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Die schönsten AV-Hüttenwanderungen

7 Ideen, um mit Rucksack von Hütte zu Hütte zu wandern.

Mehrtägige Rundwanderungen stehen hoch im Kurs. Neben den oft begangenen Klassikern gibt es noch viele Alternativen für Touren von Hütte zu Hütte in recht einsamen Gebieten. Wir präsentieren euch sieben Touren, die insbesondere unter der Woche nicht allzu überlaufen sind. Informationen zu den einzelnen Touren findet ihr auf alpenvereinaktiv oder in den Hüttentrekking-Broschüren. Profis beschreiben die besten Wege und informieren über Schwierigkeitsgrade, Gehzeiten, Gipfelvarianten und Unterkünfte. Viel Spaß beim Stöbern!

 

7 Hüttenwanderungen mit unterschiedlichem Charakter

Die mehrtägigen mittel bis schweren Hüttentouren sind beliebig verkürzbar und besitzen Wegvarianten unterschiedlichster Schwierigkeit. Gute Kondition, Bergerfahrung und Trittsicherheit sind Voraussetzung. In der Regel ist keine Hochgebirgs- oder Kletterausrüstung notwendig. Die Touren sind geprägt von imposanten Ausblicken, gut erreichbaren Gipfelvarianten und Naturerlebnissen.

 

Die bewirtschafteten Hütten bieten gemütliche Unterkünfte mit ausgewogenem, regionalem Speisenangebot. Je nach Lage sind sie von Mitte Juni bis Ende September geöffnet, wobei im Juni und Juli noch Schneereste in den Übergängen liegen können. Generell empfiehlt es sich, einen Schlafplatz zu reservieren. Wer die Ruhe genießen möchte, sollte antizyklisch starten, d. h. außerhalb der Wochenenden.
 
 

 

Verwallrunde (Vorarlberg/Tirol)

Wasser und Wildnis prägen das Verwall. Ein ausgeklügeltes Netz von Wegen führt Wandernde und Bergsteigende über hohe Pässe quer durchs Gebirge. Ein Höhepunkt ist die Kombination der “Verwall-Runde”, die sieben Alpenvereinshütten berührt. Je nach Ausdauer und Erfahrung, kann man während dieser Runde auf prominente Gipfel wie den Scheibler (2.978 m), den Hohen Riffler (3.168 m), auf den Patteriol (3.056 m) über der Konstanzer Hütte steigen – oder man geniesst ganz einfach vom Kappeler Kopf (2.404 m) eine grandiose Rundsicht. Wer dem Reutlinger Weg in Richtung Konstanzer Hütte folgt, kann sich am noch im Juli halbgefrorenen türkis schimmernden Kaltenbergersee von Altschnee umrahmt vor der Hintergrundkulisse des Scheiblers fühlen wie in Patagonien. Die Verwallrunde kann beliebig erweitert oder verkürzt werden. (Quelle: Rollo Steffens,  Panorama 1 2013 Hüttentour Verwallrunde [724 kb] )

 

Mögliche Etappen:


1. Tag: Start St. Christoph, Arlbergpass (1.793 m) – Kaltenberghütte (2.089 m), Gehzeit: 2,5 Std.
2. Tag: Kaltenberghütte - Konstanzer Hütte (1.688 m), Gehzeit: 6 Std.
3. Tag: Konstanzer Hütte – Neue Heilbronner Hütte (2.320 m), Gehzeit: 3-4 Std.
4. Tag: Neue Heilbronner Hütte – Friedrichshafener Hütte (2.138 m), Gehzeit: 3,5 Std.
5. Tag: Friedrichshafener Hütte – Darmstädter Hütte (2.384 m), Gehzeit: 6-7 Std.
6. Tag: Darmstädter Hütte – Niederelbehütte (2.300 m), Gehzeit: 4 Std.
7. Tag: Niederelbehütte – Edmund-Graf-Hütte (2.408 m), Gehzeit: 5-6 Std.
8. Tag: Edmund-Graf-Hütte – Pettneu (1.222 m), Gehzeit: 3 Std. – mit dem Bus nach St. Christoph
 
Alle Informationen zur Verwallrunde findet ihr auf alpenvereinaktiv oder im Flyer  Verwall Runde (2021) [4,3 MB] .
 

