Auftauender Permafrost, vermehrter Steinschlag, frühe Ausaperung, instabile Felsbereiche, veränderte Gletscherverhältnisse, Zunahme von Spalten, große Hitze: Die Alpen verändern sich stetig und unter den aktuellen Bedingungen in einem hohen Ausmaß und besonders schnell. Die Stabilität des Gebirges gerät ins Wanken und gerade im hochalpinen Gelände werden beispielsweise Touren deutlich schwieriger, riskanter oder zeitweise gar nicht verantwortbar. Eine alarmierende Prognose und ein historischer Einschnitt: Die Pasterze schmilzt und wird wahrscheinlich noch in diesem Sommer ihren Titel als größter Gletscher Österreichs verlieren.
Das ist nicht nur eine bloße Verschiebung in der Statistik, sondern ein Paradebeispiel für die oben genannten Phänomene. Genau diesen Entwicklungen widmet sich die Sonderausstellung Zukunft Alpen. Die Klimaerwärmung im Alpinen Museum. Anhand von wissenschaftlichen Erkenntnissen, persönlichen Geschichten, eindrucksvollen Bildern und Zukunftsszenarien zeigt sie, wie sich die Alpen bereits heute verändern und welche Entscheidungen über ihre Zukunft getroffen werden müssen. Dabei geht es nicht nur um das, was verloren geht, sondern auch um die Frage, wie wir den Alpenraum von morgen gestalten wollen. Wer hinter die Schlagzeilen zum Gletscherschwund blicken und die Folgen der Klimaerwärmung für den Alpenraum besser verstehen möchte, findet in der Ausstellung viele Antworten und neue Perspektiven. Die Ausstellung ist noch bis 8. November 2026 im Alpinen Museum auf der Praterinsel in München zu sehen.