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Bücherberg

Thoma/Ducke: Tirol

Reiseführer

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Man muss ja nicht immer Bergsteigen. Für die Tage abseits der hohen Ziele haben zwei Reisejournalistinnen jede Menge Tipps für gute Zeiten in Tirol gesammelt. Tiroler sind grantige Sepplhutträger, die lästige Piefkes mit überteuerten Germknödeln und Jagatee abzocken? Vorurteile können täuschen. Empathisch geschriebene Wander- und Reiseführer helfen, damit aufzuräumen und mehr von Land und Leuten wahrzunehmen als nur die Oberfläche. Natascha Thoma und Isa Ducke liefern mit ihrem Reiseführer für Tirol nicht wirklich Bergtouren-Infos, eher Anregungen zum Kulturprogramm für Ruhetage. Doch man könnte sich glatt wünschen, dass der Urlaub genug solche beinhaltet – denn dem Buch ist anzumerken, mit wie viel Liebe, Akribie und Begeisterung die Autorinnen ihre Informationen recherchiert und zusammengetragen haben. 

Reiner Knizia: L.A.M.A.

Kartenspiel

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Die eigenen Chancen richtig einschätzen aber auch die Mitspieler, etwas Glück, etwas zocken, das alles macht aus L.A.M.A. mehr als ein reines Ablagespiel. So ein Lama kann ganz schön lästig sein. So lästig, dass man es schnell wieder los sein möchte. Es spuckt nicht nur, es bringt auch Minuspunkte. Viele Minuspunkte. Und die will keiner haben. Lamas können aber auch Retter sein. Und sie tummeln sich nicht nur in der Bergwelt der Anden oder in einigen Gehegen an Alpenhängen, sondern auch auf Spieleabenden, beispielsweise auf einer Hütte. Im Prinzip ist alles ganz einfach: Jeder bekommt zum Start sechs Karten. Wer keine mehr hat, gewinnt die Partie. Die Gegner erhalten Minuspunkte in Form von Chips. Wer zuerst 40 Punkte hat, verliert.   Die Karten zeigen die Zahlen eins bis sechs oder ein Lama. Legen darf man nur den gleichen oder den um eins höheren Wert. Liegt eine sechs oben, dann bringt das Lama die Rettung, denn das darf da drauf. Und auf ein Lama darf noch ein Lama oder eine eins. Wer nicht ablegen kann, zieht nach.   Minuspunkte bringen am Ende die Werte auf den Karten auf der Hand. Aber jeder Wert nur einmal. Das heißt, wer eine Vier hat, erhält vier Minuspunkte. Wer drei Vierer hat, auch. Und der Sieger darf einen der Chips, mit denen die Punkte gezählt werden, zurück geben. Das kann ein Einer-Chip sein. Oder auch ein Zehner-Chip. 

Trevor Benjamin, Brett J. Gilbert: High Risk

Brettspiel

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Der Kampf ist gnadenlos. Alle wollen zum Gipfel, und wer im Weg ist – naja, Verluste gibt es überall. Das einfache Würfelspiel High Risk thematisiert das Rennen auf den höchsten Punkt der Erde. Der Wettlauf ist eröffnet. Bis zu vier Teams wollen als erste den höchsten Berg der Erde erklimmen. Der Wettbewerb ist hart. Rücksicht oder gar Kameradschaft am Berg sind hier Fremdwörter. Hängt der Gegner gerade in einer Felswand, die man selbst betreten möchte, schmeißt ihn der ambitionierte Bergsteiger einfach den Abhang runter. Je nach dem, wie viel Betrieb in der Bergflanke gerade herrscht, fällt das Opfer nur ein kleines Stück hinab oder gleich bis ins Biwak im Tal. Wer zuerst sein Team auf dem Gipfel hat, gewinnt. Dort dürfen sich übrigens – ebenso wie in den Biwaks – beliebig viele Alpinisten aufhalten.   Um nach oben zu kommen, brauchen die Spieler als Teamleiter vor allem Glück. Sie werfen sechs Würfel. Verschiedene Symbole geben an, ob die eigenen Kletterer weiter kommen und wenn ja, wie weit. Würfel mit Gefahrensymbolen darf man erneut werfen. Aber Vorsicht: Wer in seinem Wurf nur Gefahrensymbole hat, stürzt ab. 

