Ergebnisse kompakt
Mixed Relay:
Tatjana Paller und Finn Hösch landen auf Platz 7.
Alle Ergebnisse: Mixed Staffel Ergebnisse – Skibergsteigen | Olympische Spiele Milano Cortina 2026
Sprint:
Sprint Frauen:
Platz 4 für Tatjana Paller
Platz 15 für Helena Euringer
Qualifikation Heat 3: Platz 5 (3:27:82)
Sprint Männer:
Platz 13 für Finn Hösch
Qualifikation Heat 3: Platz 4 (2:51:99)
Offizielle Result-Sheets: Olympia-Zeitplan & Ergebnisse Skibergsteigen | Milano Cortina 2026
Platz 7 im Mixed Relay: Ein offensives Duo
Im Mixed Relay präsentierte sich das deutsche Duo mit viel Mut und offensiver Renngestaltung. Tatjana Paller erwischte einen überraschend schnellen Start und lief zwischenzeitlich weit vorne mit – „voller Euphorie“, wie sie es selbst beschrieb. Das hohe Anfangstempo kostete später Kraft, dennoch blieb das Team im Rennen und hielt die Abstände nach vorn in Reichweite. Finn Hösch setzte in seiner Runde bewusst ein taktisches Zeichen, ging früh hohes Tempo mit und machte im weiteren Verlauf noch Plätze gut. Am Ende stand für Deutschland ein solider 7. Platz, den beide sportlich positiv einordneten: ein Ergebnis, auf dem sich aufbauen lässt – und ein Auftritt, der Kampfgeist und Form für die kommenden Weltcups und die EM in Aserbaidschan zeigte.
Stimmen aus dem Team:
Tatjana Paller: „Heute war ich deutlich weniger nervös als im Sprint und konnte das Rennen mehr genießen. Ich habe mich richtig gut gefühlt, wir haben mutig versucht, das Rennen offensiv anzugehen – und auch wenn es sehr wehgetan hat, hat es sich gut angefühlt.“
Finn Hösch: „Die Spiele waren unglaublich überwältigend – so viele Eindrücke in so wenigen Tagen. Im Mixed haben wir uns stark präsentiert, Kampfgeist gezeigt und sind mutig ins Rennen gegangen. Platz 7 ist ein solides Ergebnis, darauf können wir aufbauen.“
Mixed Relay: Paller und Hösch sind bereit!
Beim Mixed Relay am 21. Februar werden insgesamt 12 Nationen-Teams an den Start gehen - das deutsche Team vertreten Tatjana Paller und Finn Hösch.
Im Mixed Relay startet pro Nation nur ein Team. Jedes Team besteht aus einer Frau und einem Mann, gelaufen wird immer in der Reihenfolge W–M–W–M. Die Teams stehen bei einem Massenstart (alle starten gleichzeitig) in zwei Reihen, die Startpositionen werden nach der olympischen Mixed-Relay-Rangliste gesetzt.
Jede*r Athlet*in läuft zwei Runs, und jeder Run besteht aus zwei Loops mit je einem Aufstieg und einer Abfahrt. Der Wechsel erfolgt in der Handover Zone: Der ankommende Athlet bzw. die Athletin muss innerhalb der Zone den/die Nächste mit der Hand berühren (Körperkontakt), erst dann darf die nächste Person starten. Das Team, das nach der vierten Runde als erstes im Ziel ist, gewinnt.
Sprint Frauen: Paller wird Vierte, Euringer besteht neben den "Großen"
In den Tagen vor den Rennen hat es in Bormio nochmal geschneit – genug Schnee für die Wettkämpfe, aber auch eine Herausforderung. Am Wettkampftag schneite es erneut kräftig: Das bedeutet im Skimo vor allem weniger Fehlertoleranz. Wechselzonen müssen sauber sitzen, Linien in der Abfahrt müssen passen – und im dichten Feld kann schon ein kleiner Patzer mehrere Plätze kosten.
Tatjana Paller lieferte bei der olympischen Skimo-Premiere ein starkes Rennen ab und landete auf Rang vier. Sie beschrieb die Mischung aus besonderer Atmosphäre und Nervosität – und ordnete das Resultat als „gutes Ergebnis“ ein, auch wenn der Blick auf das Podium kurz schmerzt. Auffällig: Paller musste sich in der Startphase kurz orientieren, weil sie den Startimpuls zunächst missverstand und aus Vorsicht wegen möglicher Fehlstart-Strafen einen Moment zögerte. Danach fand sie in ihren Rhythmus und setzte auf ihre bevorzugte Herangehensweise: kontrolliert beginnen, „hinten raus“ stärker werden und als „Jägerin“ wieder aufschließen. Nach dem Rennen will sie kurz abschalten, Kräfte sammeln – und dann mit vollem Fokus in den nächsten Start gehen.
