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Bergunfälle: weniger Tote und Verletzte in Österreich

15.01.2019, 14:56 Uhr

Im Jahr 2018 sind in den österreichischen Alpen 268 Menschen tödlich verunglückt. So lautet das Ergebnis der Alpinunfallstatistik des Österreichischen Kuratoriums für Alpine Sicherheit und der Alpinpolizei BM.I.

Im Jahr 2018 sind damit 22 Menschen weniger als im Vorjahr verunglückt. Die aktuelle Zahl liegt auch unter dem langjährigen Durchschnitt von 292.

Unter den verunglückten sind überdurchschnittlich viele Männer. Im Jahr 2018 starben österreichweit 38 Frauen am Berg und 230 Männer.

Auch die Zahl der Verletzten ging zurück. Die Unfalldatenbank verzeichnet 7230 Verletzten in 2018 und damit 777 weniger als im Vorjahr. Der langjährige Durchschnitt liegt bei 7356.

Auffallend ist der hohe Anteil von unverletzten Personen, die aus Notsituationen gerettet werden mussten. Fast ein Drittel der Notrufe wurden in 2018 von Personen abgesetzt, die sich in einer misslichen oder bedrohlichen Lage befinden.

 

Wanderer und Bergsteiger besonders gefährdet?

Betrachtet man die einzelnen Bergsportdisziplinen, so zeigt sich, dass unter den verunglückten Personen an erster Stelle Wanderer und Bergsteiger zu finden sind (35%). Auf dem zweiten Platz sind Skifahrer auf Skipisten und Skirouten (13%). Knapp ein Drittel der tödlich verunglückten Personen stirbt nicht beim Bergsport, sondern bei der Jagd oder Forstarbeiten.

 

Häufigste Todesurache: Herz-Kreislaufversagen

Stolpern, (Ab-) Stürzen und Ausrutschen ist die zweithäufigste Todesursache im Gebirge. Am meisten Menschen starben in 2018 an Herz-Kreislaufversagen (22%). So erklärt sich auch die proportional höhere Anzahl an älteren Verstorbenen (siehe Grafik). Im vergangenen Jahr registrierte die Alpinpolizei 95 Lawinenunfälle. Bei 15 Personen ging der Unfall tödlich aus.

Die Entwicklung sei zwar erfreulich, doch „jeder Todesfall ist einer zu viel“, betont Karl Gabl, Präsident des Österreichischen Kuratoriums für Alpine Sicherheit. Die Zahlen zeigen, wie wichtig Präventionsarbeit im Bergsport weiterhin ist.