Christiane und Uli Schrempp: Memento Mori

Kartenspiel

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Gletscher zur Erinnerung. „Memento Mori“ macht sie zum Merkspiel – und setzt ihnen gleichzeitig ein Denkmal. Erinnerung ist das Wichtigste bei Memory-Spielen – ist es dann zynisch, dass diese Variante namentlich an den Tod erinnert: und Gletscher zeigt? Vielleicht spielen wir dieses Spiel in 30 Jahren mit Wehmut. Doch schon heute zeigen viele Motive deutlich, wie die Gletscher schwinden, dokumentieren aber auch ihre Schönheit und Größe. Auch sonst kann man dank des Begleitheftes einiges Hintergründige über Gletscher lernen – und beim Spielen gibt es, wie für ein gutes Memory nötig, auch etliche Motive, die sich ähneln und so das Merken der 24 Bildpaare zur echten Aufgabe machen.   Nebeneffekt: Der Erlös geht vollständig in Aufforstungsprojekte von primaklima.org. 

Ziva Novljan, Nathalie Morelle, Leentje Ann Sourbron: ClimCards

Kartenspiel

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Mit einem Kartenspiel will die Alpenkonvention das Thema Klimawandel, dessen Bedeutung für die Alpen und mögliche Schutzmaßnahmen für die Bergwelt in der Öffentlichkeit breiter bekannt machen. Die Alpen leiden stärker unter dem Klimawandel als der Rest Europas. Um zwei Grad haben sie sich bereits erwärmt im Vergleich zum späten 19. Jahrhundert. Höchste Zeit, die Bergregion zu schützen. Anfang April haben die Alpenstaaten die Deklaration von Innsbruck unterzeichnet, mit dem Ziel, die Alpen bis 2050 klimaneutral zu gestalten. Wie das gehen könnte, bringt das Spiel ClimCards den Spielern näher.   Als politische Organisationen geben sie eines von zahlreichen Klimazielen vor und versuchen, dieses zu erreichen. Dazu können sie individuelle Aktionen ausspielen, wie die Reduktion des Strombedarfs des Privathaushalts. Oder politische Aktionen, die für alle Spieler gelten, wie die Berücksichtigung der Biodiversität in der Landwirtschaft. Es gewinnt, wer zuerst die Bedingungen des Klimaziels erreicht hat. Das kann sich allerdings im Laufe einer Partie mehrmals ändern, so dass hier eine hohe Flexibilität erforderlich ist. 

