Eine Kletterin steht auf einer Boulder-Wettkampffläche vor einer Kletterwand mit bunten Griffen, im Hintergrund sitzt ein großes Publikum in einer Sporthalle.
Der Europacup im Bouldern fand 2025 im Olympia Actionsportzentrum in München statt. Foto: DAV/Xaver Quintus
Bürgerentscheide Rhein-Ruhr, Hamburg & Berlin

Olympiabewerbung für die Sommerspiele

Nach dem wegweisenden Bürgerentscheid zur Olympiabewerbung für die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 in München im Oktober 2025 stehen nun die nächsten Entscheide in der Rhein-Ruhr-Region, in Hamburg und in Berlin an. Zwar ist ein Referendum keine Voraussetzung für die jeweiligen Bewerbungen der Regionen, findet allerdings eines statt, muss dieses mit einer positiven Mehrheit enden, um weiterhin Kandidatenstadt zu bleiben.

In München lag die Wahlbeteiligung mit 42 Prozent auf Rekordniveau. Die Frage „Sind Sie dafür, dass sich die Landehauptstadt München um Olympische und Paralympische Sommerspiele bewirbt, die entweder im Jahr 2036, 2040 oder 2044 stattfinden?“ haben 66,4 Prozent mit „Ja“ beantwortet.

Nun stehen die Entscheide in den übrigen Bewerberregionen an:

  • Rhein-Ruhr-Region am 19. April

  • Hamburg am 31. Mai

  • In Berlin wurde eine Volksinitiative „Die Spiele für Berlin“ gestartet. Damit sich das Abgeordnetenhaus damit befassen muss, mussten mindestens 20.000 gültige Unterschriften gesammelt werden. Laut Deutschlandfunk und dem Landessportbund wurden sogar rund 28.000 Unterschriften eingereicht.

Dabei bedeutet ein Ja nicht automatisch den Zuschlag für Olympische Spiele, sondern die Ermächtigung, in den nächsten Prozessphasen mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), dem jeweiligen Bundesland, dem Bund und dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) zu verhandeln. Ein Nein würde die Bewerbung beenden. Da alle vier Regionen (München, Hamburg, Berlin, Rhein-Ruhr) ein Referendum angekündigt haben, kann auch keine ohne positiven Bürgerentscheid Kandidatenstadt des DOSB werden.

Mit dem Olympi-O-Mat stellt der DOSB eine Entscheidungshilfe zur Verfügung, die die wichtigsten Argumente und Informationen zusammenfasst.

Die Para Kletterin Luisa Grube. Foto: DAV

Position des DAV

Der DAV spricht sich als Mitglied im DOSB und als zuständiger Fachverband im Klettersport für die Bewerbung für die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele in Deutschland aus. In heimischen Olympischen und Paralympischen Spielen sieht er positive Effekte auf die Entwicklung des Klettersports in Deutschland. Dabei setzt sich der DAV für eine nachhaltige und klimafreundliche Ausrichtung ein. Das bedeutet insbesondere:  

  • Nutzung bestehender Sportstätten

  • Einsatz nachnutzbarer und temporärer Sportstätten 

  • Realisierung zukunftsweisender Mobilitätskonzepte

  • Einhaltung von Umweltstandards

  • Transparente Planungsprozesse

  • Faire Finanzierung

  • Zentrale Unterbringung der Athlet*innen in einem Olympischen Dorf, Nachnutzung als bezahlbarer Wohnraum

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