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Berg-Sehnsucht.

Nach einer langwierigen Covid-Infektion wird Lisa's Sehnsucht nach Natur, Freiheit und Gipfelglück immer größer. Wie die Berge ihr wieder Hoffnung gaben und halfen, das Hier und Jetzt zu genießen, erzählt Lisa Feigl in ihrem Draußen-Moment.

Freiheit, Leichtigkeit und Gipfelglück

Voller Vorfreude startete ich ins Jahr 2022. Wanderungen und Urlaube waren geplant. Die Hoffnung auf ein spannendes Jahr war groß. Und dann Ende Januar – der Covid-Infekt. An sich ein milder Verlauf, die Symptome sind jedoch geblieben oder wurden schlimmer. Erschöpfung, Belastungsintoleranz, Glieder- und Muskelschmerzen, kognitive Einschränkungen etc. Die Liste ist lang. Ich bin viel gelegen, konnte mich kaum bewegen und das Jahr schritt voran.

Erst ein Krankenhausaufenthalt in Bamberg Ende August hat gesundheitliche Besserung gebracht. Mittlerweile war die Sehnsucht nach Bergen, Abenteuer und Gipfelglück groß. An eine Wanderung jedoch kaum zu denken. Schon einfache Spaziergänge sind zu anstrengend. Für eine Reha bin ich in Bad Reichenhall gelandet. Die Hoffnung auf gesundheitliche Verbesserung zerplatzte schnell. Zu sehr wurde ich in eine "psychische Krankheit" gedrängt. Das einzige was mir Kraft gab: die Berge. Durch Seilbahn und Co war es für mich möglich, endlich wieder ein bisschen Gipfelglück zu spüren. Das Gefühl zu wissen, wofür man kämpft.


Mein Draußen-Moment ist ein Bild vom Kehlstein mit Blick zum Watzmann Massiv und Königssee. An sich keine besondere Wanderung vom Kehlsteinhaus zum Aussichtspunkt – für mich anstrengend genug. Und in diesem Moment, bei dieser Aussicht mit dem herrlichen Licht hatte ich ein Gefühl von Freiheit, Leichtigkeit und Gipfelglück – keine Krankheit, die den Moment dominiert. Einfach nur das Hier und Jetzt genießen.

 

Über die Autorin

Lisa Feigl ist 29 Jahre und kommt aus der Nähe von Schwandorf in der Oberpfalz. Sie arbeitet als Bauingenieurin für Tiefbau im Bereich Entwässerungsplanung. Von Klein auf bin ich gern in den Bergen unterwegs. In meiner Freizeit findet man mich ebendort, auf Reisen oder bei uns auf den Volksfesten. Kurz: ich war einfach gern auf Achse.

 

Aufgrund der Covid-Erkrankung und der bleibenden Symptome habe ich in allen Bereichen Einschränkungen. So dominieren die Fatigue und Glieder-/Muskelschmerzen meinen Alltag. Aufgrund der kognitiven Einschränkungen fallen mir Lesen, Rechnen oder auch das Texte verfassen sehr schwer.