Ruhland/Jorda: Bergmenschen

Interviews

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Bergmenschen: Das müssen nicht nur alpine Spitzensportler*innen sein. Dieser Band sammelt Interviews aus dem „Bergsteiger“ – auch mit Politikern, Künstlern und Wissenschaftlern; eine bunte, anregende Mischung. „Natürlich habe ich Ängste. Natürlich habe ich Zweifel. Es gib die Angst vor dem Fallen und die vor dem Scheitern, mit der wir alle im normalen Leben zu tun haben. Sie ist es, die uns davon abhält, großartige Dinge zu tun. … Aber es ist so wichtig, … Gründe zu finden, warum es möglich ist.“ Wenn Adam Ondra ganz freimütig über seine Ängste redet, dann ist das genau so geistreich wie sein gesamtes Auftreten. Nur: Die Frage danach muss man erst mal stellen, damit der Interviewpartner die Möglichkeit bekommt, auszupacken.   „Die Interviews gehen ans Eingemachte, an das, was Menschen in ihrem Innersten ausmacht“, schreibt der Autor Michael Ruhland im Vorwort zu seinem Buch, das Interviews sammelt, die er als Chefredakteur für den „Bergsteiger“ gemacht hat – manchmal stellten auch Kollegen die Fragen. Nicht jeder Interviewpartner lässt richtig viel raus, erzwingen kann man das auch nicht. Dennoch sind die Unterhaltungen meistens deutlich mehr als nur ein Nachvollziehen aktueller Spitzenleistungen, fragen nach Hintergründen, Einstellungen, persönlichen Wertungen. Und oft kommen tatsächlich inspirierende Aussagen, wie etwa von Ines Papert: „Ich sehe es mittlerweile nicht mehr als Scheitern, sondern als Stärke, wenn ich es schaffe, nicht einzusteigen. Ein „vielleicht geht’s gut“ ist zu wenig. Ich muss mir sicher sein.“   Die Interviews entstanden im Lauf mehrerer Jahre. Es liegt in der Natur der Welt und des Sports, dass nicht mehr alle Gesprächspartner am Leben sind. Heiner Geißler starb einen natürlichen Tod, David Lama, Hansjörg Auer und Ueli Steck kamen nicht mehr von ihren Bergzielen zurück. Das gibt manchen Antworten eine ganz neue Dimension, etwa wenn Auer sagte: „Ich hoffe, dass ich mit 50, 60 nicht unbedingt noch vom Alpinismus leben muss, dass ich dann nicht mehr von Sponsoren abhängig bin und vielleicht auch ruhiger werde. Nicht mehr so extreme Sachen mache. Denn es ist ja immer Risiko dabei. Aufhören geht aber nicht, weil es deine Leidenschaft ist; das, was dich zum Leben motiviert.“ Oder bei Ueli Steck: „Irgendwann reicht es einfach nicht mehr, man will mehr. Und mehr, und mehr. Und das endet – wie bei einer Droge – tödlich. Da muss man rechtzeitig den Absprung schaffen.“ 

Reliefkarten Alpen

3D-Reliefkarten Alpen

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Alpenbogen im Maßstab 1: 500 000: Die drei Reliefkarten Alpen, Alpen Ost und Alpen West stehen für sich oder können wunderbar als schmückendes Wand-Ensemble kombiniert werden.     

Mark Synnott: Free Solo im Yosemite

Dokumentation

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Als Alex Honnold den „Free Rider“ (900 m, IX+) am El Capitan ohne Sicherung kletterte, schockierte und faszinierte er die Kletterszene weltweit. Der Autor des Buchs zur Tat hat ihn jahrelang begleitet. Ist dies das Buch zum Film? Zum oskargekrönten „Free Solo“? Jedenfalls ist es ein Gegenstück, denn es kommt – ungewöhnlich für ein heutiges Bergbuch, und doch merkt man es erst überrascht im Rückblick – ohne ein einziges Foto aus (abgesehen vom Titelbild). Nein, es ist nicht das Buch zum Film. Beides sind selbständige Werke, die faszinieren können und die ihre eigene Logik haben. Das Kino-Dokumentar-Epos des Ehepaars Chin folgt dem Protagonisten Alex Honnold hautnah, bis hinein in seinen Wohnwagen und in die Beziehung zu seiner Freundin, und dann auf Fingerspitzennähe in der Wand – so eng, dass man im Kino den Chalkbag vermisst. Im Buch nehmen die 3:56 Stunden von Honnolds Free Solo im „Free Rider“ etwas mehr als zehn Seiten (von 480) ein, und selbst dabei geht es mehr um Hintergründe und Wenn+Aber der einzelnen Stellen als um eine Schilderung von Bewegungen, die man ohnehin im Internet anschauen kann.   Mark Synnott, selbst einer der profiliertesten Bigwallkletterer und Alpinisten der USA, war als Reporter für „National Geographic“ über viele Jahre hinweg mit Alex Honnold unterwegs; spätestens als dieser zum ersten Mal davon redete, einen großen Bigwall am El Capitan free solo zu klettern, war das Langzeitprojekt auch für das Medienunternehmen geboren. So schildert er mit dem Verständnis eines Experten den Werdegang dieses Ausnahmetalents und zeichnet nach, wie viel Vorbereitung, Abwägung und Planung hinter dieser Begehung stand, die die Kletterszene weltweit fasziniert und erschreckt hat. 

