Martina Demmel in Chamonix 2025
Martina Demmel in Chamonix 2025 Jan Virt/ IFSC
Der internationale Saisonstart steht an

Die World Climbing Series 2026!

Mit den ersten Wettkämpfen der World Climbing Series in China steht die internationale Saison in den Startlöchern. Während die Europäische Serie und die Jugendevents bereits laufen, wird es für die Weltspitze Anfang Mai ernst. Was ist neu? Welche Talente beschickt der DAV? Was bedeutet die Saison für das deutsche Team?

Am 1. Mai startet die Weltcupsaison 2026! In Keqiao, China geht es analog zu den letzten Jahren mit der Disziplin Bouldern in die internationale Saison 2026.

Doch im Vergleich zu 2025 ist vieles neu. Der Weltverband heißt nicht mehr IFSC wie in den letzten Jahren, sondern ist unter dem Namen World Climbing zu finden. Auch die Weltcups haben einen neuen Anstrich. Analog zum Verband wird jetzt von der World Climbing Series gesprochen. Kompliziert wird es allerdings bei den Jugendevents. Aus dem Youth Cup ist die World Climbing European Youth Series geworden und aus der Jugend EM die World Climbing Europe Youth Series. Nach ein bisschen Denksport was hinter dem Namen steckt, ist jedoch inhaltlich vieles gleich geblieben.

Elias Arriagada Krüger beim IFSC World Cup in Prague 2025 Lena Drapella/IFSC

Neuer Kader 2026

Im Einklang mit den Kaderkriterien wurde der Nationalkader 2026 an die Ergebnisse und Leistungen der Saison 2025 angepasst.

Der vollständige Nationalkader für 2026 findet sich hier.

Der Nationalkader 2026 Nils Lang © 2025

Start der World Climbig Series im Bouldern

Auch der DAV hat seine Ergebnisse für das Weltcup-Nominierungsranking 2026 im Bouldern errechnet. Theoretisch stehen damit die Starter*innen für die Boulder World Series auf Papier. Im letzten Jahr haben sich die Athlet*innen 4 Startplätze bei den Damen und 5 Startplätze bei den Herren für die Weltcupsaison 2026 erarbeitet! Bedeutet konkret, maximal 5 Herren und 4 Damen dürfen auf jedem Boulder WC starten.

Neben allgemeinen Aspekten, die zu Veränderungen in der Nominierung führen können, ist einer der Plätze geblockt für strategische Nominierungen, welche beispielsweise für starke Nachwuchsathlet*innen oder starke Leistungen in Training und Wettkämpfen Anwendung finden kann.

Das Ranking 2026 bildet einen Teil der Nominierung für die Boulder WCs und setzt sich zusammen aus den zwei besten Ergebnissen aus dem Nominierungswettkampf in München, der Deutschen Meisterschaft im Bouldern und dem disziplinspezifischen World Ranking aus 2025.

Boulder Nominierungsranking 2026

Ranking der Damen:

  1. Platz: Anna Apel

  2. Platz: Lucia Dörffel

  3. Platz: Hannah Meul

  4. Platz: Paula Mayer-Vorfelder

  5. Platz: Afra Hönig

  6. Platz: Anna Lechner

  7. Platz: Florence Grünewald

  8. Platz: Alisa Strigo

  9. Platz: Roxana Wienand

Ranking der Herren:

  1. Platz: Thorben Perry Bloem

  2. Platz: Elias Arriagada Krüger

  3. Platz: Lucas Trandafir

  4. Platz: Lasse v. Freier

  5. Platz: Finn Altemöller

  6. Platz: Tim Würthner

  7. Platz: Emil Zimmermann

  8. Jonathan Papadopolus

  9. Platz: Timo Ossig

  10. Platz Mattis Eisenkolb

  11. ....

Das komplette Ranking inklusive Infos zu den Nominierungswettkämpfen und Lehrgangsinfos gibt es hier.

Ob die Athlet*innen jedoch auf den ersten Weltcups der Saison starten, obliegt weiterhin deren verletzungsfreien Vorbereitung und der Voraussetzung, dass die Athlet*innen ihre Nominierung annehmen.

