Sind Menschen im Gebirge zu ungünstigen Zeitpunkten an „gefährlichen“ Orten, dann bergen Lawinen die Gefahr, verschüttet zu werden und zu ersticken, und Steinschlag birgt die Gefahr, getroffen und erschlagen zu werden. Diese zwei beispielhaften Szenarien werden „objektive alpine Gefahren“ genannt. Im Gegensatz dazu stehen die subjektiven, menschengemachten alpinen Gefahren, wie die Orientierung zu verlieren und sich zu verlaufen oder falsch zu sichern und abzustürzen. Realisiert sich eine Gefahr, geschieht entweder ein plötzlicher Alpinunfall (mit Gesundheitsschaden) oder es tritt eine alpine Notlage (ohne Verletzungsfolge) ein.
In Folge eines Unfalls oder einer Notlage entsteht zumeist ein Schaden, der vom psychischen Stress durch Blockierung über einen einfachen Knochenbruch bis zum Tod reichen kann. Bergsportler*innen wollen das unbedingt vermeiden, treffen Sicherheitsvorkehrungen und fragen sich vor einer Bergtour, wie gefährlich es ist, was sie vorhaben. Die landläufige Frage nach der Gefährlichkeit ist vermutlich der Wunsch, wissen zu wollen, wie wahrscheinlich es ist, dass einem etwas zustößt; denn die Gefahren – und die damit verbundenen möglichen Schäden – sind meistens hinlänglich bekannt. Doch im Grunde müsste die Frage lauten: Wie hoch ist das Risiko der geplanten Bergtour? Um zu einer Risikoaussage zu kommen, müsste man Gefahren (Schadenspotenzial) und Eintrittswahrscheinlichkeit kombinieren.
Aussagen über die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Alpinunfalls oder einer Notlage sind jedoch sehr schwer zu treffen; dafür müsste bekannt sein, noch ganz rudimentär gedacht, wie oft in einem bestimmten Zeitraum – zum Beispiel in einem Jahr – Unfälle oder Notlagen im Gebirge eintreten, wie viele Menschen sich in diesem Zeitraum zu wie vielen Stunden den objektiven und subjektiven alpinen Gefahren aussetzen, und dann müsste man diese beiden Parameter in Relation setzen. Der Parameter Expositionszeit ist im Gebirge aber schwer bis unmöglich zu erheben, denn niemand weiß, wie viele Menschen genau wann und auf welchen Routen unterwegs sind. So kann die Antwort auf die Frage nach der Gefährlichkeit oder dem Risiko des Wanderns, Kletterns und Bergsteigens nur vage und indifferent ausfallen.
Dennoch: Wenn man die relative Anzahl an Unfällen oder Notlagen zusammen mit der Schwere oder zumindest der Anzahl der Schäden betrachten würde, dann erhielte man eine grobe Aussage über das Risiko einer bestimmten Tätigkeit. Formelhaft wird demnach Risiko als das Produkt von Schadensausmaß mal Eintrittswahrscheinlichkeit definiert.
Formel zur Risikoberechnung
G x K - M = R
G ist dabei die Gefahr, in einem bestimmten Hang eine Lawine auszulösen: die Auslösewahrscheinlichkeit.
K sind die Konsequenzen, die ein Lawinenabgang für betroffene Personen hat.
M steht für die Maßnahmen zur Reduktion von Auslösewahrscheinlichkeit und/oder Konsequenzen.
R ist das resultierende Risiko.
Ob eine Aktivität als gering oder hoch risikobehaftet betrachtet wird, ist darüber hinaus abhängig vom akzeptierten Risiko der Gesellschaft, der Szene und dem sogenannten individuellen „Risikoappetit“ – dem Risikobedürfnis der Person selbst.
Der Umgang mit diesem Risiko wird vor allem in der Arbeitswelt, aber seit Jahren auch zunehmend im Breiten- und Freizeitsport, als Risikomanagement bezeichnet; auch im Bergsport ist das üblich, wenngleich dabei besondere Schwierigkeiten auftreten.
Beim Bergsport liegen wie beschrieben zu wenig differenzierte Daten über die Art und Schwere der Verletzungen vor und auch die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Unfalls oder einer Notlage ist schwer zu bestimmen. Zudem würde letztere nur die mittlere Häufigkeit beziffern, was auch bedeutet, dass jede*r sofort von der Realisierung einer Gefahr betroffen sein könnten, und so quasi als Extremwert in die Statistik eingehen würden.
