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Der Rothirsch

König der Alpen

Mit seinem mächtigen Geweih ist der Rothirsch das größte Huftier der Alpen. Und – abgesehen von einzelnen in den Alpen wandernden Braunbären – auch das größte Säugetier der hiesigen Gebirgsregionen.

Kurz & knapp

Lebensraum

Der Hirsch lebt zumeist versteckt im Wald. Tags hält er sich im Einstand auf, und tritt erst mit der einbrechenden Dämmerung in offenes Gelände. In den Hochalpen sind die Hirsche bevorzugt auf ruhigen Alpweiden in einer Höhe von 2.000 bis 2.7000 Metern.

 

Hirsche bewegen sich in den Alpen oft an ausgesetzten Stellen und steilen Hängen; nach Möglichkeit jedoch immer mit viel Wald und wenig Fels. Erst der erste Schnee zwingt sie tiefer ins Tal.

 

Größe und Gewicht

Ein ausgewachsener männlicher Hirsch kann eine Schulterhöhe von 1,20-1,50m erreichen und dabei 160-220 kg wiegen.

 

Die Männchen tragen ein charakteristisches Geweih. Jede der beiden Geweihstangen kann bis zu einem Meter lang werden und bis zu 6 Kilogramm wiegen, vereinzelt sogar deutlich mehr. Das Geweih werfen die Hirsche jedes Jahr zwischen Februar und Mai ab.

 

Nahrung, Nachwuchs & Alter

Die Hirsch ernährt sich vor allem von Gräsern und Kräutern. Auch Kastanien und Eicheln, Beeren und Bucheckern gehören auf seinen Speiseplan. Im Winter äst er an Zweigen und schält die Rinde vieler Bäume.

 

Hirsche leben in nach Geschlechtern getrennten Rudeln: Junge Männchen sind unter sich. Weibchen finden sich zu Familienverbänden zusammen; mehrere Familiengruppen können sich zu einem Rudel zusammenschließen.

 

Die Geschlechter mischen sich nur zu zwei Gelegenheiten im Jahr: Zur Brunftzeit im Spätsommer und Frühherbst sowie im Winter, wenn die Nahrung knapp wird.

 

Alpen-Tier-Talk

Der Rothirsch heißt

  • Wissenschaftlich: Cervus elaphus
  • Englisch: Red Deer
  • Französisch: Cerf rouge
  • Italienisch: cervo
  • Slowenisch: Navadni Jelen
 

Schutz & Verbreitungsgebiete in Deutschland

Heute hat der Hirsch auch in den Alpen quasi keinen natürlichen Feind mehr. – Der Wolf ist nur vereinzelt (wieder) in den Alpen zu finden; andere natürliche Feinde wie Adler, Luchs oder Fuchs können nur in ganz seltenen Fällen Neugeborene erbeuten. Vor allem, um einen zu starken Verbiss des Waldes zu vermeiden, werden Hirsche einerseits bejagt, andererseits im Winter oft in Wintergattern gehalten.

 

Auf Rothirsche trifft man im Sommerhalbjahr eher zufällig und zumeist in der Dämmerung bis an die Waldgrenze. Im Winter kann man sie mitunter an den Fütterungsstellen beobachten.