Sébastien Decad: Viva Montanya

kooperatives Brettspiel

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Auf geht’s! Rama dama! Es ist Frühling, der Schnee schmilzt und Maulwurf, Hermelin, Wasseramsel und Gebirgsmolch kommen langsam aus ihren Winterverstecken. Aber am Hang liegt noch der ganze Dreck, den die Touristen in der Skisaison einfach dorthin geworfen haben. Und der muss weg, bevor der Schnee geschmolzen ist. Also ziehen zwei bis sechs Spieler gemeinsam los und sammeln Müll. Gelingt es ihnen, bevor der Schnee bis hinauf zur Gipfelstation geschmolzen ist, gewinnen sie gemeinsam. Andernfalls verlieren alle. Miteinander statt gegeneinander lautet das Motto.   Jeder wirft in seinem Zug einen Würfel. Erscheint darauf ein Abfalleimer, darf er ein beliebiges Müllplättchen in den dreidimensionalen Abfalleimer werfen. Liegt hingegen die Sonne oben, steigt die Schneegrenze und aus weißem Hang wird grüne Wiese. In den meisten Fällen würfelt der Spieler jedoch das Bild eines Tiers. Jetzt muss er ein Müllplättchen anheben. Befindet sich darunter ein Bild des gleichen Tiers, darf er den Abfall entsorgen. Merkfähigkeiten wie bei Memory sind daher gefragt. Ein Hermelin, das habe ich doch schon gesehen, aber wo war das nur – solche Fragen treiben die Spieler um. Dabei dürfen sie sich gegenseitig helfen und Tipps geben, schließlich geht es ja um das gemeinsame Ziel. 

Uwe Rosenberger: Spring Meadow

Brettspiel

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Wer zuerst zwei Wandernadeln erspielt, gewinnt. Spring Meadow ist geeignet für alle, die auf der Hütte oder nach der Tour noch gerne etwas spielen. Für ein bis vier Spieler ab 10 Jahren. Pro Spieler veranschlagt der Verlag 15 Minuten Spielzeit. Unsere Tester haben deutlich weniger gebraucht, dafür aber öfter gespielt. Schön, wenn sich Brettspiele thematisch mit der Welt der Berge befassen, noch schöner, wenn man sich damit einen richtig netten Abend machen kann. Das ist bei Spring Meadow ganz sicherlich der Fall. Großer Pluspunkt: Der Einstieg ist leicht, Anfängern sind die Regeln rasch erklärt. Das ist wichtig, will man auf der Hütte Mitspieler finden. Thematisch geht es um saftige Bergwiesen und -blumen, die im Frühling den Schnee verdrängen – und um neugierige Murmeltiere, die aus dem Winterschlaf erwachen und aus ihren Löchern kriechen. Daher auch der Name: Spring für Frühling, Meadow für Wiese/Weide. 

Carlo A. Rossi: Mountains

Brettspiel

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Mit der richtigen Ausrüstung auf den Gipfel kommen, das ist das Ziel bei Mountains. Und weil Bergsport oft eben auch Teamsport ist, ist man in einigen Situationen auf die Hilfe der Mitspieler angewiesen. Das heißt: viel Interaktion, und die bringt dann auch viel Spaß an den Tisch. Hier können Kinder ab 8 Jahren mitspielen, denen vor allem die Ausstattung gefallen dürfte, aber auch für ältere Mitspieler ist es kurzweilig und verspricht einen netten Abend. Für zwei bis fünf Spieler. Ein kleiner roter Stempel sorgt für die Belohnung – den Eintrag im Gipfelbuch. Den bekommen die Spieler, die die geforderte Ausrüstung für eine Tour aufbringen. Und das sind die Spielkarten in der eigenen Hand plus die in den Händen der Mitspieler. Wer welche Karten hat, erfährt man erst im Laufe des Spiels, und das sollte man sich dann auch gut merken. Hat mein Gegenüber den Helm oder die Steigeisen? Hat mein Nachbar eventuell eine Trinkflasche gezogen? 

