Hütte und Nebengebäude auf Bergwiese vor vergletscherten Bergen.
Furtschaglhaus in den Zillertaler Alpen. Foto: DAV/Ressort Hütten und Wege
Hüttentipps "Hoch hinaus"

Auf Tuchfühlung mit Dreitausendern

Wer den Blick gerne auf mächtige Gipfel jenseits der 3.000m-Marke richtet, findet in den Ostalpen zahlreiche Hütten, die genau dafür den perfekten Ausgangspunkt bieten. Wir stellen euch vier Hütten vor, von denen aus sich imposante Dreitausender zum Greifen nah präsentieren. Ob als Basislager für eine anspruchsvolle Tour oder einfach als Aussichtsplatz mit Weitblick - Hochgebirgs-Feeling ist garantiert.

Breslauer Hütte

Breslauer Hütte in den Ötztaler Alpen. Foto: DAV/Ressort Hütten und Wege

Direkt zu Füßen der Wildspitze, mit 3.768 m höchster Berg Tirols und zweithöchster Gipfel Österreichs, liegt die Breslauer Hütte auf 2.844 m bei Vent in den Ötztaler Alpen. Von hier aus lässt sich der stark vergletscherte Gipfel als anspruchsvolle Tagestour besteigen -Erfahrung im Hochgebirge und im Umgang mit Steigeisen und Seil sind dabei unerlässlich. Doch auch ohne Gipfelambitionen ist die Hütte ein lohnendes Ziel: Die Lage mitten in der Ötztaler Bergwelt sorgt für ein Hochgebirgserlebnis, wie man es nur selten findet. Als Station des Ötztal-Treks verbindet die Breslauer Hütte zudem mehrere der schönsten Übergänge der Region, etwa zur Vernagt-Hütte, zur Braunschweiger Hütte oder zum Taschachhaus. Die Tour belohnt mit einem beeindruckenden Bergpanoramen. Für alle, die dem Hochgebirge ganz nah sein wollen, ist die Breslauer Hütte ein hervorragendes Ziel.  

Furtschaglhaus 

Furtschaglhaus in den Zillertaler Alpen. Foto: DAV/Ressort Hütten und Wege

Auf 2.295 m gelegen, thront das Furtschaglhaus hoch über dem türkisblauen Schlegeis-Speicher mitten in den Zillertaler Alpen und bietet von seiner Sonnenterrasse aus einen der eindrucksvollsten Ausblicke der gesamten Region. Rundum erheben sich die vergletscherten Riesen der Zillertaler Hauptkamms, allen voran der Hochfeiler mit seinen 3.509 m sowie der Große Möseler (3.478 m) - beides lohnende Ziele für erfahrene Hochtourengeher*innen. Auch das Schönbichler Horn (3.132 m) lässt sich von hier aus als Tagestour angehen und belohnt mit einem grandiosen Panorama über die umliegende Gletscherwelt. Als Etappenhütte am Berliner Höhenweg ist das Furtschaglhaus zudem ein beliebter Treffpunkt für Weitwanderer*innen, die hier neue Kraft für die nächsten Etappen tanken. Wer es gemütlicher mag, genießt einfach den Blick auf den Stausee und lässt sich mit regionalen Schmankerln verwöhnen. Ein Ort, an dem Dreitausender-Feeling und alpine Gastfreundschaft perfekt zusammenfinden.

Hochschober-Hütte

Hochschober-Hütte in der Schobergruppe. Foto: ÖAV/ Alpenverein Edelweiss

Die Hochschober-Hütte auf 2.322 m ist ein lohnendes Ziel inmitten der eindrucksvollen Bergwelt der Schobergruppe. Mit ihrer gemütlichen Atmosphäre, herzlichen Gastfreundschaft und regionalen Schmankerln lädt sie nicht nur Bergsteiger*innen, sondern auch Genusswandernde zum Verweilen ein. Die Hütte eignet sich zudem als Etappenziel des Schobertrecks, der über die Wangenitzsee-Hütte und Lienzer Hütte bis auf die Hochschober-Hütte führt. Wer den 3.240 m hohen Hochschober besteigen möchte, sollte auf der Hütte übernachten, um den langen Zustieg zu verkürzen und die anspruchsvolle Gipfeltour mit Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und kurzen Kletterpassagen (UIAA I) entspannt anzugehen. Als Belohnung warten am Gipfel spektakuläre Ausblicke auf den Großglockner, die Lienzer Dolomiten und die umliegenden Dreitausender der Schobergruppe.

Zittel-Haus 

Zittel-Haus in der Goldberggruppe. Foto: ÖAV/Carolin Scharfenstein

Das Zittel-Haus auf dem 3.106 m hohen Hohen Sonnblick ist die höchstgelegene Schutzhütte des Österreichischen Alpenvereins und ein ganz besonderes Ziel im Nationalpark Hohe Tauern. Direkt neben der Hütte befindet sich das berühmte Sonnblick-Observatorium, das ganzjährig besetzt ist und sich den Gipfel beinahe wie eine Doppelhaushälfte mit dem Zittel-Haus teilt. Mit seiner einzigartigen Gipfellage, gemütlichen Hüttenatmosphäre und guter regionaler Küche ist das Zittel-Haus auch ohne weitere Gipfeltour ein unvergessliches Erlebnis. Unterschätzen darf man den Weg auf den Hohen Sonnblick aber nicht, insgesamt müssen knapp 1.600 Höhenmeter unter anderem ab der Rojacher-Hütte über einen luftigen Grat mit Kletterpassagen überwunden werden. Von der Terrasse und den umliegenden Felsen eröffnen sich beeindruckende Ausblicke auf die vergletscherte Bergwelt der Hohen Tauern, besonders lohnenswert zum Sonnenauf- oder -untergang. Wer es diesen Sommer nicht mehr auf den Sonnblick schafft, sollte sich einen Besuch im Winter vormerken, denn die Skitour zum Zittel-Haus zählt zu den eindrucksvollsten hochalpinen Skitouren Österreichs.

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