logo-dav-116x55px

Hütten-Check-in

25.09.2018, 13:02 Uhr

Hütten-Guidelines für Einsteiger

Wo ist eigentlich die Rezeption, der Trockenraum und mein weiches Bett für die müden Glieder? Wer hat hier das Sagen und was ist eigentlich eine Schlafmarke?

 

Der Erstbesuch auf einer Berghütte mag für viele Einsteiger ungewohntes Terrain sein. Zum Glück gibt der Alpenverein in der Rubrik: „Mein erstes Mal auf einer Alpenvereinshütte“ nützliche Tipps für das Aufeinandertreffen mit den Wirtsleuten und eine Orientierungshilfe für die erste Übernachtung auf einer AV-Hütte.

 

Kapitel 3: Wie checke ich ein?

Was das Abenteuer Hüttenübernachtung viel einfacher für alle Beteiligten macht, ist eine frühzeitige Reservierung des gewünschten Schlafplatzes, z.B. über das Online Reservierungssytem der alpinen Verbände. Das sichere Bett im Hinterkopf kann man sich nach einem erfolgreichen Aufstieg auf der Terrasse oder im Gastraum niederlassen. Und sich dann noch gemütlich bei der ersten Getränkebestellung als neuer Gast beim Hüttenwirt anmelden.

Außerdem ist es laut Hüttenordnung Pflicht, dass sich jeder Gast in das Hüttenbuch einträgt. Dies liegt meistens im Eingangsbereich oder der Gaststube aus und ist sozusagen das Protokoll aller Bergsteiger, die sich in der Gegend befinden. Die Eintragung des Names sowie Start und Ziel der Tour dient auch der eigenen Sicherheit. So wissen die Bergretter im Notfall, wo und in welcher Richtung sie suchen müssen.

 

 

 

Ein Rezeptionsprozedere wie im Hotel gibt es in den meisten Fällen nicht. Vom Wirt oder seinen Mitarbeitern bekommt man nach der Anmeldung eine Schlafmarke, den Übernachtungsbeleg, ausgehändigt und sein Bett gezeigt. Bis spätestens 22 Uhr sollten sich hier wieder alle Gäste zur Hüttenruhe eingefunden haben.

 

Wichtige Info: die Schlafmarke (oder einen Kassenzettel, wenn der Hüttenwirt ein Kassensystem besitzt) ist ein relevantes Detail. Durch Vorlage dieses Beleges kann der Hüttengast seinen Anspruch auf die Gepäckversicherung nachweisen.

 

Neben Gast- und Schlafräumen ist ein weiterer Hotspot der Trocken- und Schuhraum. In der Hütte sollten die Bergschuhe gegen die Hüttenschuhe eingetauscht werden. Der Trockenraum ist für die Wiederaufbereitung der nassen Wanderausrüstung gedacht. Auch wenn die Trennung schwerfällt, die Bergsteiger-Ausrüstung muss auch hier gelassen werden.

 

Die Schutzhütten stellen ihren Strom und das heiße Wasser überwiegend selbst her. Darum ist absolute Sparsamkeit im Waschraum gefragt. Duschen sind zwar meist vorhanden, können aber nur kurz und – besonders wenn heißes Wasser gewünscht ist – gegen ein entsprechendes Entgelt benutzt werden.

 

Außerdem sollte der Gast nicht davon ausgehen, dass er sein Smartphone in der Hütte laden kann. In den meisten Fällen kann man es aufgrund der schlechten Verbindung in den Bergen sowieso nicht benutzen.

 

Auch die Müllabfuhr hat Probleme, die Hütten zu erreichen. Allen Müll, den der Gast selbst mitgebracht hat, muss er darum wieder mit ins Tal nehmen.

 

 

Weitere hilfreiche Tipps:

  • Selbst wenn dein Hund es bis zur Hütte schaffen würde, solltest du vorab mit dem Hüttenwirt abklären, ob und wo dieser übernachten kann. 
  • Zeche immer vor dem Schlafengehn bezahlen!
  • Beim Check-in nach den Essenszeiten und der Halbpension erkundigen. Aus organisatorischen Gründen ist in manchen Hütten am Abend kein à la carte Essen mehr möglich.
  • Den Rucksack am besten schon am Vorabend packen, so raschelt man nicht alle Bettnachbarn wach!
 

Quiz rund um die AV-Hütten

Mach mit bei unserem Hüttenquiz!

 

 

Was ist keine Funktion der Schlafmarke?

  • A: Damit finde ich mein Bett
  • B: Ist meine Eintrittskarte für den Schlafraum
  • C: Dient der Gepäckversicherung

 

Die Auflösung gibt es in Kapitel 4.

 

Auflösung Kapitel 2: keine Antwort ist richtig!

(Bücher, Spiele und Hausschuhe gibt es auf jeder Hütte. Daunenschlafsack zu dick und schwer!)

 

Light is right – die richtige Ausrüstung für die Hüttentour

Hütten-Guidelines für Einsteiger

Mehr erfahren

Bereit fürs erste Mal?

Hütten-Guidelines für Einsteiger

Mehr erfahren
Hütten-Guidelines für Einsteiger Meistens unbeholfen, manchmal ein Fiasko, aber immer besonders! Vorbereitung und Planung sind meistens die halbe Miete damit die Premiere zu einem unvergesslichen Erlebnis wird.   Wie läuft das überhaupt ab? Kann ich was falsch machen? Was passt am besten zu mir? Was muss ich Mitnehmen?   Der DAV gibt ab jetzt jede Woche Tipps und zeigt Tricks für das große Erlebnis, vom Aufstieg bis zum Frühstück – ein Handbuch für das erste Mal auf einer Alpenvereinshütte.