 

Lechquellenrunde (Vorarlberg/Tirol)

Die Lechquellenrunde beginnt im Bregenzer Wald und streift die Randgebiete der Lechtaler Alpen. Höchster Punkt der Runde ist der Gehrengrat auf 2.439 m. Bergbegeisterte können hier tagelang wie auf einem gewaltigen Dach unterwegs sein, ohne zwischendurch allzu weit absteigen zu müssen. Die Landschaft ist geprägt von Almwiesen, sanften Hügeln und schroffen Felsen.

 

Die Gehzeiten der sechstägigen Tour sind mit vier bis fünf Stunden pro Tag sehr ausgewogen. Für alle ist etwas dabei, denn am Rundwanderweg liegen viele markante Gipfel, die durch gut markierte Anstiegswege erschlossen sind. Sie sind ohne größere alpinistische Schwierigkeiten zu erreichen. Viele der Gipfel sind eher unbekannt und die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß, dass man sie ganz allein genießen kann.


 
Mögliche Etappen:


1. Tag: Start Landsteg, Bushaltestelle zwischen Schoppernau und Schröcken (1.080 m) – Biberacher Hütte (1.846 m), Gehzeit: 2,15 Std.
2. Tag: Biberacher Hütte – Göppinger Hütte (2.245 m), Gehzeit: 4 Std.
3. Tag: Göppinger Hütte – Freiburger Hütte (1.918 m), Gehzeit: 4,3 Std.
4. Tag: Freiburger Hütte – Ravensburger Hütte (1.948 m), Gehzeit: 3,3 Std.
5. Tag: Ravensburger Hütte – Stuttgarter Hütte (2.310 m), Gehzeit: 4 Std.
6. Tag: Stuttgarter Hütte – Lech (1.444 m), Gehzeit: 4 Std.
 
Alle Informationen findet ihr auf alpenvereinaktiv oder in dem Flyer zur  Lechquellenrunde (2015).pdf [6,7 MB] .

 

Pitztal-Tour (Tirol)

Das Pitztal ist ein attraktives Ziel für alle, die gute Kondition und Bergerfahrung mitbringen: elf bewirtschaftete Hütten und markierte Wege und Steige von mehr als 100 Kilometern Länge, die sowohl zu Tages- als auch zu Mehrtagestouren einladen.

 

Die Ausblicke auf die umliegenden Gletscher und Dreitausender sind phänomenal. Wer die notwendige Erfahrung und Ausrüstung mitbringt, kann auch verschiedene Gipfel entlang des Weges besteigen. Aber auch ohne Gipfelbesteigungen warten tolle Ausblicke und fordernde Etappen auf euch. Als Mehrtagestouren bieten sich je nach verfügbarer Zeit die Pitztal-Tour oder die Pitzaler Runde an. Die Schwierigkeit der Etappen ist zumeist als schwer eingestuft.

 

Mögliche Etappen der Pitztal-Tour:

 

1. Tag: Mandarfen/Mittelberg (1.675 m) - Taschachhaus (2.434 m), Gehzeit: 2,5 Std.

2. Tag: Taschachhaus (2.434 m) - Riffelseehütte (2.289 m), Gehzeit: 3,5 Std.

3. Tag: Riffelseehütte (2.289 m) - Kaunergrathütte (2.817 m), Gehzeit: 3,5 Std.

4. Tag: Kaunergrathütte (2.817 m) - Plangeroß (1.612 m), Gehzeit: 4,5-5 Std.

 

Alle Informtionen zu den Pitztal-Touren findet ihr auf alpenvereinaktiv oder zusammen mit weiteren Touren in der  Pitztaler Runde Broschuere (2021) [5,7 MB]

 

Silvretta Runde (Vorarlberg/Tirol)

Die Silvretta Runde ist eine großartige Bergtour, die ins Herz einer wilden Hochgebirgslandschaft mit schroffen Graten, kargen Moränen und eindrucksvollen Gletschern führt. Über siebzig Gipfel schaffen es in der Silvretta über die Dreitausender-Marke, ihre prominentesten Vertreter sind Piz Buin, Fluchthorn, Piz Linard, Jamspitze, Schneeglocke, Signalhorn und die Dreiländerspitze, auf der die drei Grenzen von Tirol, Vorarlberg und Graubünden zusammenlaufen. Auf der Silvretta Runde sind stets die Dreitausender im Blick und die ein oder andere Besteigung ist möglich.

