Eine Übersichtskarte mit verschiedenen Projekt-Pins in ganz Deutschland
DAV-Klimaschutzprojekte, die inspirieren: im Sommer 2026 sind schon mehr als 60 Ideen dabei. Karte: DAV
Klimaschutzprojekte des DAV

Best Practices zum Nachmachen

Klimaschutz ist fester Bestandteil vieler DAV-Sektionen. Mehr als 60 Projekte sind bereits in der Karte für Klimaschutzprojekte im DAV zu finden.

Bergsport und Klimaschutz gehen beim DAV Hand in Hand. Möchte man erfahren, was genau die Mitglieder des Vereins unternehmen, um möglichst wenig Emissionen zu verursachen, kann man eine Vielzahl von Ansätzen auf der Karte für Klimaschutzprojekte im DAV finden. Mehr als 60 Initiativen sind inzwischen in der Karte aufgenommen.

Viele davon setzen bei Fragen der Mobilität an: Nachweislich verursacht die Anreise durchschnittlich die meisten Treibhausgase im Bergsport. Um sie zu reduzieren, hat beispielsweise die Sektion Augsburg einen Bergbus initiiert, der beliebte Tourenregionen ansteuert. Für den Kletterguide „Ecopoint Frankenjura“ wiederum haben Ehrenamtliche verschiedener Sektionen neben Topos auch Anreisemöglichkeiten per Bike, Bus und Bahn zusammengetragen. Weitere Projekte reichen vom sektionseigenen Lastenrad in Tübingen bis zum kompletten Verzicht auf Flugreisen im Tourenprogramm der Sektion Bielefeld.

Andere Projekte beschäftigen sich mit Fragen der Infrastruktur, der Verpflegung oder dem Konsum: So reichen die energiesparenden Ansätze vom bedarfsgerechten Heizen über LED-Leuchten bis hin zu Photovoltaikanlagen. Immer häufiger wird auf fleischfreie Angebote umgestiegen, wie beispielsweise in der Sektion Erlangen oder Neu-Ulm. Wiederum andere Projekte hinterfragen den Konsum, so hat die Sektion Hamburg und Niederelbe einen offenen Upcycling-Treff ins Leben gerufen, der zwei Mal im Monat stattfindet.

Einfach inspiriert werden und selbst mitmachen – so geht’s

Wer mehr über diese und andere Klimaschutzideen erfahren möchte, schaut sich auf der Projektkarte des DAV um.

Und wer in der eigenen Sektion bereits ein Klimaschutzprojekt umgesetzt hat, kann es auf der Best-Practice-Seite des DAV einreichen, damit es auf der Projektkarte dargestellt werden kann.

Hintergrund

2021 hat sich der DAV entschlossen, bis 2030 klimaneutral zu werden – und zwar by fair means: Er verfolgt dabei das Grundprinzip „Vermeiden vor Reduzieren vor Kompensieren“, um grundsätzlich möglichst wenig Emissionen zu verursachen. Ein wichtiges Instrument dafür, Klimaneutralität zu erreichen ist die verbandsweite Emissionsbilanzierung, die seit 2022 jährlich veröffentlicht wird. Von der Anreise zu Veranstaltungen, über die Verpflegung auf Hütten und in Kletterhallen bis hin zu bezogenen Dienstleistungen wie Gebäudepflege oder Serverleistungen nimmt der DAV dafür seine Emissionen ganz genau unter die Lupe.

Mit Hilfe der Bilanzierung lässt sich überhaupt erst systematisch erkennen, wo die Emissionen entstehen; sie dient somit als Basis für konsequente und effektive Klimaschutzmaßnahmen in allen Organisationsbereichen – von Mobilität und Infrastruktur, über Verpflegung und Kommunikation, bis hin zu Umweltbildung und Finanzen.