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Gemeinsames Hüttentechnikseminar des DAV und ÖAV

02.05.2019, 13:06 Uhr

Die Anforderungen im Bereich der Ver- und Entsorgung von Schutzhütten, aber auch die technische Ausstattung für Brandschutz etc. werden immer komplexer.

Jede noch so teure Anlage funktioniert aber nur so gut sie gewartet wird.

Verschiedene gesetzliche Vorgaben verlangen zudem eine Vielzahl von Qualifikationen von den vor Ort Verantwortlichen.

 

Die Hüttenwirtsleute und ehrenamtlichen Hüttenwarte behandelten ihm Rahmen des Seminars folgende Ausbildungsinhalte:


Kleinkläranlagenkurs: Gemeinsam mit dem ÖWAV konnte unter Leitung von Priv.-Doz. DI Dr. Günter Langergraber und Dr.-Ing. Dieter Schreff ein speziell auf die Anforderungen von Schutzhütten zugeschnittener Kurs angeboten werden.

Zu rechtlichen Fragen gab Dr. Elisabeth Obermoser Auskunft.

 

Materialseilbahnen: Hannes Paulmichl präsentierte wichtige Inhalte rund um das Thema Materialseilbahnen.

 

Energieversorgung auf Schutzhütten: Stefan Meisl und Hubert Deubler sensibilisierten die Teilnehmer durch praxisnahe Vorträge und lebendige Experimente für eines der Kernthemen auf Alpenvereinshütten.

 

Grundunterweisung Trinkwasser: Durch die von DI Georg Felber und Ing. Winfried Kunrath durchgeführte Schulung erfüllen die Hüttenwirte die in Österreich geforderten gesetzlichen Anforderungen zur Abgabe von Trinkwasser an Gäste auf den Schutzhütten.


Prävention und gesundheitliches Krisenmanagement auf Hütten: Dr. Ludwig Walters vom Gesundheitsamt Oberallgäu und Hansjörg Wiesböck vom Landratsamt Garmisch-Partenkirchen gaben praktische Tipps und Hilfestellungen zum Thema Hygiene und Verhaltensweisen bei Ausbruch von akuten Erkrankungen auf Schutzhütten.

 

Abfallentsorgung auf Schutzhütten: Ing. Anton Sinth gab wertvolle Hinweise zum Umgang mit Abfall auf Schutzhütten.

 

Ausbildung zum Brandschutzwart: Die Ausbildung zum Brandschutzwart erfolgte durch das Institut für Sicherheits- und Brandschutzausbildung und den beiden Referenten Ing. Christoph Wegscheider und Ludwig Thaler.

 

Aufbaulehrgang zum/zur Brandschutzbeauftragten: Der Einsatz eines Brandschutzbeauftragten kann in Ausnahmefällen eine Auflage in behördlichen Bescheiden sein. Der Lehrgang wurde ebenfalls vom Institut für Sicherheits und Brandschitzausbildung durchgeführt.

 

Rund 40 Hüttenwirtsleute und ehrenamtliche Hüttenwarte von DAV und ÖAV nahmen am Seminar teil.

Die hochkarätigen Referenten aus Verwaltung, Wissenschaft und Praxis sowie hauptamtliche Mitarbeiter der beiden alpinen Vereine hielten Fachvorträge und luden zu Diskussion und Erfahrungsaustausch ein.

 

 


Für Ihren Terminkalender:

Das nächste Hüttentechnikseminar für Hüttenwirtsleute und Hüttenwarte findet voraussichtlich vom 22. April bis 26. April 2020 in Kaprun statt.


Bei Fragen zur Veranstaltung wenden Sie sich gerne an das Ressort Hütten und Wege unter huetten[Punkt]wege[Klammeraffe]alpenverein[Punkt]de

 

Informationsveranstaltungen zur Weiterbildung

Aus- und Fortbildung für Hüttenverantwortliche

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Aus- und Weiterbildung für Hüttenverantwortliche

Hüttentechnik

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Modernisierung und der zukunftsweisende ökologische Betrieb der alpinen Unterkünfte sind erklärtes Ziel des DAV. Ziel des DAV ist die Modernisierung und der ökologische Betrieb der alpinen Unterkünfte sowie deren Ausrüstung nach dem jeweils anwendbaren Stand der Technik. Zum Einsatz kommen: Fotovoltaikanlagen und Kleinwasserkraftanlagen zur Stromerzeugung Rapsölbetriebene Blockheizkraftwerke Scheitholzkessel oder Pelletöfen zur Wärmeerzeugung  Biologische Kleinkläranlagen zur Abwasserreinigung  und viele weitere innovative und umweltfreundliche Techniken zur Ver- und Entsorgung. Welche rechtlichen Rahmenbdingungen gelten beschreibt das VADEMECUM 2015, siehe Downloads. 

Hüttenbau und Hüttenbetrieb - Recht und Richtlinien

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Schutzhütten in Extremlagen unterliegen einem eigenen Betriebsanlagenrecht. Der Betrieb einer Beherbergungsstätte oder eines Gastgewerbes unterliegt Richtlinien und Verordnungen. Folgende Punkte geben exemplarisch Auskunft über deren Anwendung auf  Alpenvereinshütten in Deutschland und Österreich.