 

Die Wege und Bergsteige sind gut markiert, einige Etappen führen jedoch auch über Gletscher. Hier sind eine entsprechende Ausrüstung und alpine Kenntnisse unverzichtbar. Auf alternativen Routen kann man diese Eis- und Schneepassagen jedoch umgehen.

 

Mögliche Etappen:

 

1. Tag: Start Ischgl (1.376 m) - Heidelberger Hütte (2.264 m), Gehzeit: 4,5 Std.

2. Tag: Heidelberger Hütte (2.264 m) - Jamtal Hütte (2.165 m), Gehzeit: 6 Std.

3. Tag: Jamtal Hütte (2.165 m) - Tuoi Hütte (2.250 m), Gehzeit: 6 Std.

4. Tag: Tuoi Hütte (2.250 m) - Wiesbadener Hütte (2.443 m), Gehzeit: 3,5 Std.

5. Tag: Wiesbadener Hütte (2.443 m) - Saarbrücker Hütte (2.538 m), Gehzeit: 6,5 Std.

6. Tag: Saarbrücker Hütte (2.538 m) - Tübinger Hütte (2.191 m), Gehzeit: 3,5 Std.

7. Tag: Tübinger Hütte (2.191 m) - Vermuntstausee (1.743 m), Gehzeit: 4 Std.

 

Alle Informationen findet ihr auf alpenvereinaktiv oder in dem Flyer  Silvretta-Runde (2018).pdf [4,9 MB] .

 

 

Rieserfernerdurchquerung (Tirol/Südtirol)

In vier Etappen durchquert diese hochalpine Rundtour die Rieserfernergruppe. Sie führt zum Teil weglos durch das Hochgebirge und erfordert entsprechend viel Erfahrung, eine gute Ausdauer, Trittsicherheit und eine hochalpine Ausrüstung. Gletscher und Schneefelder, die vereist sein können, müssen gequert werden und auch anspruchsvolle Kletterstellen gilt es zu meistern.

 

Doch für alle, die die Voraussetzungen erfüllen und diese Punkte berücksichtigen, wird diese landschaftlich wunderschöne, facettenreiche Bergtour zu einem unvergesslichen Erlebnis. Schroffe Felsgipfel, Gletscher, tosende Wasserfälle und weit an den Berghängen hinaufreichende Wälder bestimmen das Bild. Die flachen Talböden schieben sich weit ins Gebirgsinnere und bieten gute Zugänge zu den Hütten.

Auf den Hütten warten regionale Südtiroler und Tiroler Speisen und Getränke auf euch, um euch für die kommenden Etappen zu stärken.

 

Mögliche Etappen:

 

1. Tag: Antholz (1.600 m) - Rieserfernerhütte (2.798 m), Gehzeit: 4 Std.

2. Tag: Rieserfernerhütte (2.798 m) - Kasseler Hütte (2.273 m), Gehzeit: 5,5 Std.

3. Tag: Kasseler Hütte (2.273 m) - Barmer Hütte (2.610 m), Gehzeit: 6,5 Std.

4. Tag: Barmer Hütte (2.610 m) - Antholz (1.600 m), Gehzeit: 5 Std.

 

Alle Informationen findet ihr in der  Rieserfernerdurchquerung-Gebietsbroschuere [4,5 MB] .

 

Sellrainer Runde (Tirol)

Sanfter, naturverträglicher Tourismus lautet das Motto der Initiative „Bergsteigerdörfer“, der sich die Talorte Sellrain, Gries, St. Sigmund und Praxmar, im Juni 2013 angeschlossen haben. Die Bezeichnung steht für kleine, ruhige Orte ohne größere Industriebetriebe. Ein gut ausgebautes Wegenetz und ein breites Angebot an Hütten zählen zu den wichtigsten Kriterien. Davon hat das Sellraintal einiges zu bieten.