K.+B. Teuber: Catan – Der Aufstieg der Inka

Brettspiel

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Ein Spiel für alle, die an Fernweh leiden oder sich schon auf eine Trekkingtour in den Anden freuen. Thema sind die Aufstiege und Niedergänge der Hochkulturen in Anden, was liebevoll und fantasievoll umgesetzt worden ist. Für drei bis vier Spieler ab 12 Jahren. Interessierte Kinder können aber sicherlich schon ein paar Jahre früher starten. Ein Spiel dauert etwa 90 Minuten – je nachdem, wie lange ein Straßen- oder Siedlungsbau von den jeweiligen Spielern abgewogen wird. Die Siedler von Catan sind ein Klassiker und den meisten der Menschen bekannt, für die Wandern und darauffolgender Spieleabend zusammengehören. Nun gibt es eine neue Version, die ohne Grundausstattung spielbar ist. Der Autor Klaus Teuber ist schon ein paar Jahre von den Hochkulturen in den Anden fasziniert und fragte deshalb seinen Sohn Benjamin, ob der nicht mit ihm ein Catan-Spiel zum Thema entwickeln wolle. 

Gerhard Junker: Blocky Mountains

Geschicklichkeitsspiel

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Eine ruhige Hand und etwas Geduld brauchen die Spieler von Blocky Mountains. Mit Schnur und Stäben manövrieren sie einen Wanderer und einen Bär durch einen Parcours und müssen dabei auch noch den Proviant an die richtige Stelle schieben. Für ein bis vier Spieler ab fünf Jahren, die sich zwischen zwei bis 30 Minuten, je nach Alter auch länger, mit verschiedenen Gipfeln aus Holzsteinen vergnügen können. Die Spieler wandern durch die Blocky Mountains. Es wird geklettert, balanciert und auch gerutscht. Übertragen heißt das: geschoben, gehoben und irgendwie so ein bisschen geangelt. Eine nette Abwechslung zu den traditionellen Brettspielen.   Auch wenn das Spiel schon ab 5 Jahren geeignet ist, ohne ältere Mitspieler geht erst einmal gar nichts, müssen die doch erst einmal die Regeln durchlesen und die Kinder damit vertraut machen. Schritt für Schritt führt die Anleitung an das Spiel heran. Da gilt es erst einmal einen Grundkurs zu absolvieren, in dem gezeigt wird, wie die Wanderer mit verschiedenen Situationen, beispielsweise einem Baumwipfel oder einer Felsspalte, umgehen. Auf alle Fälle ist es bei kleinen Mitspielern ratsam, dass größere erst einmal alleine die Regeln durchlesen und das Spiel schon einmal aufbauen. Dann ist es jedoch rasch erklärt. 

Dieter Braun: Die Welt der Berge

Kinderbuch

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Wer beim Stichwort „Berge“ nur an die nahe liegenden Alpen denkt, wird sich wundern, wie vielfältig die „Welt der Berge der Welt“ ist; dieses wunderbare Bilderbuch entführt zu einer fantasievollen Reise in die Unebene. Was ist das überhaupt, ein Berg? Wie wächst und vergeht er? Wer wohnt denn dort? Wie gehen Menschen mit Bergen um? Würde man Kinder ihre Fragen zum Thema „Berge“ formulieren lassen, käme vielleicht so etwas heraus. Und dieses Buch würde die Antworten dazu liefern. Dabei ist es kein Lexikon, eher so was wie eine gedruckte „Sendung mit der Maus“. Der Autor lässt sich treiben, wie ihm die Fragen in den Sinn kommen. Die Themen sind nicht starr gegliedert, Abwechslung regiert: hier ein Berg, da ein Tier, dann eine Sportart, ein Gebirge oder etwas über Gletscher oder Erosion. Jeweils eine Doppelseite beschäftigt sich mit einem Stichwort, zeigt eine formatfüllende Illustration, oft mit hübschen Details, und bringt in knappen, aber prägnanten Texten die wesentlichen Informationen, die gut erklären und vielerlei auch weniger Bekanntes vermitteln. 

