Auftakt der Hütten- und Bergsaison 2026

- Die Sommer-Bergsaison in den Alpen beginnt: In den kommenden Wochen öffnen zahlreiche Alpenvereinshütten wieder ihre Türen. Damit startet für viele Bergsportler*innen die Zeit der Mehrtagestouren, Hüttenwanderungen und alpinen Unternehmungen. Zum Saisonauftakt informiert der Deutsche Alpenverein (DAV) über die Öffnungstermine der Hütten, gibt Tipps zur Sicherheit am Berg und erklärt, worauf es beim Verhalten auf Wegen und Hütten ankommt.

Bergsteiger auf den letzten Metern zur Hütte. Foto: DAV / Julian Rohn

Hütten öffnen für den Sommerbetrieb 2026

Wann welche Hütte in die Saison startet, erfahren Bergsportler*innen in der aktuellen Übersicht der DAV-Hütten-Öffnungstermine. Während viele Hütten in den niedrigeren Lagen der Bayerischen Alpen und im Allgäu bereits geöffnet haben, folgen hochgelegene Hütten im Karwendel oder in den Lechtaler Alpen erst im Juni.

Alle Öffnungstermine im Überblick: Öffnungstermine der DAV-Hütten im Sommer 2026

Hütten buchen: Digitale Tools erleichtern die Tourenplanung

Der DAV stellt in Zusammenarbeit mit anderen alpinen Verbänden hilfreiche digitale Planungshilfen bereit, die die Suche nach freien Schlafplätzen und die Buchung deutlich erleichtern. Eine frühzeitige Planung und Reservierung lohnen sich besonders an beliebten Wochenenden und in Ferienzeiten.

  • Hut ReservationDas zentrale Online-Reservierungssystem für über 500 Alpenvereinshütten in Deutschland, Österreich und Südtirol – sowie in der Schweiz. 

  • Last Minute HüttenbettFindet bis zu drei Tage im Voraus freie Schlafplätze für spontane Bergtouren.

  • BettencheckZeigt auf einen Blick die Verfügbarkeit mehrerer Hütten entlang eines Wegs – ideal für Mehrtagestouren. 

Auf der Hütte: Rücksicht und Vorbereitung helfen allen

Das Leben auf einer Alpenvereinshütte funktioniert nur mit gegenseitiger Rücksichtnahme. Dazu gehören ein respektvoller Umgang miteinander, das Einhalten von Hüttenregeln und eine gute Vorbereitung. Wichtige Hinweise für den Hüttenaufenthalt – von Ausrüstung über Reservierungen bis zum Verhalten vor Ort – haben wir hier zusammengestellt:

Bettwanzen auf Alpenvereinshütten

Ein Thema, das Hüttenbetreiber*innen zunehmend beschäftigt, sind Bettwanzen. Sie galten lange vielerorts als nahezu ausgerottet, seit einigen Jahren sind Bettwanzen weltweit jedoch wieder auf dem Vormarsch. Beim Deutschen Alpenverein sind jährlich etwa fünfzehn bis zwanzig Hütten von Bettwanzen betroffen – Tendenz steigend, ähnlich wie bei Unterkünften im Tal.

Mit einfachen Maßnahmen können Hüttengäste helfen, eine Verbreitung zu vermeiden:

  • gründliche Gepäckkontrolle vor und nach der Tour, idealerweise durch Ausschütteln in Badewanne oder Dusche

  • verschließbare Beutel für Rucksack bzw. Gepäckinhalt nutzen

  • Rucksäcke nicht mit in die Schlafräume nehmen bzw. verschlossen in größtmöglicher Entfernung zum Schlafplatz lagern (z. B. an Kleiderhaken, auf Stühlen)

  • Hüttenschlafsack und Kleidung regelmäßig waschen bei mindestens 40°C (besser 60°C) im längsten Waschprogramm mit viel Waschmittel

  • nicht waschbare Gegenstände in der Tiefkühltruhe bei -18°C für drei Tage einfrieren

  • hitzeunempfindliche Gegenstände im Backofen bei mind. 55°C eine Stunde erhitzen

  • Verdachtsfälle sofort melden

  • Präventionsmaßnahmen der jeweiligen Hütte beachten und umsetzen

Mehr Hintergründe und Tipps gibt es hier: Bettwanzen auf Alpenvereinshütten

Nachhaltig in die Berge: Öffentlich anreisen und gratis übernachten

Der DAV empfiehlt eine möglichst klimafreundliche Anreise in die Berge. Viele Tourengebiete und Hütten sind mittlerweile gut mit Bahn und Bus erreichbar. Mit der Aktion „Freie Nacht fürs Klima“ unterstützt der DAV gemeinsam mit Partnern die öffentliche Anreise: Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Hütte anreist, kann unter bestimmten Bedingungen eine kostenlose Hüttenübernachtung erhalten.

Gut vorbereitet auf den Hüttenaufstieg

Gerade zu Saisonbeginn können in höheren Lagen noch anspruchsvolle Bedingungen herrschen. Altschneefelder, aufgeweichte Wege oder wechselhaftes Wetter erfordern eine sorgfältige Tourenplanung. Der DAV empfiehlt deshalb, sich bereits vor der Tour über aktuelle Bedingungen und Wetterentwicklungen zu informieren. Hilfreiche Informationen bieten:

Besonders im Frühsommer sind Schneefelder oft länger vorhanden als erwartet und können Absturzgefahr mit sich bringen. Tipps für sicheres Wandern bei Schnee und wechselhaften Bedingungen gibt der DAV hier:

Mit steigenden Temperaturen beginnt zudem wieder die Gewittersaison im Gebirge. Wer früh startet und Wetterentwicklungen aufmerksam beobachtet, reduziert Risiken deutlich. Hinweise zum richtigen Verhalten bei Unwettern finden sich hier:

Auch Begegnungen mit Weidevieh gehören zum Bergsommer. Besonders Mutterkühe reagieren sensibel auf Annäherungen. Der DAV informiert über das richtige Verhalten auf Almen und Weideflächen:

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