Vier Jugendliche stehen lachend im Freien vor einer Kletterwand, einer hält eine orange Schaumstoffstange über dem Kopf.
Namen lernen, Gemeinsamkeiten entdecken – Kennenlernspiele helfen, in Gruppen das Eis zu brechen. Foto: Jonathan Lidl
Knotenpunkt

Gruppenspiele for the win!

Bergsport kann manchmal eine ziemliche Egosache sein. Doch bei der JDAV geht es nicht in erster Linie um den Gipfelerfolg Einzelner, sondern vor allem um gemeinsame Erlebnisse in den Bergen. Auch auch Gruppenzusammenhalt kann man trainieren, unsere liebsten Gruppenspiele erklären wir euch hier.

Großwildjagd

Der Klassiker bei uns in den Gruppenstunden. Mit einer halben Schwimmnudel geht es auf die Jagd nach exotischen Tieren.

Kategorie: Warm-Up/ Kennenlernspiel

Zeit: 5-10 min.

Wie: Alle stellen sich in einem Kreis auf, eine Person steht in der Mitte – mit einer Schwimmnudel in der Hand. Bevor es physisch losgeht, muss man erstmal nachdenken: Jede*r sucht sich einen Tiernamen aus, der mit dem eigenen Anfangsbuchstaben anfängt (Anna Affe oder Franziska Fisch). Aber Obacht: Der Tiername bleibt einem eventuell für den Rest der JDAV Karriere! Also Augen auf bei der Tierwahl.

Der*die Großwildjäger*in mit der Schwimmnudel will ein möglichst exotisches Tier fangen. Weil keines der Tiere gerne erlegt wird, lenkt es schnell ab und ruft einen anderen Tiernamen. Eine Person beginnt und ruft einen Tiernamen. Das aufgerufene Tier muss schnell einen anderen Namen rufen, bevor der*die Großwildjäger*in es mit seiner Schwimmnudel „erlegen kann“. Gelingt es, schnell genug zuzuschlagen, muss die "Beute" in die Mitte und darf selber auf die Jagd. Die Person aus der Mitte steht nun an der Stelle des Opfers im Kreis und darf den nächsten Namen rufen.

Variante: Zum Kennenlernen innerhalb der Gruppe spielt man das Spiel mit echten Namen

Namenssalat

Schönes Kennenlernspiel, das für viele Lacher sorgt – gerade weil es kompliziert ist. Trotzdem kapieren es auch aufgedrehte 5. Klassen und haben ihren Spaß dabei.

Kategorie: Warm-Up/Kennenlernspiel

Wer: Alle Altersgruppen, ab  einer Gruppengröße von ca. 10 Personen. Wichtig: Ungerade Anzahl

Wie: Aufstellen im Kreis. Nun stellen sich die Teilnehmenden paarweise zusammen. Eine Person sollte übrig bleiben und alleine stehen. Das Spiel funktioniert nun so ähnlich wie „Mein rechter rechter Platz ist frei“ Der Witz ist nur: Jede*r Teilnehmende tauscht mit der*m aktuellen Partner*in Namen. Wenn also Jakob und Ana nebeneinander stehen und Max, der alleine steht, „Jakob“ ruft, dann muss Ana versuchen wegzulaufen und Jakob muss versuchen, sie  (ohne viel Gewalt) festzuhalten. Hat Ana es geschafft, steht Jakob nun alleine und versucht sich wiederum jemanden herbeizurufen.

Das Kartoffelsalatspiel

Schon ab kleinen Gruppengrößen spielbar. Wärmt eher den Geist als den Körper auf und sorgt schon vor dem Klettern für erste Krämpfe im Gehirn.

Kategorie: Lückenfüller und spielbar bei kleinen Gruppen.

Wer: Für Kinder und Erwachsene ab 10 Jahren, schon ab 3 Personen spielbar

Wie: Aufstellung im klassischen Kreis. Eine Person steht mit einem Ball (wahlweise anderer, werfbarer Gegenstand) in der Mitte, wirft diesen einer*m Teilnehmenden zu und ruft entweder „Fang“ oder „Fang nicht“. Der Witz: Die Bedeutung ist vertauscht, ruft der Werfer in der Mitte also „Fang“, sollte man den Ball nicht fangen, bei „Fang nicht“ muss gefangen werden. Wer einen Fehler macht, muss in die Mitte und den*die Werfer*in ablösen. Aber das ist nicht nicht alles: Bei Kartoffelsalat ändert sich die Bedeutung von „Fang“ und „Fang nicht“. Bei „Fang“ fangen. Bei „Fang nicht“ nicht fangen – bis das nächste Mal Kartoffelsalat gerufen wird.

Das Teppichfliesenspiel

Hier lernt man echten Zusammenhalt – im wahrsten Sinne des Wortes. Nur mit einem gemeinsamen Lösungsweg und wenn man sich gegenseitig festhält, gelingt dieses Spiel.

Material: Teppichfliesen, Schlitten oder Stühle

Wie: Zuerst wird ein reißender Gebirgsbach markiert (z.B. durch zwei Seile; breite etwa 15 m, variiert je nach Gruppengröße). Die Gruppe muss nun mit weniger Teppichfliesen (oder anderen Gegenständen, auf die man drauftreten kann) als Personen diesen Bach überqueren. Wie viele Teppichfliesen die Gruppe genau bekommt, kann die Jugendleitung abhängig vom Können der Gruppe entscheiden. Bei der Bachüberquerung dürfen nur die Teppichfliesen betreten werden, um nicht abzusaufen. Eine Teppichfliese, die nicht durch Hand oder Fuß eines Gruppenmitglieds festgehalten wird, wird vom Bach (der Jugendleitung) mitgerissen und ist weg. Am Ende muss die ganze Gruppe auf der anderen Seite des Baches stehen.

Variante Speedrekord: Wie schnell schafft es die Gruppe hinüber?

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