Satellitenbildkarte: Nepal

Draufblick

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Die neueste Karte der Satellitenbildwerkstatt albedo39 zeigt das Bergsteiger-Traumland Nepal: als Blick aus dem Weltall. Die Firma albedo39 hat sich auf die Verarbeitung und künstlerische Präsentation von Satellitenbilddaten spezialisiert. Zu ihrem Angebot gehören ein Buch und Kunstdrucke von Satellitenbildern und mittlerweile 20 Karten. Dazu werden Dutzende von Satellitenbildern zusammengesetzt und in der Farbgebung aufeinander angepasst, die Wasserflächen werden lebendig gestaltet, eine leichte Schummerung erzeugt einen Reliefeindruck, und wesentliche geographische Namen sind angegeben. 

Kalender 2019

Bergwelten

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Die Zeit in den Bergen ist wohl die schönste. Aber auch Zeit mit Bergen hat was. Um sich den Gipfeln der Leidenschaft immer nahe und verbunden zu wissen, sind diese spektakulären Wandkalender wertvolle Zeit-Maschinen.

Rudi Hurzlmeier: Land der Berge

Steilwandpoesie

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Die edlen, großen Berge! So edel und groß können sie gar nicht sein, dass man ihnen und ihren Besuchern nicht auch lachend beikommt. Vor allem mit so schrägen Perspektiven wie dieses Buch. Was für ein herrlich verrücktes, irrwitzig schräges, hoffnungslos abgedrehtes „Bergbuch“. Schon der Begriff „Steilwandmalerei“ verspricht so viel wie der rucksacktragende Gipfelstürmerdackel auf dem Titelbild. Rudi Hurzlmeiers farbige Bilder erinnern ein bisschen an seinen österreichischen Kollegen Gerhard Haderer, sind aber im Detail feiner gearbeitet und zitieren auch mal große Meister. Zwischen Absurdistan und Wahnsinn, Kitsch und Karikatur oszillieren die Werke des zweimaligen Deutschen Karikaturenpreisträgers, und man mag sich fragen, aus welchem Material der Spiegel gemacht ist, den er uns Bergfreunden da vorhält. 

Papercraftmountains: Bergmodelle

Basteln/Spielen

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Bergreliefs sind faszinierende Artefakte, die das Regal jeder Bergfreundin aufwerten können. Zwei junge Kartografie-Experten bieten nun Reliefs berühmter Weltberge an – zum Selberbasteln aus festem Karton. Das ist ein ganz besonderes Vergnügen oder Geschenk: den Lieblingsberg selber basteln und von da an immer im Regal haben – ob Matterhorn, Uluru (Ayers Rock) oder Fujiyama. Zwei Brüder aus Stuttgart machen das möglich und bieten ihre Modelle zu verblüffend günstigen Preisen (1,50 bis 6 Euro) an. Die meiste Arbeit muss man natürlich selber reinstecken; aber gerade das kann ja den Reiz ausmachen, wenn unter feinen Fingern allmählich aus flachem Karton ein dreidimensionales, naturnahes Bergrelief entsteht. 

Piotr Karski: Berge!

