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Aigüestortes i Estany de Sant Maurici Nationalpark

Tiefblaue Bergseen, imposante Dreitausender und eine intakte Bergnatur finden Wanderer im Nationalpark „Aigüestortes i Estany de Sant Maurici“ in den katalanischen Pyrenäen. Mehr Infos zum Artikel in DAV Panorama 4/2018.

Info

Der 1955 gegründete Nationalpark Aigüestortes i Estany de Sant Maurici bietet auf 40.852 Hektar (Kernzone 14.119 Hektar) mit Höhenunterschieden zwischen 1200 und 3033 Metern einen Querschnitt durch die verschiedenen Landschaftszonen der Pyrenäen. Er liegt in der Provinz Lleida, ist begrenzt durch die Flüsse Noguera Pallaresa und Noguera Ribagorzana und erstreckt sich über die Landkreise Alta Ribagorça, Pallars Sobirà, Pallars Jussà und Val d'Aran. Man kann über verschiedene Täler in den Park gelangen: Im Westen über das Vall de Boí und das Tal Sant Nicolau oder alternativ über den Stausee Cavallers. Im Osten erfolgt der direkte Zugang über das Tal l’Escrita, dessen wichtigster Ort das Wintersportzentrum Espot ist. Im Süden erreicht man den Park über das Vall Fosca und im Norden vom Val d’Aran kommend.

 

Zahlreiche Tageswanderungen und Gipfelbesteigungen sind möglich. Der Fernwanderweg GR 11 sowie mehrere seiner Varianten queren den Park. Als ideale Rundwanderung durch den gesamten Park bietet sich die Rundtour „Carros de Foc“ an (carrosdefoc.com), die neun bewirtete Hütten verbindet und auf der man in fünf bis sieben Tagen 9.200 Höhenmeter und 55 Kilometer Strecke zurücklegt. Die Rundtour kann an jedem beliebigen Punkt begonnen und beendet werden.

 

Außergewöhnlich sehenswert ist das Vall de Boí, über das man den Parc Nacional d’Aigüestortes i Estany de Sant Maurici im Südwesten erreicht und dessen romanische Kirchen von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurden.

Bitte die Nationalparkregeln beachten (nicht zelten, keinen Müll zurücklassen, nicht baden und Pflanzen und Tiere respektieren – vor allem: kein Feuer!)

 

Beste Jahreszeit

Wanderungen im Aigüestortes-Nationalpark sind vom Frühjahr bis zum Spätherbst möglich. Außerhalb der Sommermonate muss mit Schnee und Eis gerechnet werden. Den genauesten Wetterbericht mit Satellitenanimation findet man auf meteocat.com (katalanisch).

 

Anreise

  • Mit dem Flugzeug: nach Barcelona (alle Airlines), Girona oder Reus werden von Ryanair angeflogen. Mit der Bahn www.renfe.es oder www.rodalies.es weiter nach Lleida und von dort in die jeweiligen Zielgebiete. Manche der Touren sind von Barcelona aus ohne Umweg über Lleida per Bus oder Bahn erreichbar. Mit der Verbindungssuchmaschine der katalanischen Regierung mou-te.gencat.cat findet man die jeweiligen Anschlüsse.
  • Mit dem Zug: Von verschiedenen deutschen Städten gibt es Zugverbindungen nach Lleida mit Umsteigen in Paris und Barcelona, zum Beispiel von Mannheim, Köln, Stuttgart und München (eine Verbindung pro Tag). Die größten Zugunternehmen vor Ort sind Renfe (Tel. 0034/902/32 03 20, www.renfe.es) und Ferrocarils de la Generalitat de Catalunya (Tel. 0034-932 05 15 15, www.fgc.cat). In die Pyrenäen fährt allerdings ausschließlich der „Zug der Seen“, der Tren dels Llacs, von Lleida oder Balaguer aus (www.trendelsllacs.cat).
  • Mit dem Bus: Das größte spanische Busunternehmen ist Alsa (Tel. 0034/902/42 22 42, www.alsa.es). Es gibt verschiedene Verbindungen von Barcelona oder Lleida in die Pyrenäen. Der Nationalparkbus (ebenfalls Alsa) fährt alle Dörfer und wichtige Zugangspunkte um den Nationalpark Aigüestortes i Estany de Sant Maurici an. Zwischen dem 21. Juni und 30. September fährt er zweimal täglich von Sort nach Taüll/Pla de l’Ermita und umgekehrt. Auskunft über die Fahrzeiten gibt es unter Tel. 0034/973/69 61 89.
  • Mit dem PKW: Von Westen über die N230 (Viella/Lleida). Bei der Ortschaft Campament de Tor abbiegen nach Barruèra, Llesp, Taüll, Caldes de Boí. Bei Caldes de Boí entweder in das Sant Nicolau-Tal einbiegen oder eine schmale Straße bis zum Parkplatz unterhalb des Stausees von Cavallers nehmen.
    Von Osten über die C 13, nach Guineta d’Aneu einbiegen in die LV 5004 nach Espot. Von hier aus entweder zu Fuß oder mit dem Nationalparktaxi.
    Von Süden über die L 503 durch das Vall Fosca über Torre de Cabdella und Cabdella bis zum Stausee Sallente fahren. Von dort zu Fuß oder mit dem Sessellift.
  • Öffentliche Verkehrsmittel: Infos unter mou-te.gencat.cat (katalanisch, spanisch und englisch). Es gibt die Möglichkeit, sich ein Wegstück mittels Jeeptaxis zu sparen; für das Vall de Boí: Tel. 0034/629/20 54 89 oder 0034/973/39 63 14, von Espot: Tel. 0034/973/62 41 05, www.taxisespot.com. Diese fahren ganzjährig von 9:00 bis 19:00 je nach Bedarf, außerhalb der Sommermonate teilweise auch nur bis 17:00 oder 18:00. Rückfahrten gibt es immer zur vollen Stunde am Estany de Sant Maurici.
 

