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DAV-Sicherheitsforschung: LVS-Geräte-Test 2017/18

19.12.2017, 15:38 Uhr

Die Sicherheitsforschung des Deutschen Alpenvereins hat die Lawinenverschütteten-Suchgeräte (LVS) dieser Saison getestet.

Auf dem Markt der LVS-Geräte hat sich in den letzten Jahren nochmal einiges getan. Seit dem letzten Test der DAV-Sicherheitsforschung in 2013/14 kamen neue Geräte auf den Markt, andere wurden von den Herstellern aus dem Programm genommen oder mit mehr oder weniger umfangreichen Softwareupdates überarbeitet. Um herauszufinden, inwiefern sich die einzelnen Modelle unterscheiden und welche Vor- und Nachteile jedes einzelne Gerät für den Anwender bietet, hat die DAV Sicherheitsforschung die aktuellen LVS-Geräte getestet.

 

Von "Sehr gut" bis "Mangelhaft"

Das Vorgehen im Test und bei der Bewertung wird im Artikel Testkriterien genau erläutert. In der Übersichtstabelle sind die Geräte im Vergleich, nach verschiedenen Testkriterien, dargestellt. Jedes einzelne Kriterium wurde in fünf Klassen, von sehr gut über akzeptabel bis mangelhaft, bewertet. Bei den Geräte-Charakteristika finden sich detaillierte Informationen, Testergebnisse sowie Tipps für den Anwender zu den einzelnen Geräten. Die Tabelle zu den Technischen Details liefert eine Übersicht zu Spezialfunktionen und Gerätedaten.

Die Geräte wurden wie beim letzten Test sowohl hinsichtlich ihres Verhaltens in den Suchphasen (Signalsuche, Grobsuche, Feinsuche), als auch bezüglich ihrer Leistungsmerkmale bei einer Mehr-Personen-Verschüttung (MPV) überprüft. Die Punktortung – also das Sondieren nach der Feinsuche – wurde nicht überprüft, da diese Suchphase nicht das LVS-Gerät betrifft. Zum ersten Mal wurde bei diesem Test auch die Gruppencheckfunktion überprüft – eine Zusatzfunktion die mittlerweile fast alle Geräte besitzen und die vor allem für Gruppenleiter und Bergführer Vorteile bietet. Sowohl die Auswahl der Testszenarien als auch die Bewertungen sind mit dem Fokus einer objektiven aber praxisnahen Perspektive gewählt. Spezialfunktionen, die nur einzelne Hersteller bieten, werden daher nur im Test-Ergebnis dargestellt, wenn sie sich direkt auf den regulären Suchvorgang auswirken.

 

Standard: Drei-Antennen-Technologie

Alle Modelle im Test arbeiten mit Drei-Antennen-Technologie. Sie ist ganz klar als Stand der Technik anzusehen. Die meisten der aktuellen LVS-Geräte sind zudem updatefähig und können mit Softwareupdates weiterentwickelt werden. Dies war auch bei vielen Vorgängermodellen schon der Fall. Es lohnt sich, sein Gerät auf die Aktualität der Software hin zu überprüfen und diese gegebenenfalls updaten zu lassen.

Schon seit Langem bieten die meisten Hersteller neben ihrem „Top-Gerät“ ein oder zwei günstigere, „abgespeckte“ Versionen an. Diese Geräte haben in der Regel weniger Spezialfunktionen oder eingeschränktere Möglichkeiten bei der individuellen Anpassung (Akustik, Anzeige, etc.). Diese Geräte richten sich insbesondere an den Gelegenheitswintersportler der nicht so viel Geld ausgeben will oder der nicht die nötige Übungsroutine aufbringen kann, um mit den Zusatzfunktionen der Top-Geräte auch im Ernstfall souverän umgehen zu können.

 

Trotz aller technischen Raffinessen muss klar sein: Jedes Gerät ist nur so gut wie sein Benutzer!