Im Einzelnen zeigte die Analyse: Großer Hitze im Frühsommer folgten zahme Hundstage. Nach einem leicht unterkühlten Mai folgte ein extrem heißer Juni. Gerade in der Zeit von Mitte Juli bis Anfang August, in der typischerweise die größte Hitze des Sommers zu erwarten ist, machte die Hitze eine Pause, ehe sie für eine relativ kurze Phase Mitte August zurückkam.
Die Niederschlagsmengen über das gesamte Sommerhalbjahr 2025 betrachtet waren in vielen Regionen der Zentral- und Ostalpen durchschnittlich. Ausreißer in die feuchte Richtung gab es insbesondere im Tessin und in Graubünden, dagegen blieb es im Wallis sowie in Kärnten und der südlichen Steiermark trockener als gewöhnlich. Mit Blick auf einzelne Monate zeigten sich jedoch deutliche Unterschiede. Besonders große Gegensätze bei den Niederschlägen gab es im Juni und Juli; es kam zu neuen lokalen Rekorden.
Im Juni dieses Jahres erreichte die Nullgradgrenze einen neuen Monatsrekord: Mit dem Klimawandel steigen die Temperaturen auch in hohen Lagen immer weiter an. Dies hat zur Folge, dass in den letzten Jahren die Nullgradgrenze während der Sommermonate vermehrt über 4000 m ü. M. und vereinzelt gar über 5000 m ü. M. kletterte.
Weitere Informationen
Die Publikationsreihe „Alpenklima“ widmet sich zwei Mal jährlich dem Klimazustand im hochsensiblen Alpenraum. Im Bulletin stellen der Deutsche Wetterdienst, GeoSphere Austria und das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz grenzübergreifende Informationen zum Alpenklima zusammen. Die Klimaentwicklung in den einzelnen Ländern wird so in einen größeren Kontext gestellt und genau beobachtet.
Die detaillierten Ergebnisse vom „Alpenklima. Klimazustand in den Zentral- und Ostalpen. Sommerhalbjahr 2025“ direkt beim DWD.
Klimalehrpfad – Entdecke, wie sich aktiver Klimaschutz in den Alpen auswirken kann