischstem Gebirge. Das Elbsandsteingebirge ist an sich schon eine Märchenwelt: dunkler Zauberwald, farnumwucherte Bäume, Fingerhut auf federndem Boden, bemooste Sandsteinbrocken, darüber aufragend glatte Felswände, knubbelige Steingipfel und aberwitzige Türme. Was Kletterern für ihre steilen Spiele recht ist, kann als Kinderattraktion nicht schlechter sein. Zumal die Felsenlabyrinthe, Höhlen und Stiegen mit relativ wenig Höhenunterschied erwanderbar sind und dann viel Spaß für kleine Naturkundler versprechen. 

Bahnmüller/Pröttel: Wanderspaß mit Kindern Bayerische Alpen

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„Spaß soll es machen. Das ist das Wichtigste.“ Dieses Motto stellen die Autoren diesem Führer voran – der durchaus auch klassische Wandergipfel als Kinderziele empfiehlt. Aber einiges mehr zu bieten hat. Was macht ein begeistertes Wandererpaar, wenn Kinder kommen? Klar: Die dürfen mit in die Berge. Ist ja schließlich eine tolle Land- und Leidenschaft. Nur dass den Kleinen der beste Gipfel weniger wert ist als der Spaß am Weg. So mag sich manche junge Familie denken: praktisch, dass die Alpen so schön möbliert und mit Erlebnis-Installationen erschlossen sind.   Der Spaß-Aspekt beim Wandern in den Bergen steht entsprechend im Vordergrund. Da finden sich zwar auch viele alte Bekannte, die in keinem Wanderführer fehlen, wie Notkarspitze, Herzogstand-Heimgarten, Jochberg oder Heuberg. Schließlich gibt es Kinder, die tatsächlich der alpine Ehrgeiz packt. Aber die meisten Touren in diesem Führer haben nur 300-600 Höhenmeter, sind in zwei bis vier Stunden gemütlich wanderbar und führen auf teils kleine, unscheinbare Gipfel(chen), die ein Erfolgserlebnis versprechen und trotzdem Zeit lassen für Attraktionen im Umfeld: Spielplätze, Sommerrodelbahnen, Wasserfälle, Museen, Barfußpfad, Schwimmbäder oder Seen. 

Uli Wittmann: Das große Familien-Outdoor-Abenteuer-Buch Bayern

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Müssen es immer Berge sein, was Eltern und Kinder unter freiem Himmel glücklich macht? Uli Wittmann beweist, dass es neben den Alpen viele weitere Optionen für gemeinsame „Outdoor-Abenteuer“ gibt. „Wandern, Radfahren, Bootfahren, Zelten, Höhlen erforschen und alles, was draußen Spaß macht!“ verspricht ein Kasten auf dem Titel dieses Buches. Genau: Es müssen nicht immer „richtige“ Bergtouren sein, wenn man mit den Kindern etwas draußen erleben will. Eher geht es um so etwas: „…den Kindern Zeit zu schenken und miteinander draußen unterwegs zu sein, das tut allen gut. … die Komfortzone verlassen und sich auf das Abenteuer einlassen“, wie der Autor schreibt.   Entsprechend groß ist die Auswahl an „Outdoor-Abenteuern“: Paddeln, Biken, Wandern, Zelten und Klettern gehören dazu. Jeweils zehn Aktivitätsvorschläge gibt es in den Regionen Bayerischer Wald; Franken und Niederbayern; Oberbayern; Allgäu; Schwäbische Alb / Bayerisch-Schwaben. „Bayern“ ist dabei recht frei interpretiert: Knapp vor Stuttgart liegen die westlichsten Tipps. Regionen nördlich des Mains und an der tschechischen Grenze gehören allerdings tatsächlich zu Deutschlands flächengrößtem Land. Zu jeder Region gibt es Tipps für Jugendherbergen oder Zeltplätze.