Männer-Finale: Entscheidung erst am letzten Boulder
Auch bei den Männern fiel die Entscheidung erst ganz zum Schluss. Vor dem letzten Boulder war es ein enger Schlagabtausch zwischen Thorben Perry Bloem und Finn Altemöller. Bloem brauchte zuletzt mindestens die Zone, um als Sieger hervorzugehen — und lieferte genau in diesem entscheidenden Moment: erst die Zone, dann auch noch das Top. Damit wurde er auch seiner Favoritenrolle in diesem Finale gerecht und sicherte sich den Sieg in dramatischer Manier. Es war ein Finale, das bis zum allerletzten Versuch offen blieb und dem Publikum genau den Krimi lieferte, den eine Deutsche Meisterschaft verdient.
Thorben Perry Bloem
Finn Altemöller
Lasse von Freier
Frauen-Finale: Lucia Dörffel verteidigt den Titel nach Krimi mit Paula Mayer-Vorfelder
Was für ein Finale bei den Frauen: Bis zum letzten Boulder lief alles auf einen echten Zweikampf zwischen Lucia Dörffel und Paula Mayer-Vorfelder hinaus. Lange blieb es eng, erst am Schluss fiel die Entscheidung. Dörffel behielt im direkten Duell die Nerven und sicherte sich mit 99,9 Punkten erneut den deutschen Meistertitel. Mayer-Vorfelder bestätigte mit Rang zwei eindrucksvoll ihre starke Form und machte der Titelverteidigerin den Sieg bis zuletzt schwer. Auch im Kampf um Bronze wurde es zum Showdown: Afra Hönig holte sich am letzten Boulder noch das entscheidende Top und schob sich damit auf Platz drei vor ihrer bayerischen Teamkollegin Anna Lechner.
Lucia Dörffel
Paula Mayer-Vorfelder
Afra Hönig
Hartes Halbfinale: Thorben Perry Bloem wieder vorne
Das Halbfinale der Männer bei der Deutschen Meisterschaft Bouldern 2026 in Pfungstadt hatte es in sich: Die Runde war extrem schwer geschraubt, viele Athleten scheiterten bereits an den ersten Zügen. Am besten kam erneut Thorben Perry Bloem (DAV Braunschweig) mit den Bouldern zurecht. Er gewann das Halbfinale vor Philipp Martin (DAV Allgäu-Kempten) und Lasse von Freier (DAV AlpinClub Hannover).
Die Boulder boten dabei ganz unterschiedliche Herausforderungen: von einer technischen Platte mit extrem schlechten Tritten über koordinative Sprünge bis zu einem spektakulären „Slingshot“-Boulder. Für einen weiteren Höhepunkt sorgte erneut Thorben Perry Bloem, der als Einziger Boulder 2 topte. An Boulder 4, dem großen Mysterium des Halbfinals, gelang Philipp Martin schließlich als erstem Athleten die entscheidende Zone – ein Moment, der das Publikum lautstark mitging. Besonders auffällig: Am Ende reichte bereits ein Top als absoluter Garant für den Finaleinzug.
Neben den Routiniers überzeugten auch junge Athleten: Der erst 16-jährige Mattis Eisenkolb (DAV AlpinClub Hannover) toppte als Erster Boulder 1 und lag damit lange auf Platz eins, Finn Altemöller (DAV Rheinland-Köln) bestätigte mit Rang fünf seine starke Form aus der Qualifikation. Für eine der größten Überraschungen sorgte dagegen das Aus von Titelverteidiger Elias Arriagada Krüger (DAV AlpinClub Berlin), der den Sprung ins Finale verpasste.
Top 8 des Männer-Halbfinals
Thorben Perry Bloem
Philipp Martin
Lasse von Freier
Mattis Eisenkolb
Finn Altemöller
Lucas Christian Trandafir
Emil Zimmermann
Jonathan Papadopoulos
Das Halbfinale der Männer im Replay
Lucia Dörffel gewinnt das Halbfinale der Frauen
Im Halbfinale der Frauen bei der Deutschen Meisterschaft Bouldern 2026 in Pfungstadt setzte sich Lucia Dörffel (DAV Chemnitz) an die Spitze. Die Titelverteidigerin zeigte in einer erneut schwer geschraubten Runde die stärkste Leistung und gewann das Halbfinale vor Anna Lechner (DAV München-Oberland) und Quali-Siegerin Paula Mayer-Vorfelder (DAV München-Oberland).
Auch dahinter blieb es spannend: Hannah Hattenbach kletterte auf Rang vier, Afra Hönig auf Platz fünf. Gerade im Kampf um die verbleibenden Finalränge entschied sich vieles über wenige Zonen und Versuche.
Das Halbfinale verlangte den Athletinnen erneut viel ab. Boulder 1 mit langer Traverse, dynamischen Elementen und präzisen Landungen blieb ebenso ohne Top wie Boulder 2, ein kontrolliert-athletischer Überhangboulder, bei dem die Zone entsprechend wichtig wurde. Für das Highlight der Runde sorgte Lucia Dörffel an Boulder 3: Den überhängenden, schulterlastigen Volumen- und Leistenboulder schaffte sie als Einzige - und das auch noch im Flash. Boulder 4, eine Platte auf Volumen mit Traverse und Sprung an den Zielgriff, wurde dagegen zum entscheidenden Must-have — hier war das Top extrem wichtig.
Die 8 Finalistinnen stehen fest:
Lucia Dörffel
Anna Lechner
Paula Mayer-Vorfelder
Hannah Hattenbach
Afra Hönig
Ronja Witt
Lilly Neubürger
Hannah Meul
Das Halbfinale der Frauen im Replay
Thorben Perry Bloem dominiert die Männer-Qualifikation
In der Qualifikation der Männer setzte Thorben Perry Bloem (DAV Braunschweig) ein deutliches Ausrufezeichen. Er war der Einzige, der alle fünf Boulder löste. Damit sicherte er sich souverän Platz eins.