Risikoaussagen über den Bergsport sind also in dem Bewusstsein aufzunehmen, dass sie einer erheblichen Ungenauigkeit unterliegen. Deshalb müsste man eher von Unsicherheit als von Risiko sprechen. Zudem stellt sich die Frage, ob ein übersteigerter Fokus auf das Risiko einer Bergsportdisziplin nicht vom Wesentlichen ablenkt, nämlich der Frage, wie kommen wir zu guten und sicheren Entscheidungen am Berg, denn gesundheitliche Verletzungen – egal welcher Art – erleidet niemand gerne, im Gegensatz zu ein paar verlorenen Aktien beim Handeln an der Börse.
Da sich der Begriff Risiko(management) im Bergsport etabliert hat, soll er auch hier verwendet werden; er bezeichnet alle Maßnahmen zum Umgang mit dem Risiko am Berg bzw. wie man zu Entscheidungen in gefährlichen Situationen kommt.
Im Folgenden wird auf Risiko als einerseits abstraktes Konstrukt im Bergsport und andererseits als quantitativ-qualitative exakte Aussage einer Gefährdung im Alltag in zwei Praxisbeispielen weiter eingegangen. Alsdann wird der sogenannte Risiko-Drei-Schritt als Methode vorgestellt, d. h. wie man Risiko ermitteln und mit ihm umgehen kann – trotz der Schwierigkeiten des Begriffs im bergsportlichen Kontext. Zum Abschluss folgt ein positiver Blick auf das bergsportliche Risiko als Chance.
Risiko in der Praxis
Um den Risikobegriff nicht nur in der Theorie zu erläutern, sondern auch in der Praxis, wird zunächst folgendes konkretes Beispiel angeführt:
Fall 1: Ein Koch hält in den Händen ein Tablett, auf dem ein rohes Ei im Wert von 50 Cents liegt.
Sein Ziel ist es, das Ei zur Verwertung in die Küche zu tragen. Wie hoch ist dabei das Risiko?
Neigt der Koch das Tablett beim Gehen zur Seite, was nahezu unvermeidbar ist, besteht eine sehr hohe Eintrittswahrscheinlichkeit, dass das Ei herabfällt. Da das Ei roh ist, wird es kaputt gehen und unbrauchbar am Boden liegen. Der Schaden ist maximal hoch. Das Ziel, mit dem Ei in die Küche zu kommen und es zu verwerten, wurde verfehlt. Es ist augenscheinlich, dass bei diesem Szenario das Risiko sehr hoch war.
Fall 2: Legt der Koch das Ei dagegen auf ein Tablett mit einem erhöhten Rand, wird es beim Transport nicht sofort oder gar nicht herabfallen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Herabfallens ist gering. Das Schadensausmaß bleibt bei einem Absturz jedoch gleich hoch, da das Ei roh ist und sich die Fallhöhe nicht ändert.
Dennoch ist das Risiko in diesem Szenario geringer.
Fall 3: Im dritten Versuch verwendet der Koch ein hart gekochtes Ei. Er möchte es zur Verwertung in die Küche bringen.
Nimmt er wieder das Tablett, wird er es abermals kaum ausbalancieren können und das Ei wird herunterfallen und kaputt gehen.
Da es jedoch gekocht ist, wird nur die Schale des Eis brechen. Das Ei selbst kann er aufheben und zur Verwertung noch in die Küche bringen.
Das Risiko dieses Szenarios ist bei gleichbleibender Eintrittswahrscheinlichkeit also geringer, da das Ei (als Schutzmaßnahme) bereits gekocht ist und somit das Schadensausmaß geringer ist.
Fall 4: Verwendet der Koch ein Tablett mit Rand zum Transport des Eis, wird das Risiko noch geringer, denn die Eintrittswahrscheinlichkeit, dass es abstürzt, und das Schadensausmaß sind gering.
Der vorweg dargestellte Praxisblick aus der Küche wird im Folgenden auf das Bergsteigen am Gletscher übertragen.
Fall 1: Eine Person begeht einen flachen und aperen Gletscher, der sich langsam bis auf über 30 Grad Neigung aufsteilt.
Da die Eisoberfläche grobkörnig ist, verzichtet sie auf Steigeisen. Im Verlauf des Anstiegs wird das Eis jedoch immer glatter. Die Eintrittswahrscheinlichkeit, dass sie irgendwann ausrutscht, ist sehr hoch.
Da sich im Auslauf des Hanges eine sehr breite und tiefe Spalte befindet, in die die Person im Falle eines Sturzes hineinfiele, ist der anzunehmende Schaden maximal, d.h. sie würde wahrscheinlich nicht überleben. Das Risiko dieses Szenarios ist somit sehr hoch.
Fall 2: Wählt die Person einen anderen Hang zum Aufstieg. Nämlich einen Bereich, der flach und spaltenfrei ausläuft, sinkt das Schadensausmaß. Bei gleichbleibender Abrutschwahrscheinlichkeit nimmt das Risiko deshalb ab.
