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Pfister, Auf der Maur: Aromatische Bergkräuter

Kochbuch

Sonstiges

11.05.2018, 13:30 Uhr

Auf jeder Tour sehen wir unzählige Pflanzen. Viele sind nicht nur sehenswert, sondern auch aromatisch und lecker. Eine beachtliche Auswahl davon hat der engagierte Schweizer Heilkräuter-Experte in seinem Buch zusammengetragen.

Steak mit einer Kräuterkruste aus Steinquendel, Wundklee, Bibernelle, Hufeisenklee und Thymian – es kann sich durchaus lohnen, auch einmal langsam in den Bergen unterwegs zu sein. Beispielsweise, wenn man sich die Kräuter am Wegesrand genauer anschaut und prüft, welche davon gut zum Abendessen passen könnten. Aber halt – ganz klar – einfach mal die Brotzeitdose aufklappen und wild rauszupfen, was da so wächst und blüht und dann alles einsammeln, das geht nicht. Das Ökosystem in den Bergen ist fragil. Nur wenig darf man sich mitnehmen und natürlich nur dann, wenn die Pflanze nicht geschützt ist. Auf das Ausgraben der Wurzel sollten die Bergsteiger ohnehin ganz verzichten.

 

Ausführlich aber gut verständlich beschreibt der Autor Thomas Pfister die Lebensräume der Bergkräuter und erklärt, wo sie vorkommen und wie sie schmecken. Das gelbe Zwerg-Veilchen beispielsweise steht in schattigen Kalkfelsfluren, der große Wiesenknopf wächst in nährstoffreichen Feuchtwiesen. Das Buch ist unterteilt in Pflanzenporträts und einen Rezeptteil. Zu jedem Kraut hat die Fotografin Fides Auf der Maur ein Foto beigesteuert. Pfister beschreibt die Pflanzen und verweist auf die passenden Gerichte im Rezeptteil.

 

Frische Kräuter auf der Hütte

Ein kleines Problem gibt es beim Sammeln der Kräuter in den Bergen: Wer weiß schon im Tal, ob er wirklich das findet, was er braucht? Der Bergsteiger geht schließlich nicht auf den Wochenmarkt. Bei seinen Rezepten hat der Autor das gut gelöst. Dort führt er jeweils eine Auswahl von Kräutern an, die sich für das jeweilige Gericht eignen. Hat man also weder Dost noch Hornklee gefunden, bleiben noch Schafgarbe, Kümmel, Bibernelle und Thymian für die Kräuterquiche. Gepflückt wird nur so viel, wie man für eine Mahlzeit benötigt braucht. Die Rezepte sind leicht verständlich und reichen von der Sellerie-Apfelsuppe über Geschnetzeltes bis hin zur Panna Cotta – durch die aromatischen Kräuter ein neues Geschmackserlebnis.

 

Tipp für Selbstversorger, die ihre Gerichte in der Hütte gerne aufpeppen: Kräuter bestimmen, ein paar für die jeweilige Mahlzeit ernten und dann frisch genießen. Alleine ein Kräutersalz beispielsweise mit Schafgarbe, Frauenmantel, Schnittlauch und Kümmel kann einen Hüttenabend in den Bergen noch besser machen.

 

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Besonders geeignet für ... kochfreudige Wanderer mit Sammelleidenschaft

 

Thomas Pfister, Fides auf der Maur: Aromatische Bergkräuter für die Naturküche sammeln und zubereiten, Haupt Verlag, 2017, 224 Seiten, 29,90 Euro

 

Link zum Verlag

 

