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Neuwahlen im Bayerischen Kuratorium für alpine Sicherheit

14.06.2021, 13:19 Uhr

In seiner jährlichen Mitgliederversammlung wählte das Bayerische Kuratorium für alpine Sicherheit den Vorstand für die nächste Amtszeit von 2021 bis 2024. Außerdem stellten die Verantwortlichen verschiedene Projekte zur Unfallprävention vor, denn mit der wachsenden Anzahl an Bergsporttreibenden steigen auch die Unfallzahlen.

Bergsport beliebter denn je!

Immer mehr Menschen zieht es in die bayerischen Berge – viele suchen die Ruhe, die Erholung und das besondere Erlebnis.

„Dabei sind sie meistens gut ausgerüstet, bei unterschiedlichem Können und individueller Praxiserfahrung werden einzelne Situationen aber oftmals fehleingeschätzt“, so Stefan Winter, Leiter des Ressorts Sportentwicklung beim DAV, der wiederholt in den Vorstand des Kuratoriums berufen wurde und seinen Posten als 2. Vorsitzender zum Ende des Jahres an Tilman Brenner vom DSV übergibt.

Unterstrichen wird dies auch durch die coronabedingten Entwicklungen im Skitouren-Bereich, die stark wachsende Zahl der Bergwandernden und den Boom beim Klettersport. Auch Ausflüge mit dem (E-)Mountainbike gewinnen stark an Beliebtheit.

 

Projekte zur Unfallprävention

Im laufenden und vergangenen Jahr arbeitete das Kuratorium an diversen Projekten zur Unfallprävention.

 

Projekte:

  • Abstimmung Risikomanagement Lawinen: alle Alpinsportausbildenden Verbände in Deutschland arbeiten derzeit an der Konsolidierung ihres Lawinen-Risikomanagements. Das Ergebnis wird für alle Multiplikator*innen in Form des bekannten Faltblatts „Achtung Lawine“ zum kommenden Winter veröffentlicht. Weitere Produkte sollen folgen.
  • Alpine Rechtsgespräche 2021: die alpinen Rechtsgespräche finden als kleine Einladungsveranstaltung für alle Rechtsbeauftragten, Justiziar*innen und Alpinrechtsexpert*innen der Verbände am 14. Oktober 2021 in München statt.
  • Alpine Sicherheitsgespräche 2022: Das Kuratorium plant die alpinen Sicherheitsgespräche mit dem Schwerpunkt „Sicherheit beim alpinen Tourismus in Bayerns Bergen“ zu veranstalten.
  • Die Aktualisierung und Optimierung der SOS-EU-ALP-Notfall-APP wird durch eine Arbeitsgruppe weiter vorangetrieben.
 

Neuwahl Vorstand 2021 bis 2024

Turnusgemäß wurde der Vorstand neu gewählt. Das Ergebnis zeigt bekannte Persönlichkeiten aus der Szene:

 

  • Florian Abt, Bergwacht Bayern
  • RA Dr. Stefan Beulke, VDBS
  • Tilman Brenner, DSV
  • Wolfgang Pohl, DSLV
  • Prof. Dr. Veit Senner, TUM
  • Wolfgang Spindler
  • Helmut Weidel, Bay. Polizei
  • Stefan Winter, DAV

 

Verabschiedet wurden mit der Wahl zum Ehrenmitglied die beiden Gründungsmitglieder Norbert Höflacher und Peter Wiesent.

Zum neuen 2. Vorsitzenden wurde Tilman Brenner vom DSV gewählt (ab 01.01.2022).

Klaus Stöttner, MdL, wurde als 1. Vorsitzender bestätigt gewählt.

 

Alpine Unfall-Bilanz 2020

Alpinunfallstatistik des Österreichischen Kuratorium für alpine Sicherheit veröffentlicht

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Das Österreichische Kuratorium für alpine Sicherheit (ÖKAS) hat seine jährliche Alpinunfallstatistik veröffentlicht. 2020 sind insgesamt 261 Personen in den österreichischen Bergen umgekommen, 7466 wurden verletzt gerettet. Damit ging die Todeszahl im Zehnjahresmittel leicht nach unten, die Anzahl der Verletzten stieg im Vergleich zu 2019 um rund 500. Die Bergwacht Bayern verzeichnet ähnliche Ergebnisse. Auch hier ging die Zahl der tödlichen Unfälle erfreulicherweise leicht zurück, ausrücken musste die Bergwacht dennoch häufiger als in vergangenen Jahren. Auch der Einfluss der Corona-Pandemie ist deutlich zu spüren: In Bayern, Österreich, aber auch der Schweiz, waren die Unfallzahlen im März und April aufgrund des Lockdowns vergleichsweise niedrig. 

Alpine Sicherheitsgespräche 2020

Spannende Vorträge im Replay!

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„Bildung und Ausbildung im Berg- und Schneesport heute und morgen“: Unter diesem Motto fand am 22.10.2020 die zweite Auflage der Alpinen Sicherheitsgespräche des Bayerischen Kuratoriums für alpine Sicherheit statt. Rund 80 nationale und internationale Expertinnen und Experten aus dem Bergsport kamen virtuell zusammen, um sich über aktuelle Fragen rund um das Thema Alpine Sicherheit auszutauschen. Auf der Konferenz wurden zehn Vorträge aus den Bereichen Schneesportausbildung, Digitalisierung der Ausbildung und Lawinenprävention gehalten. In mehreren "Breakout-Sessions" diskutierten die Teilnehmenden in Kleingruppen über die Vorträge, ihre eigenen Erfahrungen und Herausforderungen. Bereits vor der Konferenz tauschten sich die Expertinnen und Experten darüber aus, wie sich die Corona-Pandemie auf ihre Organisationen in den Bereichen Wissensaustausch, Zusammenarbeit sowie Aus- und Weiterbildung auswirkt und inwiefern digitale Medien sie in ihrer Arbeit zukünftig unterstützen können. So konnten sie Erfahrungen und Herangehensweisen anderer Organisationen kennenlernen und Best Practices als Anreiz für die eigene Arbeit nutzen.   Alle Vorträge der Alpinen Sicherheitsgespräche finden Sie auf Vimeo.