Fall 3: Beim nächsten Aufstieg zieht die Person Steigeisen an. Die Gefahr auszurutschen, ist nahezu ausgeschlossen, womit die Eintrittswahrscheinlichkeit gegen null geht. Da im Hangauslauf aber die breite und tiefe Spalte ist, bleibt das Schadensausmaß unverändert hoch.
Das Risiko dieser Situation ist trotz geringer Eintrittswahrscheinlichkeit erheblich, da bei Realisierung der Gefahr des Ausrutschens der Absturz in die Spalte droht.
Fall 4: Das geringste Risiko hätte die Person zu tragen, wenn sie mit Steigeisen aufsteigt und im Hangauslauf keine Spalte ist. Ein sogenanntes Restrisiko bleibt jedoch, denn sie kann sich Falle des Ausrutschens verletzen. Da die Person sehr erfahren und trittsicher ist, nimmt sie im Rahmen ihres persönlichen Risikomanagements dieses Restrisiko eigenverantwortlich in Kauf.
Der Risiko-Drei-Schritt
Nachdem an zwei Beispielen gezeigt wurde, wie sich Risiko in der Praxis mal konkret und mal abstrakt darstellt, geht es im kommenden Teil darum, wie man mit Risiko umgehen kann, wie man es senken kann, und wie man zu Entscheidungen kommen kann. Als Methode wird hierfür der Risiko-Drei-Schritt vorgestellt.
Schematisch betrachtet besteht der Risiko-Drei-Schritt aus drei Schritten oder Phasen:
1. Erhebe und erfasse alle Informationen, die Du für die Planung und Organisation Deiner Tour brauchst.
2. Analysiere und bewerte alle gesammelten Informationen, ob sie gut oder schlecht (gefährlich) für die Durchführung Deiner Tour sind.
3. Entscheide und handle risikobewusst und verantwortlich. Verändere ungünstige (gefährliche) Aspekte nach Möglichkeit in günstigere durch entsprechende Maßnahmen.
Diese drei Schritte eignen sich als DIE Grundlage und Ablauf eines alpinen Risikomanagements; und zwar zu Hause oder auf der Hütte, bei der Planung und Organisation, aber auch bei der Durchführung der Tour während Pausen, an Schlüsselstellen oder rollierend also laufend beim Gehen, Steigen und Klettern.
Der Risiko-Drei-Schritt ist in vielen alltäglichen kognitiven Denkmustern des Menschen von klein auf als Verarbeitungsstrategie von Informationen bis zum Handlungs-Entscheid eingeübt und tief verankert. Deshalb fällt es den meisten Menschen nicht schwer, das Schema auch für den Bergsport anzuwenden. Das Schema läuft sogar oft unbewusst ab.
Als nächstes soll darauf geblickt werden, was in jedem der drei Schritte genau geschieht.
1. Schritt: Informationen sammeln
Wenn Bergsportler*innen eine Tour planen, betrachten sie den sogenannten Faktor Mensch, die Schwierigkeiten und die aktuellen Verhältnisse.
In den meisten Fällen steht schon fest, wer mit wem eine Tour macht. Es gilt zu überlegen: Was kann jede*r Mitgeher*in, was wollen sie, wie ist die aktuelle körperliche und mentale Verfassung? Ist Ausrüstung für alle vorhanden und intakt? Sind Minderjährige dabei?
Auf dieser Basis ergibt sich das mögliche Schwierigkeitsspektrum einer Tour in Angaben von Höhenmetern, Streckenlänge, Klettergrad, Ausgesetztheit, Markierung etc.
Für eine Natursportart ist es von Belang, wie die aktuellen Verhältnisse sind und am Tourentag sein werden. Es geht um den Wetterbericht mit Wetterlage und -entwicklung, im Winter den Lawinenlagebericht, die Schneeverhältnisse, Temperaturen etc.; Hüttenöffnungszeiten, Seilbahnen u.a. spielen ebenfalls eine Rolle.
Diese Phase 1 bzw. dieser erste Schritt entspricht der bekannten Matrix 3 x 3 der Tourenplanung und hilft dabei, sich als Erstes eine grundsätzlich machbare Tour auszusuchen.
2. Schritt: Analysieren und bewerten
Im zweiten Schritt geht es darum, die gesammelten Informationen zu analysieren und zu bewerten. Bergsportler*innen betrachten die Fakten daraufhin, ob sie für die Erreichung des Tourenziels einen hinderlichen oder förderlichen Einfluss haben. Als Bewertungsmaßstab kann man Schulnoten von 1 bis 6 verteilen oder nach dem Ampelschema „grün, gelb, rot“ bewerten. Das Ergebnis lässt sich für die Kategorien Verhältnisse, Gelände, Mensch mit den unter 1. genannten Unterkategorien in die sogenannte Risikobox des SAC übertragen. So erhält man eine optische Übersicht und sieht direkt, ob man mehr Bewertungen bei Rot oder Grün gemacht hat.
