Zwei Bergsteiger in gelber Ausrüstung transportieren eine rot verpackte Person auf einer Trage einen verschneiten Hang hinauf, im Hintergrund schneebedeckte Berge.
14 Prozent der geretteten Personen im Jahr 2025 sind Skitourengeher*innen. Foto: Alpine Rettung Schweiz
SAC-Bergnotfallstatistik 2025

Mehr Rettungen, weniger tödliche Unfälle

Im Jahr 2025 passierten in den Schweizer Bergen weniger tödliche Unfälle. Gleichzeitig wurde die Bergrettung häufiger alarmiert und mehr Menschen wurden unverletzt geborgen. Dies zeigt die aktuelle Bergnotfallstatistik des Schweizer Alpen-Club (SAC).

Fast 4000 Personen wurden im vergangenen Jahr in den Gebirgen der Schweiz gerettet. Das bedeutet einen Anstieg von 11 Prozent gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 2020 bis 2024. Waren die Bedingungen im Jahr 2025 besonders gefährlich? Nicht unbedingt. Der mögliche Grund: "2025 waren wahrscheinlich besonders viele Menschen in den Bergen unterwegs. Darauf deuten unter anderem rekordhohe Zahlen bei den Hüttenübernachtungen hin", erläutert der SAC.

Die Schweizer Bergrettung rückte 2025 zu fast 4000 Einsätzen aus. Quelle: SAC

Am meisten Rettungen beim Bergwandern

Deutlich niedriger ist hingegen die Zahl der tödlichen Unfälle: 2025 verunfallten beim Bergsport 98 Personen tödlich. "Das ist der tiefste Wert der letzten zehn Jahre", so der SAC. Zwischen 2015 und 2024 lag der Durchschnitt bei 119 Todesfällen pro Jahr. Die meisten tödlichen Unfälle passierten beim Bergwandern - wobei auch vergleichsweise sehr viele Menschen diese Bergsportart ausüben. Auch die meisten Rettungseinsätze gab es beim Bergwandern, sie machen fast die Hälfte (46 Prozent) aus, gefolgt von Skitouren und Hochtouren mit je 14 Prozent.

Die Todesfälle gehen zurück, besonders beim Bergwandern. Quelle: SAC

Häufigste Unfälle: Stürze und Abstürze

Stürze oder Abstürze waren wie in den Jahren zuvor die häufigste Ursache für Rettungseinsätze, und zwar bei allen Bergsportarten. Auffällig ist hingegen, dass in den letzten Jahren immer mehr Menschen unverletzt gerettet werden - weil sie wegen Blockierung oder Erschöpfung nicht mehr weiterkommen. Bei Hochtouren und beim Klettern sind dies die häufigsten Gründe, warum die Bergrettung alarmiert wird, beim Bergwandern und auf Skitouren die zweithäufigste.

Seit 2020 werden immer mehr Personen unverletzt geborgen. Quelle: SAC

Den Zahlen der Bergnotfallstatistik liegen alle Einsätze von Bergrettungsdiensten wie Rega, Alpine Rettung Schweiz, KWRO oder Air-Glaciers zugrunde.

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