Trollblumen vor der Falkenhütte im Karwendel.
Dieses Wochenende startet auch die Falkenhütte in die Sommersaison. Foto: DAV/Pröttel
So wird´s am Wochenende

Bergbericht 12. bis 14. Juni 2026

Nach den zurückliegenden regenreichen Tagen stabilisiert sich das Bergwetter erfreulicherweise zum Wochenende hin. Im Hochgebirge ist der Schnee allerdings weiterhin ein Thema.

Tourenverhältnisse

Aufgrund der feuchten Witterung muss man sowohl in den Mittelgebirgen als auch in den Alpen mit matschigen Erdpassagen und rutschigen Wiesenpfaden rechnen. Zudem sind Kletterfelsen ebenfalls verbreitet nass.
In den Nordalpen gab es von Mittwoch auf Donnerstag oberhalb von ca. 2000 m etwas Neuschnee. Dieser dürfte aber recht schnell wieder verschwinden, da die Schneefallgrenze am Freitag auf 2500 Meter steigt.
Hochgelegene, nordseitige Kare und Karsthochflächen weisen in den Nordalpen aber noch größere zusammenhängende Altschneefeder auf.

Oberhalb von ca. 2600 m sind die Verhältnisse für die Jahreszeit aber recht winterlich. Das gilt insbesondere für die Gletscher des Alpenhauptkamms, die eine weitere Neuschneeauflage erhalten haben. Zuvor offene, schmale Spalten können von daher schwerer zu erkennen sein. Im Umkehrschluss muss man wohl weiterhin nicht mit Blankeis rechnen.

Wochenendwetter

Mittelgebirge: In der Eifel und im Rothaargebirge regnet es am Freitag noch anhaltend. Am Wochenende steht dann ein Mix aus Sonne und Wolken an. Die Maximaltemperaturen liegen am Kahlen Asten (841 m) bei 13°C.
Im Harz und im Thüringer Wald sind auch am Wochenende Regenschauer zu erwarten. Auf dem dann windigen Brocken (1148 m) klettern die Höchstwerte auf 10°C.
Im Elbsandsteingebirge regnet es Freitagnachmittag. Der Samstag bringt Sonne, Wolken und Regenschauer. Der Sonntag dürfte trocken verlaufen. Auf dem Großen Zschirnstein (560 m) steigen die Höchstwerte am Samstag auf 16°C.
Im Bayerischen Wald ist die Wetterentwicklung dieselbe. Die Maximaltemperaturen steigen am windigen Großen Arber (1456 m) auf 13°C.
Im Schwarzwald wird – nach einem regnerischen Freitag – das Wochenende recht freundlich, aber ebenfalls windig. Am Feldberg (1493 m) klettern die Höchstwerte auf 14°C.

Alpen: In den Ostalpen werden freitags die Wolken dichter, höhere Lagen der Nordalpen und des Hauptkamms stecken im Nebel. Mit auffrischendem Nordwestwind breitet sich von Westen Niederschlag aus, die Schneefallgrenze steigt von 2000 m auf 2400 m bis 2800 m. Südlich des Hauptkamms sowie ganz im Osten bleibt es trocken.
Am Samstagvormittag ist es östlich von Salzburg noch unbeständig, dann setzt sich auch hier aufgelockertes Wetter durch. Im Westen und Süden ist es erst sonnig, von den südlichen Dolomiten ostwärts bilden sich dann Quellungen. Dort steigt die Schauer- und Gewitterneigung ein wenig an. Bei teils stark auffrischendem Wind wird es deutlich milder.
Der Sonntag bringt meist sonniges und stabiles Bergwetter. Östlich vom Karwendel sorgt ein Tief allerdings für windiges und unbeständiges Wetter. Von den südlichen Dolomiten ostwärts können am Nachmittag teils kräftige Schauer und Gewitter entstehen.
In den Westalpen ist die Wetterentwicklung vergleichbar, vor allem was den Nord-Süd-Gegensatz am Freitag angeht.

Fazit

Wer bereits am Freitag eine Bergtour unternehmen möchte, sollte das am besten südlich des Alpenhauptkamms tun. Denn sowohl in den deutschen Mittelgebirgen als auch in den Nordalpen wird der Freitag ziemlich regnerisch.
Am Samstag sollte man regenfeste Kleidung sicherheitshalber mit dabei haben, was bei Bergtouren ja grundsätzlich eine gute Idee ist. Zudem sind Schuhe mit gutem Profil und Teleskopstöcke für rutschige Abstiege sehr zu empfehlen.

Das beste Bergwetter bringt in den meisten Regionen schließlich der Sonntag. Dann könnten auch südseitige und frei stehende Sportkletterfelsen wieder abgetrocknet sein. Übrigens: Für Bergblumen-Liebhaber*innen beginnt jetzt eine besonders schöne Blütezeit.
Von der Schneelage her sollte man Touren bis etwa 2400 m anvisieren. Bis zu dieser Höhenlage dürfte der Schnee der vergangenen Tage wieder abgeschmolzen sein.

Im Hochtouren-Bereich muss man oberhalb von etwa 2600 m auf Gletschern und Gipfelanstiegen mit einer Schneeauflage rechnen. Am besten informiert man sich vorab auf den jeweiligen Hütten (wenn bereits möglich) über die aktuelle Situation.

Tourenempfehlungen

Auch für das kommende Wochenende haben wir 15 Vorschläge auf alpenvereinaktiv.com für euch zusammengestellt.


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