ISBN: 978-3-258-07937-0

Sébastien Decad: Viva Montanya

kooperatives Brettspiel

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Auf geht’s! Rama dama! Es ist Frühling, der Schnee schmilzt und Maulwurf, Hermelin, Wasseramsel und Gebirgsmolch kommen langsam aus ihren Winterverstecken. Aber am Hang liegt noch der ganze Dreck, den die Touristen in der Skisaison einfach dorthin geworfen haben. Und der muss weg, bevor der Schnee geschmolzen ist. Also ziehen zwei bis sechs Spieler gemeinsam los und sammeln Müll. Gelingt es ihnen, bevor der Schnee bis hinauf zur Gipfelstation geschmolzen ist, gewinnen sie gemeinsam. Andernfalls verlieren alle. Miteinander statt gegeneinander lautet das Motto.   Jeder wirft in seinem Zug einen Würfel. Erscheint darauf ein Abfalleimer, darf er ein beliebiges Müllplättchen in den dreidimensionalen Abfalleimer werfen. Liegt hingegen die Sonne oben, steigt die Schneegrenze und aus weißem Hang wird grüne Wiese. In den meisten Fällen würfelt der Spieler jedoch das Bild eines Tiers. Jetzt muss er ein Müllplättchen anheben. Befindet sich darunter ein Bild des gleichen Tiers, darf er den Abfall entsorgen. Merkfähigkeiten wie bei Memory sind daher gefragt. Ein Hermelin, das habe ich doch schon gesehen, aber wo war das nur – solche Fragen treiben die Spieler um. Dabei dürfen sie sich gegenseitig helfen und Tipps geben, schließlich geht es ja um das gemeinsame Ziel. 

Uwe Rosenberger: Spring Meadow

Brettspiel

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Wer zuerst zwei Wandernadeln erspielt, gewinnt. Spring Meadow ist geeignet für alle, die auf der Hütte oder nach der Tour noch gerne etwas spielen. Für ein bis vier Spieler ab 10 Jahren. Pro Spieler veranschlagt der Verlag 15 Minuten Spielzeit. Unsere Tester haben deutlich weniger gebraucht, dafür aber öfter gespielt. Schön, wenn sich Brettspiele thematisch mit der Welt der Berge befassen, noch schöner, wenn man sich damit einen richtig netten Abend machen kann. Das ist bei Spring Meadow ganz sicherlich der Fall. Großer Pluspunkt: Der Einstieg ist leicht, Anfängern sind die Regeln rasch erklärt. Das ist wichtig, will man auf der Hütte Mitspieler finden. Thematisch geht es um saftige Bergwiesen und -blumen, die im Frühling den Schnee verdrängen – und um neugierige Murmeltiere, die aus dem Winterschlaf erwachen und aus ihren Löchern kriechen. Daher auch der Name: Spring für Frühling, Meadow für Wiese/Weide. 

Carlo A. Rossi: Mountains

Brettspiel

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Mit der richtigen Ausrüstung auf den Gipfel kommen, das ist das Ziel bei Mountains. Und weil Bergsport oft eben auch Teamsport ist, ist man in einigen Situationen auf die Hilfe der Mitspieler angewiesen. Das heißt: viel Interaktion, und die bringt dann auch viel Spaß an den Tisch. Hier können Kinder ab 8 Jahren mitspielen, denen vor allem die Ausstattung gefallen dürfte, aber auch für ältere Mitspieler ist es kurzweilig und verspricht einen netten Abend. Für zwei bis fünf Spieler. Ein kleiner roter Stempel sorgt für die Belohnung – den Eintrag im Gipfelbuch. Den bekommen die Spieler, die die geforderte Ausrüstung für eine Tour aufbringen. Und das sind die Spielkarten in der eigenen Hand plus die in den Händen der Mitspieler. Wer welche Karten hat, erfährt man erst im Laufe des Spiels, und das sollte man sich dann auch gut merken. Hat mein Gegenüber den Helm oder die Steigeisen? Hat mein Nachbar eventuell eine Trinkflasche gezogen? 

