Bergsteiger:innen auf der Kampenwand-Überschreitung
Alpinere Klettertouren sollte man sicherheitshalber noch am Samstag unternehmen. Foto: DAV/ Pröttel
So wird´s am Wochenende

Bergbericht 14. bis 16. August 2026

Das heiße Sommerwetter hält noch bis Samstagnachmittag an. Mit einem Wetterwechsel wird der Sonntag im Tagesverlauf unbeständiger. Am Alpenhauptkamm sind die Hochtourenverhältnisse nach wie vor recht heikel.

Tourenverhältnisse

In den Mittelgebirgen, in den Bayerischen Voralpen und in den Nördlichen Kalkalpen hat die trockene und heiße Witterung vor allem in Bezug auf die Hitzebelastung Auswirkungen. Zudem sind in den Alpen Einschränkungen auf den Hütten ein wichtiges Thema. So ist beispielsweise wegen Wassermangels Trinkwasser auf der Blaueishütte (Berchtesgadener Alpen) nur noch in PET-Flaschen erhältlich.

Im Hochtourenbereich hat sich die Situation weiter verschlechtert. Nach dem Stopp der Mont Blanc-Besteigungen von italienischer Seite ist nun auch die französische Normalroute betroffen. Wegen extremer Steinschlaggefahr am Grand Couloir du Goûter wurden die Hütten Tête Rousse und Goûter bis auf Weiteres geschlossen.
Als weiteres Beispiel teilte die Hüttenwirtin der Magdeburger Hütte (Stubaier Alpen) dem Autor dieser Zeilen mit, dass die Bergführer*innen nicht mehr mit Gästen über den (eigentlich nicht besonders schweren) Feuersteinferner gehen.

Wochenendwetter

Mittelgebirge: In der Eifel und im Rothaargebirge scheint freitags noch die Sonne, am Samstagnachmittag ziehen Wolken auf, am Sonntag gibt es dann den ganzen Tag über gewittrige Schauer. Die Maximaltemperaturen sinken am Kahlen Asten (841 m) von 28°C am Freitag auf 18°C am Sonntag.
Im Harz und im Thüringer Wald soll es bis Samstagnachmittag freundlich bleiben. Am Sonntag ziehen dort auch Schauer und Gewitter auf. Auf dem Brocken (1148 m) fallen die Höchstwerte von 25°C am Freitag auf 15°C.
Im Elbsandsteingebirge wird die Wetterverschlechterung erst ab Sonntagnachmittag erwartet. Auf dem Großen Zschirnstein (560 m) sinken die Höchstwerte von 31°C am Samstag auf 25°C am Sonntag.
Im Bayerischen Wald soll ebenfalls erst ab dem späteren Sonntagnachmittag Regen aufziehen. Die Maximaltemperaturen gehen am Großen Arber (1456 m) von 25°C auf 22°C zurück.
Nach einem sonnigen Freitag gibt es im Schwarzwald am Samstagnachmittag erste Schauer, die dann auch am Sonntag immer wieder auftreten. Am Feldberg (1493 m) sinken die Höchstwerte von 24°C auf 16°C.

Alpen: Am Freitag hält das heiße Sommerwetter in den Ostalpen an, wobei die Luftmasse nach Osten deutlich trockener ist. Nennenswerte Quellwolken gibt es im Südosten, einzelne Wärmegewitter sind ab dem späten Nachmittag zwischen Bernina - Ortler - Brenta nicht ausgeschlossen. Die Nullgradgrenze liegt bei 4300 m.
Auch der Samstag wird noch einmal sonnig und sehr warm . Es bleibt noch weitgehend stabil und gewitterfrei. Nur in den Gebirgsregionen im Westen und Südwesten ist ab dem Nachmittag mit Wärmegewittern zu rechnen. Am Abend bilden sich die Wolken zurück.
Am Sonntag nimmt der Störungseinfluss zu. Der Vormittag bringt noch Sonnenschein, moderate Bewölkung und nur mäßigen Wind in der Höhe. Im Laufe des Nachmittags nimmt die Bewölkung und die Wahrscheinlichkeit für Schauer und Gewitter zu, wobei der Schwerpunkt voraussichtlich im Zentralalpenbereich und im Süden liegt. Die Temperatur geht in allen Höhenlagen geringfügig zurück.

In den Westalpen muss bereits am Samstagnachmittag in vielen Regionen mit Wärmegewittern gerechnet werden.

Fazit

Während man in den nördlichen und westlichen Mittelgebirgen Freitag und Samstag zum Wandern, Klettern oder Radfahren nutzen sollte, dürfte man im Südosten auch am Sonntag noch weitgehend trocken unterwegs sein. Dabei sind am Freitag und Samstag die noch hohen Temperaturen zu berücksichtigen. Auf ausreichenden Sonnenschutz und genügend Getränke, sowie auf einen möglichst frühen Start ist zu achten.

Das gilt auch für Unternehmungen in den Alpen. In den gesamten Ostalpen dürfte der Samstag noch ausreichend stabile Verhältnisse für größere Wanderungen oder alpine Klettertouren hergeben. Am Sonntag sollte man sich hingegen auch innerhalb der Ostalpen möglichst weit nach Osten orientieren und keine allzu anspruchsvollen und langen Touren in Erwägung ziehen. Auf jeden Fall sollte man am Samstagabend und Sonntagvormittag die Wetterprognosen aufmerksam lesen. Und auf der Tour sollte man die Wolkenentwicklung im Blick haben.

In Bezug auf Hochtouren muss man sich zudem bei den jeweiligen Hütten über die Situation auf den Gletschern und über eventuelle Steinschlaggefahren informieren.

Tourenempfehlungen

Auch für das kommende Wochenende haben wir 15 Vorschläge auf alpenvereinaktiv.com für euch zusammengestellt.

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