Karten & Literatur

  • Parc Nacional d’Aigüestortes i Estany de Sant Maurici, Editorial Alpina, 1:25.000 (zweiteiliges Kartenset, bestellbar über editorialalpina.com)
  • Parc Nacional d’Aigüestortes i Estany de Sant Maurici, Editorial Piolet, 1:30.000, bestellbar über www.editorialpiolet.com
  • Annika Müller: Katalonien. 31 Tageswanderungen in den Pyrenäen und Vorpyrenäen. Conrad Stein Verlag, 2018
 

Informationen und Nationalparkverwaltung

 

Unterkunft

Berghütten kann man unter www.lacentralderefugis.com buchen; auf Wanderer zugeschnittene Unterkünfte gibt es bei Benvinguts (Tourismusamt der Provinz Lleida): Benvinguts, Tel.: 0034/872/02 75 67, hola[Klammeraffe]benvinguts[Punkt]cat, www.benvinguts.cat

 

Carros de Foc-Rundwanderung

  1. Etappe (Reihenfolge fakultativ): Refugi Restanca (2010 m) – Refugi Ventosa i Calvell (2220 m), Tel.: 0034/973/297 090, www.refugiventosa.com, Gehzeit 2 ½ bis 3 ½ Stunden
  2. Etappe: Refugi Ventosa i Calvell (2220 m) - Refugi Estany Llong (2000 m), Tel.: 0034/973/299 545, www.parcsdecatalunya.net, Gehzeit 4 bis 6 Stunden
  3. Etappe: Refugi Estany Llong (2000 m) - Refugi Colomina (2400 m), Tel.: 0034/973/252 000, www.refugicolomina.com, Gehzeit 4 bis 6 Stunden
  4. Etappe: Refugi Colomina (2400 m) – Refugi Josep Maria Blanc (2350 m), Tel.: 0034/973/250 108, www.jmblanc.com, Gehzeit 2 bis 4 Stunden
  5. Etappe: Refugi Josep Maria Blanc (2350 m), - Refugi Ernest Mallafré (1950 m), Tel.: 0034/973/250 118, Gehzeit 3 bis 5 Stunden
  6. Etappe: Refugi Ernest Mallafré (1950 m) – Refugi Amitges (2380 m), Tel.: 0034/973/250 109, www.amitges.com, Gehzeit 1,15 bis 2 Stunden
  7. Etappe: Refugi Amitges (2380 m) - Refugio Saboredo (2310 m), Tel.: 0034/665/289 896, www.refusaboredo.com, Gehzeit 2 bis 3 Stunden
  8. Refugio Saboredo ( 2310 m) – Refugi Colomers (2100 m), Tel.: 0034/973/253 008, www.refugicolomers.com, Gehzeit 2 bis 3 Stunden
  9. Refugi Colomers (2100 m) - Refugio Restanca ( 2010 m), Tel.: 0034/608/036 559, www.restanca.com, Gehzeit 3 bis 4 Stunden.