 

Wellige Grasmatten am Talgrund mit glitzernden Seen, ein romantischer Zirbensteig, Wildbäche und alpenrosenbewachsene Almhorizonte prägen die Sellrainer Hüttenrunde. Die anspruchsvollen Übergänge in höheren Lagen bieten den Kontrast. Die Amberger Hütte steht am Rande einer malerischen Schwemmebene. Vielfältige, gut erreichbare Gipfelmöglichkeiten bestehen während der gesamten Runde wie die Schöntalspitz (3.002 m) auf dem Weg zur Pforzheimer Hütte oder der Gleirscher Roßkogel (2.994 m) zur Schweinfurter Hütte. (Quelle: Mark Zahel, Panorama Nr. 2/2013, S. 58)


 
Mögliche Etappen:


1. Tag: Start Sellrain (908 m) – Potsdamer Hütte (2.009 m), Gehzeit: 3 Std.
2. Tag: Potsdamer Hütte - Westfalenhaus (2.276 m), Gehzeit: 8 Std.
3. Tag: Westfalenhaus – Pforzheimer Hütte (2.308 m), Gehzeit: 4,25 Std.
4. Tag: Pforzheimer Hütte – Schweinfurter Hütte (2.034 m), Gehzeit: 3 Std.
5. Tag: Schweinfurter Hütte – Bielefelder Hütte (2.112 m), Gehzeit: 8 Std.
6. Tag: Bielefelder Hütte – Dortmunder Hütte (1.949 m), Gehzeit: 4,25 Std.
7. Tag: Dortmunder Hütte – Sellrain Gehzeit: 8,5 Std.
 
Alle Informationen findet ihr auf alpenvereinatkiv oder in dem Flyer zur  Sellrainer Hüttenrunde (2017).pdf [10,3 MB] .

 

Tauernhöhenweg (Salzburg/Tirol/Kärnten)

Im größten Nationalpark der Alpen, in den Hohen Tauern, erwartet euch eine Vielzahl von Tourenmöglichkeiten. Geprägt ist der Nationalpark von einer beeindruckenden Flora und Fauna, mit etwas Glück sichtet ihr seltene Tiere, wie Steinadler und Bartgeier in freier Natur.

 

Auf dem Tauernhöhenweg von Ost nach West zeigt sich der Nationalpark von seiner schönsten Seite. Ob mächtige Gipfel und beeindruckende Gletscher der Ostalpen, ob tosende Wasserfälle oder romantische Bergseen – den Gästen zeigt sich hier die Vielfalt der Natur.

 

Wer Touren in den Hohen Tauern plant, sollte sich bewusst sein, dass es sich um hochalpines Gelände handelt: Gute Kondition, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sowie festes Schuhwerk sind bei den Touren unbedingt erforderlich. Für mögliche Varianten und Gipfeltouren sind Gletscher und Klettersteigausrüstung teilweise notwendig.

 

Mögliche Etappen:

 

1. Tag: Gmündner Alm (1.186 m) - Kattowitzer Hütte (2.319 m), Gehzeit: 3,5 Std.

2. Tag: Kattowitzer Hütte (2.319 m) - Osnabrücker Hütte (2.022 m), Gehzeit: 5,5 Std.

3. Tag: Osnabrücker Hütte (2.022 m) - Hannoverhaus (2.565 m), Gehzeit: 4,5 Std.

4. Tag: Hannoverhaus (2.565 m) - Hagener Hütte (2.446 m), Gehzeit: 8 Std.

5. Tag: Hagener Hütte (2.446 m) - Duisburger Hütte (2.572 m), Gehzeit: 5 Std.

6. Tag: Duisburger Hütte (2.572 m) - Innerfragant-Badmeister (1.188 m), Gehzeit: 3,5 Std.

 

Alle Informationen findet ihr auf alpenvereinaktiv oder im Flyer zum  Tauernhoehenweg (2014).pdf [6,8 MB] .

 

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Was Übernachtungsgäste auf einer Alpenvereinshütte benötigen, haben wir in einer Packempfehlung zusammengestellt.

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