Versickerungsmulde Moor
Gemeinsam wurde eine Versickerungsmulde ausgehoben. Foto: DAV/Anna Lambrecht
Spatenstich im DAV-Moor

Buddeln für den Klimaschutz

Beim Moor-Mitmachtag am 14. Juni 2026 wurde tatkräftig angepackt im DAV-Moor. Gemeinsam mit 100 Freiwilligen wurde der erste Schritt zur Wiedervernässung des Brucker Moos eingeleitet.

Rund 100 Freiwillige packten am Sonntag, den 14. Juni 2026, im Brucker Moos bei Aßling tatkräftig mit an und machten damit den ersten Schritt zur Wiedervernässung des Moores. Seit 2025 beteiligt sich der DAV gemeinsam mit der Aktion Zukunft Plus unter der Leitung von CO2-Regio daran, die entwässerte Fläche wieder zu renaturieren. Für die drei Veranstalter – sowie für alle Beteiligten – ein erfolgreicher Tag!

Rund 100 Teilnehmende haben vor Ort unterstützt. Foto: DAV/Anna Lambrecht

Das Highlight war sicherlich das gemeinsame „Buddeln“. Unter fachlicher Anleitung hoben die Teilnehmenden eine Versickerungsmulde aus. Die Mulde hilft in Zukunft, Regenwasser auf der Fläche versickern zu lassen und so den Wasserstand im Moor langsam wieder zu erhöhen. Während Exkursionen durch die Moorfläche konnten die Teilnehmenden zudem vieles über die Funktionen der Moore und Relevanz für Klima und Biodiversität erlernen.

Zusätzlich fanden einige Reden sowie eine Podiumsdiskussion statt, in denen außerdem die Möglichkeiten zur landwirtschaftlichen Nutzung der wiedervernässten Fläche diskutiert wurden, zum Beispiel durch extensive Beweidung durch Rinder. Wolfgang Arnoldt, Vizepräsident des DAV, hat dabei die Positionen aus dem Alpenverein vertreten.

Das Murnau-Werdenfelser-Rind eignet sich zur extensiven Bewirtschaftung von Moorflächen. Foto: DAV/Sophia Beck

Während der Pausen konnten die Teilnehmenden außerdem an Infoständen direkt mit den Organisator*innen ins Gespräch kommen. Das Klimaschutzkonzept des DAV traf dabei auf großes Interesse. Dass sich der DAV überhaupt an der Moorwiedervernässung beteiligt, ist die Konsequenz aus der Klimastrategie des Verbands: bis 2030 ist der DAV klimaneutral. Nach dem Prinzip Vermeiden vor Reduzieren vor Kompensieren sollen bis 2030 möglichst viele Emissionen vermieden und reduziert, bevor ab 2030 dann die Restemissionen kompensiert werden. Wie eine solche Kompensation aussehen könnte, testet der DAV eben genau mit diesem Projekt im Brucker Moos. Das Pilotprojekt wurde 2025 von Bundesverband des DAV initiiert.

Auch der DAV war mit einem Info-Stand vertreten. Foto: DAV/Anna Lambrecht

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