Am 3. und 4. Oktober 2026 war die Glashalle der Leipziger Messe Schauplatz der letzten europäischen Speedwettkämpfe der Saison. Den Auftakt machte am Samstag die World Climbing Europe Youth Series, bei der die Altersklassen U17 und U19 an den Start gingen, bevor am Sonntag bei der World Climbing Europe Series auch die Erwachsenen an die Wand durften. Besonders für die deutschen Nachwuchsathlet*innen wurden die Wettkämpfe in Leipzig mit drei Podestplatzierungen und insgesamt acht Platzierungen unter den Top Ten zum Heimspiel.
Europas Nachwuchs macht den Anfang
Am Samstag gehörte die 15m-hohe Speedwand dem europäischen Nachwuchs. In der U17 und U19 kämpften die Athlet*innen um die letzten Platzierungen der europäischen Serie. In der U19 konnte sich das französische Team mit Léo Grosset und Eva-Lina Rymasz beide Goldmedaillen sichern. Während in der U17 bei den Männern Maksymilian Mysliwiec Gold für Polen und Lara Halselwanter bei den Damen Gold für Österreich holen konnte. Für das deutsche Team sicherten sich gleich drei Athlet*innen ihre ersten internationalen Medaillen. Lea Voigt holte sich in der U17 die Bronzemedaille, indem sie sich gegen die Italienerin Carolina Mariani durchsetzte. Ebenfalls seine erste Podestplatzierung sicherte sich Maximilian Ruhland in der U17 mit dem Bronzerang, den er gegenüber Moritz Müller verteidigen konnte. In der U19 belohnte sich Mika Scherer nach einer starken Qualifikation mit seiner ersten europäischen Silbermedaille.
Deutsche Finalplätze
Auch insgesamt zeigte das große Aufgebot des deutschen Teams eine starke Leistung und so zogen bei den Herren acht Athleten und bei den Damen alle sechs nominierten Athletinnen in die Finalrunden der besten 16 ein. In der U17 sicherten sich Emilia Briel Platz Sechs und Elisabeth Kopp Platz Zwölf bei den Damen sowie Moritz Müller Platz Vier, Felix Michael Platz Acht und Vincent Bicknell Platz 16 bei den Herren. In der U19 verpasste Mina Josephine Schultz knapp Bronze und errang Platz Vier. Das Ergebnis komplettierten Finia Fassbender auf Platz Elf und Lisa Wucherer auf Platz 14. Bei den Herren errangen Nick Ressmann Platz Elf und Finn-Lucas Scholte Platz 13.
Europäisches Speed-Finale in Leipzig
Am Sonntag folgte mit der World Climbing Europe Series die europäische Kletterelite der Erwachsenen. Auch hier konnten sich die Franzosen stark präsentieren, unter anderem mit zwei neuen Bestzeiten unter der magischen 5-Sekunden Marke: Jérome Morel (4.93s in der Qualifikation); Marceau Garnier (4.99s im Finale). Marceau Garnier sicherte sich damit verdient das letzte europäische Speed-Gold der Saison. Bei den Damen gewann die Ukrainerin Daria Tkachova ihre erste Goldmedaille bei den Erwachsenen.
Deutsche Finalplätze
Auch bei den Erwachsenen konnten sich insgesamt sechs Athlet*innen für das Finale qualifizieren. Felix Schauwecker sicherte mit Platz Acht seine erste Topplatzierung bei den Erwachsenen, während Aodhán Umlauf mit Platz Zehn die Top Ten komplettierte. Linus Bader wurde Sechzehnter. Bei den Damen sicherten sich mit Mina Josephine Schultz Platz Fünf, und Nele Thomas Platz Neun, ebenfalls zwei Athletinnen eine Topplatzierung. Finia Fassbender erreichte Rang 16.
Lisa Wucherer belegte bei ihrem ersten Start in der Erwachsenen-Kategorie Rang 21. Bei den Herren erfolgten außerdem noch vier weitere Platzierungen mit Andrin Zedler (20.), Nick Ressmann (21.), Finn-Lucas Scholtes (24.) und Mika Scherer (25.).
Alle Ergebnisse der beiden Wettkampftage gibt es hier: WC EYS & WC ES.
Spektakulärer Abschluss in Leipziger Glashalle
Mit den beiden Europacups führte die Stadt eine schon fast traditionsreiche Speed-Serie fort. Bereits in den letzten Jahren war Speed im Rahmen zahlreicher Wettkämpfe zu Gast auf dem Burgplatz. Dieses Jahr durfte zum ersten Mal ein internationaler Speed-Wettkampf in der spektakulären Kulisse der Glashalle des Messegeländes stattfinden. Das begeisterte Publikum hofft in den kommenden Jahren auf mehr.