Für Helena Euringer, eine der jüngsten im Feld, war es ein besonderer Moment: Die Atmosphäre mit Publikum und Stimmung sei „Wahnsinn“ gewesen. Sportlich spürte sie, dass heute nicht alles perfekt zusammenlief – sie fühlte sich „nicht ganz so explosiv“ und die Bedingungen machten die Abläufe in den Wechselzonen zusätzlich anspruchsvoll. Entscheidend aus ihrer Sicht: Sie blieb dran, fand zum Ende des Laufs wieder in den Rhythmus, schloss an die Gruppe auf und konnte sogar noch eine Athletin überholen. Euringers Fazit fällt trotz des hohen Niveaus positiv aus: Der Tag gebe Selbstvertrauen – und vor allem Motivation, beim nächsten Mal „bei den Großen“ noch unbefangener aufzutreten.
Sprint Männer: Hösch kämpft mit den Schnee
Finn Hösch ging im Männerfeld in Heat 3 an den Start. Dort zeigte er im Sprint, dass die Form stimmt: „Die Laufleistung war absolut da“, ordnete er sein Rennen im Anschluss ein. Entscheidend wurde jedoch eine taktische Materialentscheidung bei der Fellwahl. Durch haftenden Schnee fehlte ihm im Aufstieg die Gleitphase – vor allem aber veränderte sich dadurch das Handling in der Wechselzone deutlich. Hösch kam „ein bisschen stachsig“ in die Zone, verlor dort viel Zeit und damit im engen Feld den Anschluss. Sein Fazit: kein Grund zum Hadern, sondern ein Learning für den nächsten Start – „am Samstag will ich umso mehr gutmachen“.
Stimmen aus dem Team
Tatjana Paller: „Es war einzigartig – ich habe es total genossen, auch wenn ich sehr nervös war. Platz vier ist ein richtig gutes Ergebnis, wenn mir das vorher jemand gesagt hätte, hätte ich es sofort genommen. Aber wenn man die Siegerehrung sieht, denkt man natürlich: Dritter wäre noch cooler – ein lachendes und ein weinendes Auge.“
Helena Euringer: „Das war eine riesige Bühne – mit den Zuschauer*innen und der Stimmung einfach wahnsinnig cool. Ich habe mich heute nicht ganz so explosiv gefühlt, aber am Ende bin ich wieder gut an die Gruppe rangekommen und konnte sogar noch jemanden überholen. Wenn man sieht, wie hoch das Niveau bei den ganz Großen ist, ist das eine Riesenmotivation – und ich bin für heute zufrieden.“
Finn Hösch: „Vor allem überwiegt die Freude über dieses Event – ein unvergesslicher Tag, auch unabhängig vom Ergebnis. Sportlich hat mich heute vor allem eine Fellwahl zurückgeworfen: Der Schnee ist an den Fellen hängen geblieben, das Handling in der Wechselzone war komplett anders – da habe ich viel Zeit verloren. Meine Laufleistung war aber absolut da, darauf kann ich sehr positiv aufbauen – und am Samstag will ich umso mehr gutmachen.“
Sprint: kurze Heats, harte Wechsel, hohe Intensität
Der olympische Skimo-Sprint ist ein kurzes, intensives Format (rund 3 Minuten) auf einem Kurs mit Aufstieg auf Fellen, Wechselzonen und Abfahrt. Entscheidend sind neben der Fitness vor allem saubere Abläufe: Felle ab/auf, Ski tragen/anschnallen – kleine Fehler kosten im engen Feld sofort Plätze.
Heats, Halbfinale, Finale: das K.-o.-System
Im Sprint starten 18 Athlet*innen pro Geschlecht. Zunächst gibt es 3 Heats à 6. Aus jedem Heat kommen die Top 3 direkt weiter (insgesamt 9). Dazu qualifizieren sich 3 „Lucky Losers“ – das sind die nächstschnellsten Zeiten aus allen Heats. Damit stehen 12 Athlet*innen im Halbfinale.