Finale: spektakuläre Routen und feiernde Sieger*innen
Auch im Finale blieb die Stimmung in Kempten richtig stark. Die Temperaturen waren inzwischen etwas angenehmer, und der Routenbau hatte – wie angekündigt – noch einmal nachgelegt: Die Finalrouten waren spektakulärer an die Wand geschraubt und forderten den Athlet*innen alles ab.
Sportlich sorgte das für genau die Selektion, die man sich für ein Finale wünscht: Die Athlet*innen kletterten bis an unterschiedliche Highpoints, sodass die Entscheidungen nachvollziehbar und spannend blieben. Gleichzeitig blieb der Support am Wandfuß groß – mit viel Applaus, Anfeuerung und sichtbarem Zusammenhalt in der Szene.
Bundestrainer Christoph Reichert zog entsprechend ein sehr positives Fazit: „Das war eine super Veranstaltung: organisatorisch hervorragend, der Routenbau war top, alles lief reibungslos. Auch die Leistungen waren stark – sowohl von unseren Kaderathlet*innen als auch von den Neuen, die hier zum ersten Mal am Start waren. Man merkt, dass die Szene wächst: So viele Klassifizierungen wie diesmal hatten wir bisher noch nicht. Das Leistungsniveau steigt, vorne wird es immer enger.“
Diese Athletinnen und Athleten dürfen sich über die Deutschen Meistertitel freuen:
Bei den Frauen
Charlotte Faist (RP1w, DAV Ulm/Neu-Ulm)
Elena Wopkes (RP2w, DAV Erlangen)
Laura Nesciobelli (RP3, DAV München-Oberland)
Carolin Heberle (AU3w, DAV Allgäu-Kempten)
Bei den Männern
Korbinian Franck (RP1m, DAV Kampenwand)
Philipp Hrozek (RP2m, DAV München-Oberland)
Aldrik Bethke (AU3m, DAV Oldenburg)
Das war die Qualifikation: starke Stimmung, starke Routen
Bei bestem Frühlingswetter ist die zweite offene Deutsche Meisterschaft im Paraclimbing in Kempten gestartet. Blauer Himmel, Sonne und rund 24 Grad sorgten fast schon für Vorsommerstimmung – an der Wand ließ es sich trotzdem gut klettern, denn sie lag über weite Teile im Schatten.
Schon in der Qualifikation war zu spüren, was diesen Wettkampf besonders macht: Die Stimmung im Feld der Startenden ist außergewöhnlich gut, der Zusammenhalt groß. Viele Athlet*innen kennen und unterstützen sich gegenseitig – teils sogar ganz konkret im Wettkampf, wenn zum Beispiel Starter*innen zusätzlich als Guides für Athlet*innen der blinden Startklassen im Einsatz sind.
Sportlich bot die Qualifikation anspruchsvolle und zugleich sehr ausgewogene Routen. Eine besondere Herausforderung im Paraclimbing: Athlet*innen mit unterschiedlichen Voraussetzungen klettern teilweise auf denselben Linien. Dafür braucht es im Routenbau viel Fingerspitzengefühl – und genau das ist in Kempten gelungen. In einigen Wertungsklassen wurde zudem gemeinsam geklettert, um möglichst gute und faire Wettkampfbedingungen zu schaffen.
Routesetter Luis Beitl zog nach der Qualifikation ein positives Zwischenfazit: „Aus dem inklusiven Gedanken heraus ist es bisher gut aufgegangen. Alle kamen zum Klettern und es war trotzdem anspruchsvoll – auch für die Besten der Besten. Im Finale haben wir uns nochmal voll ausgetobt. Wir dürfen uns auf pompösere Routen mit anspruchsvollen Wettkampfelementen und spannenden Sequenzen freuen.“
Allgemeine Infos
Die Deutsche Meisterschaft im Paraklettern wird 2026 zum zweiten Mal in Deutschland ausgetragen. Eine wichtige und starke Entwicklung für den Sport. Mit der Aufnahme in die Paralympics bekommt der Sport auch hier langsam vermehrte Aufmerksamkeit. Bei der Deutschen Meisterschaft in Kempten dürfen wir uns jedoch im Gegensatz zu den Paralympics auf alle Startklassen freuen!
Zusammen mit den Athlet*innen angrenzender Nationen ist die Deutsche Meisterschaft im swoboda alpin nicht nur von nationaler Bedeutung, sondern auch für die kontinentale Szene eine gute Möglichkeit für den Leistungsvergleich vor den ersten offiziellen Weltcups der Saison!
Zeitplan:
Samstag, 02.05.
Hallenöffnung: 08:00 Uhr
Qualifikation Route I: 10:00 Uhr
Qualifikation Route II: 13:00 Uhr
Finale: 18:00 Uhr
Siegerehrung: im Anschluss
Der Zeitplan ist vorläufig und kann angepasst werden. Den aktuellsten Zeitplan gibt es hier: DAV Result Service
Zuschauer*innen und Live Stream
Solange Plätze verfügbar sind, ist der Eintritt für alle Zuschauer*innen frei zugänglich!
Für Interessierte, die nicht vor Ort sein können, wird das Event von der Qualifikation bis zum Finale live übertragen!