K.+B. Teuber: Catan – Der Aufstieg der Inka

Brettspiel

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Ein Spiel für alle, die an Fernweh leiden oder sich schon auf eine Trekkingtour in den Anden freuen. Thema sind die Aufstiege und Niedergänge der Hochkulturen in Anden, was liebevoll und fantasievoll umgesetzt worden ist. Für drei bis vier Spieler ab 12 Jahren. Interessierte Kinder können aber sicherlich schon ein paar Jahre früher starten. Ein Spiel dauert etwa 90 Minuten – je nachdem, wie lange ein Straßen- oder Siedlungsbau von den jeweiligen Spielern abgewogen wird. Die Siedler von Catan sind ein Klassiker und den meisten der Menschen bekannt, für die Wandern und darauffolgender Spieleabend zusammengehören. Nun gibt es eine neue Version, die ohne Grundausstattung spielbar ist. Der Autor Klaus Teuber ist schon ein paar Jahre von den Hochkulturen in den Anden fasziniert und fragte deshalb seinen Sohn Benjamin, ob der nicht mit ihm ein Catan-Spiel zum Thema entwickeln wolle. 

Gerhard Junker: Blocky Mountains

Geschicklichkeitsspiel

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Eine ruhige Hand und etwas Geduld brauchen die Spieler von Blocky Mountains. Mit Schnur und Stäben manövrieren sie einen Wanderer und einen Bär durch einen Parcours und müssen dabei auch noch den Proviant an die richtige Stelle schieben. Für ein bis vier Spieler ab fünf Jahren, die sich zwischen zwei bis 30 Minuten, je nach Alter auch länger, mit verschiedenen Gipfeln aus Holzsteinen vergnügen können. Die Spieler wandern durch die Blocky Mountains. Es wird geklettert, balanciert und auch gerutscht. Übertragen heißt das: geschoben, gehoben und irgendwie so ein bisschen geangelt. Eine nette Abwechslung zu den traditionellen Brettspielen.   Auch wenn das Spiel schon ab 5 Jahren geeignet ist, ohne ältere Mitspieler geht erst einmal gar nichts, müssen die doch erst einmal die Regeln durchlesen und die Kinder damit vertraut machen. Schritt für Schritt führt die Anleitung an das Spiel heran. Da gilt es erst einmal einen Grundkurs zu absolvieren, in dem gezeigt wird, wie die Wanderer mit verschiedenen Situationen, beispielsweise einem Baumwipfel oder einer Felsspalte, umgehen. Auf alle Fälle ist es bei kleinen Mitspielern ratsam, dass größere erst einmal alleine die Regeln durchlesen und das Spiel schon einmal aufbauen. Dann ist es jedoch rasch erklärt. 

Dieter Braun: Die Welt der Berge

Kinderbuch

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Wer beim Stichwort „Berge“ nur an die nahe liegenden Alpen denkt, wird sich wundern, wie vielfältig die „Welt der Berge der Welt“ ist; dieses wunderbare Bilderbuch entführt zu einer fantasievollen Reise in die Unebene. Was ist das überhaupt, ein Berg? Wie wächst und vergeht er? Wer wohnt denn dort? Wie gehen Menschen mit Bergen um? Würde man Kinder ihre Fragen zum Thema „Berge“ formulieren lassen, käme vielleicht so etwas heraus. Und dieses Buch würde die Antworten dazu liefern. Dabei ist es kein Lexikon, eher so was wie eine gedruckte „Sendung mit der Maus“. Der Autor lässt sich treiben, wie ihm die Fragen in den Sinn kommen. Die Themen sind nicht starr gegliedert, Abwechslung regiert: hier ein Berg, da ein Tier, dann eine Sportart, ein Gebirge oder etwas über Gletscher oder Erosion. Jeweils eine Doppelseite beschäftigt sich mit einem Stichwort, zeigt eine formatfüllende Illustration, oft mit hübschen Details, und bringt in knappen, aber prägnanten Texten die wesentlichen Informationen, die gut erklären und vielerlei auch weniger Bekanntes vermitteln.