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Informationen zum Tourenbericht

Für die alpinen Ausbildungen ist immer ein Tourenbericht erforderlich, der sowohl das Können als auch die alpine Erfahrung des angehenden Fachübungsleiters oder der Trainerin belegt.

Der Tourenbericht umfasst einen Zeitraum von mindestens drei Jahren. Je mehr Erfahrung, desto besser! Entsprechende Erfahrung bedeutet, dass zehn bis zwanzig Touren in dem geforderten Schwierigkeitsgrad gemacht wurden; bei FÜL/Trainer Bergsteigen und Hochtouren jeweils im Fels- und im Hochtourengelände.

Die Touren sollten in voller Entscheidungsverantwortung, das heißt ohne (faktischen) Führer absolviert worden sein; davon mindestens die Hälfte im Vorstieg als Seilerster beziehungsweise als Spurender auf Skitour.

 

Die Anforderungen im einzelnen:

 

Wanderleiter

  • Mindestens zwanzig Bergwanderungen beziehungsweise Bergtouren mit circa 800 Höhenmetern, davon mindestens die Hälfte mit roter Bergwegeklassifizierung (Beispiele: Notkarspitze Überschreitung, Zugspitze über Reintal/Gatterl, Jägerkamp, Rotwand, Gipfel im Estergebirge, Namloser Wetterspitze, Pyramidenspitze/Wilder Kaiser).
 

Trainer C Bergwandern

  • Mindestens zwanzig Bergwanderungen beziehungsweise Bergtouren mit circa 1200 Höhenmetern. Mindestens die Hälfte der Touren sollte Passagen mit weglosem Gelände beziehungsweise leichten Kletterstellen im I. Schwierigkeitsgrad ohne Seil aufweisen (Beispiele: Gehrenspitze/Wetterstein, Zugspitze über Höllental, Watzmann-Hocheck, Hoher Göll, Ettaler Mandl, Sulzfluh, Drusenturm, Rote Wand).
 

Trainer C Bergsteigen

  • Mindestens zehn leichte bis mittelschwere Hochtouren (Beispiele: Piz Buin, Großglockner, Wildspitze, Großvenediger, Similaun, Allalinhorn, Alphubel, Piz Palü)
  • Mindestens zehn alpine Mehrseillängen-Klettertouren im III. Schwierigkeitsgrad (Beispiele: Fleischbank-Nordgrat, Totenkirchl Führerweg, Turnerkamp-Überschreitung, Zugspitz-Jubiläumsgrat (im Sommer), Gimpel-Westgrat).
  • Ergänzend möglich: Klettertouren in Sportklettergebieten im Schwierigkeitsgrat IV aufwärts 
  • Bitte beachten: Klettersteige sind keine „echten“ Klettertouren; sie können deshalb keine Mehrseillängen-Klettertouren ersetzen!
 

Trainer B Hochtouren

  • Mindestens zehn mittelschwere bis schwere Hochtouren (Beispiele: Piz Bernina Biancograt, Montblanc, Zinalrothorn, Eiger Mittellegigrat, Mönch, Jungfrau).
  • Mindestens zehn alpine Mehrseillängen-Klettertouren im IV. Schwierigkeitsgrad (Beispiele: Delagokante, Dibonakante, Zwölferkante (Wetterstein), Blaueisumrahmung, Badilekante, Roggalkante, Oberreintalturm-Südwestkante, Bergseeschijen-Südgrat).
  • Ergänzend möglich: Klettertouren in Sportklettergebieten im Schwierigkeitsgrad V aufwärts
  • Bitte beachten: Klettersteige sind keine „echten“ Klettertouren; sie können deshalb keine Mehrseillängen-Klettertouren ersetzen!
 

Trainer B Alpinklettern

  • Mindestens zehn alpine Klettertouren im V. bis VI. Schwierigkeitsgrad im Kalk und im Urgestein (Beispiele: Fleischbank Ost- oder Südostwand, Unterer Schüsselkarturm Herbst-Teufel oder Schober, Piz Ciavazes Micheluzzi oder Schubert, Dritter Sellaturm Vinatzer, Galenstock-Südverschneidung, Salbit-Südgrat beziehungsweise Südwandrouten, Piz Cengalo Vincikante, Punta Allievi Gervasuttikante, Badile NO-Wand).
  • Ergänzend möglich: Klettertouren in Sportklettergebieten im Schwierigkeitsgrad VI aufwärts.
 