Sebastian Halenke im Lead Weltcup 2025 Nakajima Kazushige/IFSC

Start der World Climbing Series im Lead

Auch im Lead geht es Anfang Mai in die internationale Saison. Am 8. Mai steht hier die World Climbing Series Lead in Wujiang in China auf dem Programm. In der Saison 2025 haben die deutschen Athlet*innen 4 Quotenplätze bei den Herren und 3 Quotenplätze bei den Damen für sich erarbeitet.

Ähnlich zum Bouldern gibt es auch im Lead ein Nominierungsranking. Dieses berechnet sich aus den zwei besten Ergebnissen des World Rankings 2025 und den zwei Nominierungswettkämpfen.

Lead Nominierungsranking 2026

Ranking der Damen:

  1. Platz: Annika Müller

  2. Anna Apel

  3. Roxana Wienand

  4. Martina Demmel

  5. Ronja Witt

  6. Mia Guttenberger

  7. Pia Neumaier

  8. Filipa Knoll

  9. Clara Marie Nagel

Ranking der Herren:

  1. Platz: Sebastian Halenke

  2. Yannick Flohé

  3. Yannick Nagel

  4. Otto Reiter

  5. Alex Megos

  6. Max Dinger

  7. Philipp Martin

  8. Finn Altemöller

  9. Luca Nündel

  10. Philipp Goethert

  11. ...

Das komplette Ranking inklusive Infos zu den Nominierungswettkämpfen und Lehrgangsinfos gibt es hier.

Doch auch hier bleibt abzuwarten, welche Athlet*innen die Nominierung für den ersten Lead Weltcup annehmen, wer gesundheitlich und trainingstechnisch fit ist und am Ende wirklich an den Start geht.

Leander Carmanns sichert sich die Bronze Medaille im Speed 2025. Caleb Timmermann/IFSC

Start der World Climbing Series im Speed

Wujiang läutet nicht nur den Start der Lead-, sondern auch der Speed-Saison ein. Am 10. Mai startet auch hier die World Climbing Series! Mit vier Plätzen bei den Herren und zwei bei den Damen haben sich hier die Herren 2025 zwei zusätzliche Plätze erlaufen.

Im Speed richtet sich das Ranking nach festen Zeiten, die unter Berücksichtigung des Jahrgangs erlaufen werden müssen.

Speed Nominierung 2026

Zum jetzigen Zeitpunkt haben folgende Athlet*innen die Nominierungszeiten erreicht.

Herren:

  • Leander Carmanns

  • Sebastian Lucke

  • Andrin Zedler

  • Aodhan Umlauf

Damen:

  • Mina Schultz

Sollten die Kriterien von mehr Athlet*innen erfüllt worden sein, als Quotenplätze zur Verfügung stehen, erfolgt die Nominierung gemäß der „aktuellen Bestenliste“ (Stichtag gem. Nominierungszeitpunkt).

Alle Ergebnisse und Infos zu den Speed Nominierungen und Finanzierungen finden sich hier.

Jedoch muss auch hier die Nominierung angenommen werden und die gesundheitlichen Voraussetzungen müssen erfüllt sein.

Was bedeutet die Saison 2026?

2026 ist das Jahr vor der Olympiaqualifikation. Als Einzelevents dürften für die europäischen Athlet*innen die Europameisterschaft und die Einzelevents der World Climbing Series die Highlights der Saison werden.
Aus strategischer Sicht ist das Jahr vor Olympia jedoch bereits bedeutsam für den DAV. Umso mehr Athlet*innen 2026 in die Top 40 des disziplinspezifischen World Rankings klettern, desto mehr Startplätze kann der DAV 2027 generieren. Ein Blick in die Quoten diesen Jahres zeigt bereits, dass Länder wie Japan und Frankreich mit 6 Plätzen je Geschlecht und Disziplin (Lead & Bouldern) hier bereits eine ähnliche Strategie verfolgen mit hoher Leistungsdichte.

In 2027, dem ersten Jahr der Olympia Qualifikation, bedeuten mehr generierte Startplätze eine höhere Chance eigene Athlet*innen in die Top Platzierungen zu bekommen, gleichzeitig ist die Konkurrenz geringer. Gleiches gilt für das Jahr 2028.

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