Kinderbuch

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Ein etwas anderes Kinderbuch, Bergbuch, Bastel- und Mitmachbuch – das den Kolleg*innen von der JDAV so gut gefallen hat, dass sie es allen Kindern und Junggebliebenen empfehlen. Norden – Gipfel – Murmeltier – Wollpullover. Was haben diese Begriffe gemeinsam? Alle haben etwas mit Berg zu tun. Und kommen deshalb in diesem ungewöhnlichen Buch vor, das die Berge von allen Seiten beleuchtet und einen tiefen Einblick gibt.   In verschiedenen Abschnitten bietet es wichtige Infos, regt zum Mitmachen und Ausprobieren an und gibt Tips und Tricks für die großen und kleinen Erlebnisse am Berg: Beobachte das Wetter, schreibe einen Tourenplan und stelle eine Rucksackpackliste zusammen. Lege Wege an, zeichne Wegweiser, lass Wasserfälle und Gletscher entstehen. Geh auf die Piste, lerne Wichtiges über Lawinen und schneide Schneeflocken. Folge der Wolfsspur, fülle dem Bär seinen Bauch und hilf Murmeltieren beim Höhlenbau. Ob das Geheimnis des Yetis gelüftet wird? Das müsst ihr selbst herausfinden.     In diesem vielseitigen Buch dreht sich alles um die Berge dieser Welt; es überzeugt mit seinen Inhalten Flachlandtiroler und Bergfexe gleichermaßen. Und obwohl es eigentlich für Kinder gemacht ist, sind wir von der Jugend im Deutschen Alpenverein überzeugt: Da ist für alle was drin. Für zu Hause, den Urlaub oder die JDAV-Gruppe – jede Menge Anregungen rund um die Erlebnisse in den Bergen. Wir finden: ganz schön viel Berg in einem Buch. 

Bingham / Thompson / Wiener: Alpenclub der Tiere

"Kinder"buch

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Wenn Elefant, Löwe und Nilpferd sich unter Führung von vier Bären ans Seil binden, um einen Berg zu erklimmen, kann manches passieren – wie dieses über hundert Jahre alte, topaktuelle Bilderbuch belegt. 1910 erschien „The Animals Alpine Club“ des englischen Kinderbuchautors Graham Clifton Bingham, illustriert von George Henry Thompson. Der Alpinismus war gerade dabei, sich vom Bürger- und Eliten- zum Breitensport zu entwickeln, noch präsent in den Köpfen waren die Bilder von den englischen Touristen, die in Karo und Knickerbocker von eingeborenen Bergführern auf die Zinnen gehisst wurden. Typische Bildmotive der damaligen Zeit wird auch der Illustrator vor Augen gehabt haben, als er seine Seilschaft über Gletscherspalten, zu Alphüttenfest, Sonnenaufgang und Gipfeltanz schickte. Und wenn Hippo und Jumbo ganz oben einen Freudentanz aufführen, während die Führer-Bären sich gemütlich der Vertilgung fester und flüssiger Vorräte widmen und Leo, der König der Tiere, sich nach einem Sturz schon längst aus- und abgeseilt hat: Dann mögen nicht nur Zyniker Parallelen erkennen. 

Sämmer: The Great Outdoors / TGO – Winter Cooking

Kochbuch

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Unterwegs sein und richtig gut essen gehört für den gelernten Koch und Outdoor-Fan Markus Sämmer zusammen. In zwei Kochbüchern präsentiert er leckere Gerichte für Sportler, die sich auch mit wenig Ausrüstung unterwegs realisieren lassen. Es ist ja nun einmal so: Wer öfter unterwegs ist, kann es sich schlichtweg nicht leisten, jedes Mal zum Essen einzukehren. Ganz davon abgesehen, dass bei manch einem Gipfel, Bergsee oder auch einer schönen Lichtung Hütte oder Kiosk kilometerweit entfernt sind – zum Glück. Bleibt als Brotzeit also nur das klassische Butterbrot, etwas zäh nach einem Tag auf Tour? Oder der aufwendig verpackte Fruchtriegel?   Nicht für Markus Sämmer. Der sportliche Koch ist nicht nur gerne draußen, er liebt auch gutes Essen und ausgefallene Getränke. Für ihn ist es kein Problem, beides mit auf Tour zu nehmen. Egal, ob er mit Rucksack und Zelt, im VW-Bus oder auf Selbstversorgerhütten unterwegs ist.   Zwei durchaus sehens-, lesens- und nachkochenswerte Kochbücher hat er herausgebracht. Eines für die wärmere Jahreszeit und eines für die Wintersaison. Beide im Hardcover und mit Fotos von Touren des Autors toll bebildert. Zusätzliches Plus: Die Rezepte sind noch einmal zusammengefasst in einem kleinen, rucksacktauglichen Booklet, das man dem Buch entnehmen kann. So muss niemand den ganzen Wälzer auf Tour mitschleppen. 