Dahinter folgten Philipp Martin (DAV Allgäu-Kempten) auf Rang zwei und Lasse von Freier (DAV AlpinClub Hannover) auf Rang drei. Insgesamt präsentierte sich die Männer-Qualifikation etwas machbarer als noch zuvor bei den Frauen, mit einer breiteren Verteilung von Tops und Zonen. Gleichzeitig war das Boulderangebot vielseitig: von technischen Platten mit präziser Fußarbeit bis zu athletischen Überhangproblemen. Der härteste Boulder war dabei klar Boulder 3, an dem Bloem als Einzigem ein spektakuläres Top gelang.
Spannend verlief auch der Kampf um die weiteren Spitzenplätze: Finn Altemöller (DAV Rheinland-Köln) kletterte auf Rang vier. Titelverteidiger Elias Arriagada Krüger (DAV AlpinClub Berlin) und der 18-jährige Lucas Christian Trandafir (DAV Regensburg) lagen auf den Plätzen fünf und sechs nahezu gleichauf.
Top 8 der Männer-Qualifikation
Thorben Perry Bloem
Philipp Martin
Lasse von Freier
Finn Altemöller
Elias Arriagada Krüger
Lucas Christian Trandafir
Tim Würthner
Emil Zimmermann
Die Quali der Männer im Replay
Überraschung an der Spitze: Paula Mayer-Vorfelder führt in der Quali
Die Qualifikation der Frauen bei der Deutschen Meisterschaft Bouldern 2026 in Pfungstadt ist entschieden – und das direkt mit einer Überraschung. Paula Mayer-Vorfelder (DAV München-Oberland) sicherte sich Platz eins und setzte sich damit vor Titelverteidigerin Lucia Dörffel (DAV Chemnitz). Für die junge Athletin ist das ein starkes Statement: Das 16-jährige Nachwuchstalent mischt bei dieser DM nicht nur mit, sondern schiebt sich gleich zum Auftakt an die Spitze des Feldes.
Hinter Mayer-Vorfelder und Dörffel landete Anna Lechner (DAV München-Oberland) auf Rang drei. Dass sie in diesem Jahr in starker Form ist, hatte sich bereits angedeutet – in Pfungstadt bestätigte sie nun direkt die Erwartungen. Afra Hönig (DAV Landshut) und Hannah Meul (DAV Rheinland-Köln) reihten sich auf den Plätzen vier und fünf ein und gehören damit wie erwartet zum favorisierten Kreis der Halbfinal-Anwärterinnen.
Insgesamt zeigte sich die Qualifikation als äußerst anspruchsvoll geschraubt - bei 38 Starterinnen gab es nur 7 Tops! Vor allem Boulder 3, ein athletischer Überhangboulder erwies sich als harte Nuss: Dort gelang im gesamten Feld weder ein Top noch eine Zone. Generell verlangten die Boulder den Athletinnen sehr spezielles Können ab – weniger klassisch nach oben, dafür stark traversierend, mit komplexen Bewegungen..
Hinter den Top fünf komplettierten Hannah Hattenbach (DAV Koblenz) auf Rang sechs sowie Daria Keller (DAV München-Oberland) und Janne Wiethölter (DAV Bremen) auf dem geteilten siebten Platz die vorderen Positionen. Damit ist klar: Im Halbfinale wartet ein stark besetztes Feld, in dem etablierte Namen und junge Talente eng beieinanderliegen.
Top 8 der Qualifikation
Paula Mayer-Vorfelder
Lucia Dörffel
Anna Lechner
Afra Hönig
Hannah Meul
Hannah Hattenbach
Daria Keller
Janne Wiethölter
Die Quali der Frauen im Replay
Alle Entwicklungen, Updates und Ergebnisse
Bei der DM treffen die besten Boulder-Athlet*innen Deutschlands aufeinander. Der Wettkampf wird in Qualifikation, Halbfinale und Finale ausgetragen. In der Qualifikation stehen fünf Boulder auf dem Programm, im Halbfinale vier, im Finale ebenfalls vier Boulder.
Das ist neu (angepasst ans internationale Regelwerk):
Aus der Qualifikation ziehen 24 Athlet*innen pro Kategorie ins Halbfinale ein, 8 Athlet*innen erreichen das Finale.
Wertung: Eine Zone bringt 10 Punkte, ein Top 25 Punkte. Für jeden zusätzlichen Versuch vor Zone oder Top werden 0,1 Punkte abgezogen. Negative Punktzahlen gibt es nicht.
Der Artikel wird im Lauf des Wochenendes fortlaufend ergänzt — mit den wichtigsten Entwicklungen aus den Runden, Ergebnissen, Stimmen und Bildern aus Pfungstadt.
Zum vollständigen Zeitplan: Deutsche Meisterschaft Bouldern 2026
Zu den Livestreams von Qualifikation und Halbfinale: sporteurope.tv/deutscher-alpenverein
Der Livestream des Finales: Sportschau: Deutsche Meisterschaft im Bouldern - hier anschauen
Allgemeine Starterliste und Ergebnisse
Die DM auf einen Blick!
Event: Deutsche Meisterschaft Bouldern 2026
Ort: Studio Bloc, Pfungstadt
Datum: 27. und 28. März 2026
Veranstalter: Deutscher Alpenverein e.V.
Ausrichter: Studio Bloc GmbH Darmstadt
Seid live dabei: Tickets für die DM Bouldern gibt es hier Deutsche Meisterschaft Bouldern - Studio Bloc Darmstadt