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Klettern, eine Extremsportart?

Früher wagten sich wenige Kletter*innen an die Wand. Mittlerweile hat sich Klettern als Breitensport etabliert. Allein in Deutschland gibt es über 350 Kletterhallen und auch die Kletterfelsen in der Natur erfreuen sich großer Beliebtheit, ein Ende des Booms ist nicht in Sicht. Doch wie gefährlich und folglich risikobehaftet ist dieser Sport in heutigen Zeiten noch ?


Letztens lernte ich Lars kenne, auf seine Frage „Und, was machst Du so?“ antwortete ich: „Klettern natürlich!“

 

Ein erschrockener Blick von Lars: „Ist das nicht gefährlich?“.

 

Ich als moderne Sportkletterin verneine dann, lächel milde, schüttel den Kopf und sage: „Das war es früher mal, als man wirklich nicht stürzen durfte.“

 

Ganz beruhigt ist Lars jedoch noch nicht, er überlegt und fragt dann etwas vorsichtig: „Aber war da nicht neulich erst ein Kletterunfall in den Nachrichten?“

 

Gefahren beim Klettern

Wie ist das mit diesen Unfällen, von denen man doch immer wieder mal hört?

Moderne Kletterausrüstung ermöglicht eine sichere Ausübung dieses beliebten Sportes. Jedoch nur, solange alles richtig gemacht wird!

Auch wenn es heut zu Tage Seile und Expressschlingen gibt, die fast alles aushalten und zahlreiche halbautomatische Sicherungsgeräte Blockierunterstützung bieten, so gibt es immer noch viele Möglichkeiten Fehler zu machen.

Da man sich beim Klettern in Absturzgelände bewegt, können auch schon kleine Fehler fatale Folgen haben - und Menschen machen Fehler!

 

Wie kann das Risiko minimiert werden?

Unfälle aufgrund von menschlichem Fehlverhalten wie z.B. falsch oder unvollständig geknüpfte Knoten, Fehler bei der Sicherungstechnik, Unaufmerksamkeit beim Sichern etc. können durch ständige Aufmerksamkeit, gute Ausbildung, jede Menge Übung und gegenseitige Kontrolle, „Partnercheck!“ vermieden werden.

Wer sich jetzt denkt „ich bin ja nicht blöd und mach meinen Knoten falsch“, dem sei gesagt, dass es keine Statistik gibt, die darauf hinweist, dass besonders dumme Menschen häufiger verunglücken. Die meisten Unfälle sind auf Leichtfertigkeit oder „Blackouts“ zurückzuführen.

Auf den folgenden Seiten finden sich interessante, sicherheitsrelevante Themen rund um’s Klettern, die dabei helfen sollen eigenverantwortlich, situationsspezifisch und risikobewusst handeln zu können.

 

Abseilen: Das richtige Setup

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Im vergangenen Jahr ereigneten sich bei Kursen von DAV-Sektionen zwei Abseilunfälle. Die DAV-Sicherheitsforschung hat die beiden Unfälle analysiert und weitergehende Unter­ suchungen durchgeführt. Christoph Hummel schildert die Erkenntnisse zu Aufhängung, Hintersicherung und Belastungstest. Illustrationen: Georg Sojer Beim Abseilen spielen viele Faktoren zusammen: vor allem Körpergewicht und Handkraft der abseilenden Person, Materialeigenschaften von Seil und Hintersicherung (Durchmesser, Steifigkeit, Rauigkeit) sowie Geometrie und Abnutzungszustand des Abseilgeräts. Weitere Faktoren wie Feuchtigkeit oder Temperatur, die sich schnell verändern können, beeinflussen den Abseilvorgang direkt. Dieser Artikel ist keine Anleitung zum richtigen Abseilen. Er richtet sich an alle, die bereits selbstständig abseilen, und an Menschen, die Kurse dazu anbieten.     

So geht das: Sportkletterstürze richtig halten!

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Dank zunehmender Verbreitung von Halbautomaten ist es leichter geworden, Stürze beim Sportklettern „sicher“ zu halten. Nun heißt es daran arbeiten, dass sie auch angemessen „weich“ gebremst werden. Eine Aufgabe für den Sichernden, aber auch für den Stürzenden. hr.first-paragraph-separator { display: none !important; }  

Sicher Klettern: Video-Tutorials

Sicherungsgeräte und -techniken

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