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Alpinunfälle in Österreich 2019

20.01.2020, 09:48 Uhr

Die österreichische Bergunfallstatistik zeigt, dass 2019 die Zahl der Verletzten und Toten im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist. Gestiegen ist auch die Häufigkeit der Notrufe von Unverletzten.

Mehr tot, verletzt und unverletzt Geborgene

Das Österreichischen Kuratorium für Alpine Sicherheit und die Alpinpolizei haben die Alpinunfallstatistik für das Jahr 2019 veröffentlicht. Zwischen dem 1. Januar und 31. Dezember 2019 starben demnach 304 Menschen in Österreichs Bergen.

 

Auch 2019 hat sich gezeigt: der Tod am Berg ist männlich. Landesweit starben 46 Frauen (15 Prozent) und 258 Männer (85 Prozent). Diese Tendenz lässt sich auch in der langjährigen Alpinstatistik ablesen.

 

Verglichen mit den Vorjahren ist die Zahl der Toten gestiegen. Das Zehnjahresmittel liegt bei 295 Toten pro Jahr; 2018 war die Zahl auf ein langjähriges Tief von 271 Toten gesunken.

 

Die meisten Menschen starben 2019 beim Wandern und Bergsteigen (107 Tote), gefolgt von tödlichen Unfällen bei Forstarbeiten und ähnlichem (27 Tote) sowie auf Skitour (26 Tote). Leicht gestiegen ist auch die Zahl der verletzt geborgenen Personen am Berg.

 

Signifikant zugenommen hat die Zahl der Notrufe von Menschen, die unverletzt waren, sich aber in misslichen Lagen befanden. Sie hatten oft sogenannte Blockierungen – waren also mit den Begebenheiten einer Tour und den Verhältnissen überfordert, haben sich selbst überschätzt und sind so in eine alpine Notlage geraten.

 

Mit Blick auf die Bundesländer sind die mit Abstand meisten Alpintoten in Tirol zu beklagen (102 Tote), gefolgt von Salzburg (51 Tote) und der Steiermark (43 Tote). Schaut man wiederum auf die Herkunft der Unfalltoten, so stammen 59 Prozent (178 Tote) aus Österreich. Gefolgt von Deutschland, woher fast jeder Dritte stammt (28 Prozent bzw. 85 Tote).

 

Die vom Österreichischen Kuratorium für Alpine Sicherheit gemeinsam mit der österreichischen Alpinpolizei geführte Alpinunfalldatenbank ist bezüglich ihres Umfangs und ihrer Qualität wohl einzigartig im Alpenraum. Die vollständige Statistik kann beim Österreichischen Kuratorium für Alpine Sicherheit heruntergeladen werden.