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Test: Mammut Barryvox S

Software 2.0

Das neue High-End-Gerät von Mammut überzeugt durch sein Handling – sogar die Bedienung der vielen individuellen Einstellmöglichkeiten funktioniert problemlos.

Das Barryvox S ist der Nachfolger des „Puls“. Durch die vielen Einstell-Möglichkeiten kann das Gerät sowohl für den Profi-Einsatz als auch für den Gelegenheitsanwender eingerichtet werden. So ist z.B. das Gerät neben dem Axio von Arva das einzige, bei dem der Analogton als zusätzliche Informationsquelle für den Experten zugeschaltet werden kann. Andererseits verfügt es auch über eine geführte Feinsuche, die ungeübtere Retter unterstützt. Wenn man sich dafür entscheidet, die geführte Feinsuche zu aktivieren, dann ist kompromissloses Einhalten der Vorgaben des Geräts nötig! Andernfalls wird die Suche zu einer langwierigen Prozedur. Ein erfahrener Anwender kann ohne diese Führung deutlich schneller zum Ziel kommen! Unserem Eindruck nach ist das Gerät durch das mehr an Technik gegenüber Störungen sensibler als das alte „Puls“.

 

Signalsuche:

  • gemittelte Reichweiten: X-Koppellage - 49m; Y-Koppellage - 35m; Z-Koppellage - 22m

Die neuen Mammut-Geräte zählen bei der Reichweite zu den stärksten LVS-Geräten.

 

Grobsuche:

  • Annäherung an waagrechten Sender: sehr gut 
  • Annäherung an senkrechten Sender: gut

Bei der Grobsuche funktioniert das Barryvox S solide. Lediglich bei der Annäherung an den senkrechten Sender springt die Distanzanzeige von ca. 10 direkt in die Feinsuche, was einen schönen „Airport Approach“ erschwert und die Feinsuche negativ beeinflussen kann. Tipp: schon bei AW 20 etwas langsamer werden und ab AW 10 wirklich langsam arbeiten!

 

Feinsuche:

  • Arbeitsgeschwindigkeit: gut 
  • 0,8m Verschüttungstiefe: sehr gut
  • tiefe Verschüttung ohne geführte FS: sehr gut – mit geführter FS: gut

In der Feinsuche ist das Gerät eine Bank. Lediglich kleine Abstriche in der geführten Feinsuche bei tiefen Verschüttungen müssen hier gemacht werden.

 

Mehr-Personen-Verschüttung:

  • Erkennen der MPV: gut 
  • Markieren und Verfolgen ungeführt: sehr gut 
  • geführt: gut

Das Barryvox erkennt Mehrpersonenverschüttungen zuverlässiger als sein Vorgänger das „Puls“. Beim Markieren und Verfolgen funktioniert das Gerät insgesamt zielführend und stabil, solange man nicht zu schnell arbeitet. Im geführten Modus stieß das Gerät besonders bei zwei Sendern auf engem Raum an Grenzen.

 

Gruppencheckfunktion:

  • Gesamtbewertung: akzeptabel

Die Unterscheidbarkeit von Sendern beim Gruppencheck ist nicht optimal, da das Gerät keine Distanzwerte angibt und einen Mindestabstand einfordert. Deshalb: Beim Gruppencheck unbedingt 2 Meter Abstand zwischen den Sendern einhalten! Den Fehler einer Sendeperiode außerhalb der Norm erkennt das Gerät nicht.