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Rückblick Bundesfachtagung Ausbildung 2021

Die Bundesfachtagung Ausbildung fand am 24. und 25. September über Zoom als virtuelle Konferenz statt. Wir blicken zurück auf eine bereichernde und – trotz der pandemiebedingten digitalen Austragung – sehr lebendige Veranstaltung.

 

 

 

Rund 100 Teilnehmende aus über 80 Sektionen waren während dieser zwei Tage zugeschaltet. Auf sie wartete ein umfangreiches Programm mit Vorträgen und Diskussionen rund um die Themenschwerpunkte Bergwandern und Gesundheit, Sicherheit und Klimaschutz. Vorgestellt wurde auch die neue Ausbildungsstruktur für das Jahr 2022. 

 

Gesprochen und gesteuert wurde vor Ort in der Bundesgeschäftsstelle in München. Durch die Unterstützung eines professionellen Veranstaltungstechnikers sowie dem Team vor Ort konnte ein nahezu reibungsloser Ablauf gewährleistet werden, wobei sich der Konferenzbereich zwischenzeitlich in eine Schaltzentrale verwandelte, die fast schon Ähnlichkeiten zu einem Fernsehstudio aufwies. Das ermöglichte jedoch, flexibel zwischen Vorträgen und Moderationen im Plenum, sowie Gruppenarbeiten in kleineren Breakout-Sessions zu wechseln.

 

Das Programm finden Sie hier. Die Präsentationen der Tagung stehen hier zum Download bereit.

 

Freitag, 25.09.2021

Eröffnet wurde die Tagung von Burgi Beste, der Vizepräsidentin des Präsidiums, und Dr. Wolfgang Wabel, dem Geschäftsbereichsleiter des Ressorts Bergsport. Der DAV-Pressesprecher Thomas Bucher leitete durch das Programm und vermittelte Fragen und Anmerkungen zwischen den Teilnehmenden und Referierenden. Nach den neuesten Informationen aus dem Ressort Bildung zu den Auswirkungen der Pandemie auf den Ausbildungsbereich sowie der neuen Buchungsplattform für das Kursjahr 2022, folgte ein Vortrag zur Gesundheitsprävention. Miriam van Geenen stellte im Namen des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) das Potenzial des Vereinssportes für Präventionsangebote sowie das Qualitätssiegel „Sport Pro Gesundheit“ des DOSB vor.

 

Nach dem offiziellen Programm rundete ein virtueller Hüttenstammtisch den Abend ab und ermöglichte in einer lockeren Runde den lang ersehnten (fast) persönlichen Austausch.

 

Samstag, 26.09.2021

Weiter ging es am Samstag mit Informationen zu den Neuerungen in der Mountainbike-Ausbildung, durch die uns Oliver Lindenthal (Bildungsreferent Umwelt- & Naturschutz und MTB) und Xaver Frieser (Bundeslehrteam MTB) führten. Markus Fleischmann (Bildungsreferent Alpin) präsentierte die neue Ausbildungsstruktur des Zweigs Bergsport Sommer, die sich hauptsächlich auf eine frühere Trennung der Disziplinen fokussiert, und stellte die neue Trainer*in C Klettersteig-Ausbildung vor. Björn Jockel (Bildungsreferent Sportklettern) widmete sich der Sportkletterausbildung.

 

Eine erste Breakout-Session in Kleingruppen gab es nach Stefan Winters Vortrag zur Stressreduktion und Entspannung durch Bergwandern. Die Teilnehmenden hatten die Chance, eigene Erfahrungen und Angebote der Sektionen untereinander auszutauschen, die zur Gesundheitsförderung beitragen und diese gemeinsam auf Padlets zu dokumentieren. Das Feedback war gemischt: zwar bieten einige Sektionen Wander-, Gymnastik- oder Yogatreffs sowie inklusive Sportgruppen an. Seitens des Bundesverbands wünschen sich die meisten Teilnehmenden jedoch mehr Unterstützung. Sei es durch die stärkere Bewerbung des Trainer B Prävention, als auch eine dichtere Kommunikation mit den Sektionen, um gezielt zu sensibilisieren und Impulse für Präventionsangebote zu setzen. Vermehrt kam der Wunsch nach Zuschüssen von Krankenkassen auf, da kreative Ideen meist aufgrund mangelnder Ressourcen nicht in die Tat umgesetzt werden können.

