Fast 4000 Personen wurden im vergangenen Jahr in den Gebirgen der Schweiz gerettet. Das bedeutet einen Anstieg von 11 Prozent gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 2020 bis 2024. Waren die Bedingungen im Jahr 2025 besonders gefährlich? Nicht unbedingt. Der mögliche Grund: "2025 waren wahrscheinlich besonders viele Menschen in den Bergen unterwegs. Darauf deuten unter anderem rekordhohe Zahlen bei den Hüttenübernachtungen hin", erläutert der SAC.
Am meisten Rettungen beim Bergwandern
Deutlich niedriger ist hingegen die Zahl der tödlichen Unfälle: 2025 verunfallten beim Bergsport 98 Personen tödlich. "Das ist der tiefste Wert der letzten zehn Jahre", so der SAC. Zwischen 2015 und 2024 lag der Durchschnitt bei 119 Todesfällen pro Jahr. Die meisten tödlichen Unfälle passierten beim Bergwandern - wobei auch vergleichsweise sehr viele Menschen diese Bergsportart ausüben. Auch die meisten Rettungseinsätze gab es beim Bergwandern, sie machen fast die Hälfte (46 Prozent) aus, gefolgt von Skitouren und Hochtouren mit je 14 Prozent.
Häufigste Unfälle: Stürze und Abstürze
Stürze oder Abstürze waren wie in den Jahren zuvor die häufigste Ursache für Rettungseinsätze, und zwar bei allen Bergsportarten. Auffällig ist hingegen, dass in den letzten Jahren immer mehr Menschen unverletzt gerettet werden - weil sie wegen Blockierung oder Erschöpfung nicht mehr weiterkommen. Bei Hochtouren und beim Klettern sind dies die häufigsten Gründe, warum die Bergrettung alarmiert wird, beim Bergwandern und auf Skitouren die zweithäufigste.
Den Zahlen der Bergnotfallstatistik liegen alle Einsätze von Bergrettungsdiensten wie Rega, Alpine Rettung Schweiz, KWRO oder Air-Glaciers zugrunde.