Hinter jeder Kategorie stehen typische Gefahren, die jeweils in ein typisches Schadensausmaß münden können. Darüber wurde anfangs gesprochen; es läuft hier gedanklich bewusst und unbewusst mit. Für manche Gefahren kann man sogar die Eintrittswahrscheinlichkeit einschätzen. Das kann der Fall sein, wenn für eine bestimmte Uhrzeit Gewitter vorhergesagt sind. In jedem Fall gilt es zu überlegen, was für konkrete Auswirkungen die gesammelten Informationen haben.
3. Schritt: Entscheiden und Handeln
Im dritten Schritt geht es um zwei Aspekte. Zunächst schaut man sich jeden einzelnen der Faktoren Verhältnisse, Gelände, Mensch nochmals an und prüft, ob sich durch entsprechende Maßnahmen die Bewertungen noch weiter ins positive verändern lassen (also bessere Schulnote oder mehr orange als rot z.B.). Als nächstes betrachtet man die Bewertungen ganzheitlich, man saldiert die Plus- und Minuspunkte und kommt abschließend zu einer Entscheidung, ob man die geplante Tour antreten kann oder verzichten und eine andere Route aussuchen sollte. Zwischen Antreten und Verzicht gibt es natürlich noch Übergänge mit weiteren Handlungsoptionen wie z.B. eine fixe Umkehrzeit für unterwegs festzulegen.
Wie viel negative Bewertungen einen Entscheid zum Verzicht erzeugen, ist abhängig vom persönlichen Können und Geschmack, dem Risikoappetit, und liegt in der Verantwortung jedes und jeder Einzelnen, sofern nicht von Beginn an eine Garantenstellung aus juristischer Sicht vorliegt. Das kann z.B. der Fall bei Touren im Familienverbund sein.
Zusammenfassung
Der Risiko-Drei-Schritt ist ein Instrument des Risikomanagements, der zu Hause, auf der Hütte, an der Schlüsselstelle und laufend unterwegs angewendet werden kann.
Er basiert auf einem einfachen und eingeübten Denkschema, um Entscheidungen zu treffen. Grundlage der Entscheidungen sind die gesammelten Informationen zum Faktor Mensch, zu den Schwierigkeiten und den aktuellen Verhältnissen und die Analyse und Bewertung derselben.
Je nach Konstellation der Tourenpartner*innen und der Kompetenzen jedes und jeder Einzelnen sowie der persönlichen Risikoakzeptanz können das Schadensausmaß und die Eintrittswahrscheinlichkeit mal höher, mal geringer ausfallen.
Der Risiko-Drei-Schritt ist Ausdruck der Verantwortung als mündige*r Bergsportler*in und verschafft am Berg Selbständigkeit und am Ende Freiheit. Die Einschätzung aller Faktoren sollte sachorientiert, realistisch und ehrlich sein! Im Zweifel ist es immer ratsam, eine Bewertung negativer vorzunehmen, um einen Sicherheitspuffer zu haben.
Risiko als Chance
Muss denn alles sicher sein? Sollte es die hundertprozentige Sicherheit im Bergsport geben?
Nein, eine Null-Risiko-Strategie wäre im Bergsport kulturschädlich, denn diese wäre ebenso unsinnig wie unrealistisch. Erstens, weil dafür wie eingangs beschrieben die notwendigen Zahlen, Daten und Fakten fehlen, um eine vielsprechende Präventionsstrategie für null Unfälle zu entwickeln; zweitens, weil im Naturraum Gebirge ein gewisses Restrisiko und Unsicherheit unvermeidbar sind und drittens, weil Risiko und Unsicherheit ein besonderes Merkmal des Gehens, Steigens und Kletterns, gewissermaßen ein Bestandteil des Kulturguts Bergsteigen und Bergsport sind. Abgesehen von diesen Punkten brauchen Menschen Orte, an denen Risikosettings bestehen, um den Umgang mit Risiko zu erlernen.
Bei der Ausübung des Bergsports ist sehr wichtig, dass jede*r Bergsteiger*in kompetent darin ist, das Risiko auf Tour einschätzen zu können, um verantwortlich entscheiden und handeln zu können. Nur wer darin kompetent ist, setzt sich nicht dem Vorwurf aus, leichtsinnig oder leichtfertig unterwegs zu sein, sondern selbstbestimmt zu wandern, bergzusteigen, zu klettern. So kann ein bewusst getragenes Risiko zur Chance werden, für Erlebnis, persönliche Entwicklung und Selbstentfaltung, selbstverständlich ohne jemanden anderen in seiner Freiheit einzuschränken.
In diesem Sinne informiere dich, bewerte Verhältnisse, Gelände und Kompetenzen der Menschen, entscheide und handle!