 

Hohen Gesprächsbedarf gab es auch beim Thema Klimaschutz. Julia Kaess aus dem Ressort Naturschutz erläuterte, welche Auswirkungen die Klimaschutzziele des DAV auf die Sektionsangebote sowie die Ausbildung haben. Auch hier konnten die Teilnehmenden sich gemeinsam in Breakout-Sessions austauschen. Um die CO2-Emissionen zu senken, sehen die Sektionen den Bundesverband in der Verantwortung, ein lokaleres Ausbildungsangebot zu organisieren. Neben dem großen Handlungsfeld Mobilität wünschen sich die Sektionen generell mehr Unterstützung bei der Bilanzierung sowie bei der Erstellung eines Maßnahmenkatalogs für die Reduzierung ihrer Emissionen. Bemerkenswert ist, dass ein Großteil der Sektionen bereits emissionsreduzierende Maßnahmen ergriffen hat. Sei es bei der Gründung von Fahrgemeinschaften im Sektionenbus oder dem Anbieten lokaler Tourenangebote mit kurzer Anreise. Auch die Felder Verpflegung und Infrastruktur in Kletterhallen oder Hütten wurden bereits in einigen Sektionen angegangen.

 

Neben Neuigkeiten aus der Sicherheitsforschung, die Lukas Fritz vorstellte, gab uns Markus Fleischmann umfassende Einblicke in die aktuellen Erkenntnisse aus der Lawinenkunde. Anknüpfend daran sensibilisierte er gemeinsam mit Stefan Winter, Ressortleiter Sportentwicklung, für das Gehen und Sichern im absturzgefährdeten Gelände mit einigen Unfallbeispielen. Auch Sicherungsmethoden auf Hochtouren wurden vorgestellt und bildeten damit den Schluss der Tagung.

 

Bemerkenswert war, dass trotz der Distanz zwischen den Teilnehmenden und Referierenden und der Fülle an Informationen eine solch lebendige Veranstaltung entstehen konnte. Vor allem die große Menge an Rückfragen zu den Vorträgen im Chat sorgte neben den Breakout-Sessions für Abwechslung und Interaktion. Die Fragefunktion im Chat ermöglichte sogar mehr Beteiligung als bei Präsenzveranstaltungen.

 

Feedback der Teilnehmenden

Die Teilnehmenden empfanden vor allem die Neuerungen in den drei Ausbildungszweigen Bergsport, Sportklettern und Mountainbike sowie den Vortrag aus der Sicherheitsforschung und zum (seilfreien) Gehen im Absturzgelände als besonders relevant für ihre Sektion. Und obwohl alle der Meinung waren, die Tagung in digitaler Form sei gelungen und den Umständen entsprechend angemessen gewesen, war sich der Großteil in einem Punkt einig:
 

„Am meisten habe ich den persönlichen Austausch mit den anderen Teilnehmenden vermisst.“

 

Einen starken Vorteil bietet uns das digitale Format jedoch:

„Das Beste an der Tagung war für mich, dass ich nicht reisen musste, sondern von Zuhause teilnehmen konnte.“

 

Für zukünftige Veranstaltungen gilt es, eine gute Mischung zu finden. Denn neben all den Vorteilen, die uns die digitalen Veranstaltungen bringen, den persönlichen Austausch wollen wir nicht missen.

 

Dokumentation Bundesfachtagung Ausbildung 2021

Mehr erfahren
An der virtuellen Bundesfachtagung 2021 nahmen am 24. und 25. September 2021 gut 100 Teilnehmer*innen aus über 80 Sektionen teil. Die Präsentationen der Tagung stehen hier zum Download bereit.  Eine Zusammenfassung der Ergebnisse der Breakout-Sessions ist ebenfalls hier zu finden. 

Programm

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    24. - 25. September 2021 virtuelle Tagung Freitagabend ab 17:00 Uhr Samstag ganztags ab 8:30 Uhr   Das Programm steht unten zum Download bereit.