Trainer B Plaisirklettern

  • Etwa zwanzig Mehrseillängen-Sportklettertouren im Schwierigkeitsgrad VI bis VII in typischen Sportklettergebieten, zum Beispiel Arco, Tessin oder in Ailefroide.
 

Trainer B Klettersteig

  • Mindestens zehn Sport-Klettersteige im Schwierigkeitsgrad E sowie mindestens zehn alpine Klettersteige im Schwierigkeitsgrad D.
 

Trainer C Skibergsteigen

  • Mindestens zwanzig Skitouren unterhalb der Gletschergrenze mit über 1000 Höhenmetern. Aufgrund der Lawinenproblematik wird der Erfahrung mehr Bedeutung zugemessen als in anderen alpinen Disziplinen! Pistenskitouren zählen nicht. (Beispielgebiete: Lechtaler Alpen, Sellrain, Karwendel oder Berchtesgadener Alpen).
  • Bitte beachten: Die Touren sollten überwiegend als Erster in der Spur, besser noch als Spurender absolviert worden sein.
     
 

Trainer B Skihochtour

  • Vergleiche Anforderungen Trainer C Skibergsteigen
  • Zusätzlich: mindestens zehn anspruchsvolle Skihochtouren im Gletschergebiet mit über 1200 Höhenmetern (Beispielgebiete: Stubaier Alpen, Ötztaler Alpen, Ortlergebiet, Bernina oder Westalpen).
  • Außerdem: alpine Felstouren beziehungsweise kombinierte Fels-Eis-Touren im III. Schwierigkeitsgrad, sofern die Skihochtouren keine vergleichbaren Kletterpassagen beinhalten.
 

Trainer B Eisfallklettern

  • Etwa zehn Mehrseillängen-Eis- und Mixed-Klettertouren im Schwierigkeitsgrad WI 4+ bzw. M 4+ im Vorstieg (Beispiele: Lüsenstal, Stubaital, Ötztal oder Maltatal).

 

 

Zusatzqualifikation Schneeschuhbergsteigen

  • Mindestens zwanzig Schneeschuhtouren im alpinen Gelände mit über 1000 Höhenmetern. Aufgrund der Lawinenproblematik wird der Erfahrung mehr Bedeutung zugemessen als in anderen alpinen Disziplinen! Hüttenzustiege über Rodelbahnen/gesicherte Wege zählen nicht. (Beispielgebiete: Lechtaler Alpen, Sellrain, Karwendel oder Berchtesgadener Alpen). 
  • Bitte beachten: Die Touren sollten überwiegend als Erster in der Spur, besser noch als Spurender absolviert worden sein.
 

Über diese Zusammenfassung hinaus sind die vollständigen Zulassungsvoraussetzungen bei den jeweiligen
Abschnitten im Ausbildungsprogramm genannt.

 

Train the trainer

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Tätigkeitsbereiche DAV-Trainer und Fachübungsleiter

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In welchen Gebieten und Einsatzbereichen die bei uns ausgebildeten Trainer und Fachübungsleiterinnen unterwegs sind, zeigt folgende Auflistung. Tatsächlich können Fachübungsleiter und Trainer anspruchsvollere Touren führen, wenn sie auf Grund ihres eigenen Könnens dazu in der Lage sind und der Sektionsvorstand dies genehmigt. 

DAV-Bundeslehrteams

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Profis am Berg schulen engagierte Bergbegeisterte. So funktioniert die Tourenleiter-Ausbildung beim DAV dank der professionellen DAV-Bundeslehrteams. Die Aus- und Fortbildung der Fachübungsleiter und Trainerinnen wird im DAV von der Bundesgeschäftsstelle zentral organisiert und durchgeführt. Für die Leitung der Kurse sind insgesamt acht Lehrteams mit 135 Mitgliedern im Einsatz.