Pfister, Auf der Maur: Aromatische Bergkräuter

Kochbuch

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Auf jeder Tour sehen wir unzählige Pflanzen. Viele sind nicht nur sehenswert, sondern auch aromatisch und lecker. Eine beachtliche Auswahl davon hat der engagierte Schweizer Heilkräuter-Experte in seinem Buch zusammengetragen. Steak mit einer Kräuterkruste aus Steinquendel, Wundklee, Bibernelle, Hufeisenklee und Thymian – es kann sich durchaus lohnen, auch einmal langsam in den Bergen unterwegs zu sein. Beispielsweise, wenn man sich die Kräuter am Wegesrand genauer anschaut und prüft, welche davon gut zum Abendessen passen könnten. Aber halt – ganz klar – einfach mal die Brotzeitdose aufklappen und wild rauszupfen, was da so wächst und blüht und dann alles einsammeln, das geht nicht. Das Ökosystem in den Bergen ist fragil. Nur wenig darf man sich mitnehmen und natürlich nur dann, wenn die Pflanze nicht geschützt ist. Auf das Ausgraben der Wurzel sollten die Bergsteiger ohnehin ganz verzichten.   Ausführlich aber gut verständlich beschreibt der Autor Thomas Pfister die Lebensräume der Bergkräuter und erklärt, wo sie vorkommen und wie sie schmecken. Das gelbe Zwerg-Veilchen beispielsweise steht in schattigen Kalkfelsfluren, der große Wiesenknopf wächst in nährstoffreichen Feuchtwiesen. Das Buch ist unterteilt in Pflanzenporträts und einen Rezeptteil. Zu jedem Kraut hat die Fotografin Fides Auf der Maur ein Foto beigesteuert. Pfister beschreibt die Pflanzen und verweist auf die passenden Gerichte im Rezeptteil. 

Quadro Nuevo: Alpensagen

Hör-CD

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„Von Hexen, Geistern und Rittern“ handeln diese traditionellen Sagen aus dem ganzen deutschen Alpenraum, in lebhaften Dialekten erzählt und kreativ musikalisch untermalt – ein etwas anderes Hörbuch. „Achtung: Ein gehöriger Anteil der lokalen Dialekte Oberbayerisch und Allgäuerisch gibt dem Hörbuch Kraft und Farbe“ meint der Verlag diesem Hörbuch als Disclaimer mitgeben zu müssen. Nun: Auch eher norddeutsche Zuhörer jeden Alters sollten die Geschichten verstehen können, die vom „Schwarzen Ritter vom Rackersee“, von den „Hexen vom Säuling“ oder vom „Drachen vom Falkenberg“handeln. 

Kalender 2018 für Bergsportler

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Berg-Zeit ist die schönste Zeit – deswegen darf auch gerne das Zeitmanagement-System mit Bildern aus unseren Sehnsuchtslandschaften garniert sein. Jede Menge Kalender bieten Überblick über den Jahreslauf und Ausblick auf Berge und Bergsport. Eine kleine Auswahl.

Kenial Kochen

Kochbuch für einen guten Zweck

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Natürlich dient dieses Buch dazu, Spenden für einen guten Zweck zu sammeln. Aber es könnte auch manch gutes Ess-Erlebnis bescheren. Und gibt Einblicke in die Lebenswelt völlig unterschiedlicher Berg-Menschen. 26 Berg-Menschen haben die Macher des gemeinnützigen Vereins Kenial für ihr Projekt begeistern können – Bergsteiger wie Hanspeter Eisendle, Ines Papert oder David Göttler, Kletterer wie Nasim Eshqi, Moritz Hans und Monika Retschy; Hüttenwirtinnen, Alpinjournalisten, Bergläufer und und und… Alle Beteiligten erzählen ein bisschen aus ihrem Leben und haben ihr Lieblingsrezept verraten. Man hat also ein Kochbuch in der Hand, gleichzeitig aber ein Kaleidoskop der menschlichen Berg-Fauna, garniert mit vielen schönen Bildern. 

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