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Falkenhütte: Modernisierung geht voran

06.08.2018, 13:14 Uhr

Seit September 2017 ist die Falkenhütte im Karwendel geschlossen. Die 1922 erbaute Hütte wird unter dem Motto "Wir wappnen die Falkenhütte für die nächsten 100 Jahre" generalsaniert. Die aufwendigen Bauarbeiten schreiten voran.

Ursprünglicher Charakter soll erhalten bleiben

Die Falkenhütte ist ein beliebtes Ziel bei Tages- und Mehrtageswanderern, Mountainbikern und Bergsteigern. In den vergangenen Jahren wurden regelmäßig notwendige Reparaturen und Anpassungen vorgenommen. Die DAV-Sektion Oberland geht nun einen großen Schritt in die Zukunft und investiert insgesamt 6,3 Millionen Euro in die Modernisierung der denkmalgeschützten Hütte. Der traditionelle Stützpunkt soll dabei sein ursprüngliches Flair behalten. Insbesondere die „Urhütte“, das Kerngebäude der Falkenhütte, wird laut der Sektion Oberland auch nach der notwendigen Sanierung ihren alten Charme besitzen. Das betrifft auch die gemütliche Stube und die geschindelte Fassade.

 

Neues Nebengebäude, neuer Quertrakt

Mittlerweile wurde der alte Anbau abgerissen. Als Ersatz wird ein neues Gebäude mit verbessertem Brandschutz an der Stelle der alten Energiezentrale errichtet. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen. Auch der alte Quertrakt wird abgerissen und erneuert. Hier werden schließlich neue Lager, Sanitärräume, die Pächterwohnung und die neue Küche untergebracht. Die alte Küche wird zum erweiterten Gastraum umfunktioniert, damit noch mehr Gäste Platz finden.

Außerdem wird Energieversorgung auf neue Beine gestellt. Ein 6 Kilometer langes Kabel aus dem Engtal versorgt die Hütte künftig mit Ökostrom. Um die hohen Kosten zu stemmen, bittet die Sektion auch DAV-Mitglieder um Unterstützung. Spender (ab 100 Euro) erhalten als Dank eine Tonscheibe, in die der Name eingraviert ist. Die Scheiben werden in der neuen Stube aufgehängt. Mehr unter www.alpenverein-muenchen-oberland.de

 

Webcam und Bautagebuch

Die Bauarbeiten an der auf 1848 Meter gelegenen Hütte gestalten sich sehr aufwendig. Da die Falkenhütte seit 2015 denkmalgeschützt ist, sind besondere Maßnahmen erforderlich, die auch mehr Kosten verursachen. Insbesondere die brandschutztechnischen Auflagen der Behörden sind kompliziert umzusetzen. Da die Falkenhütte in einem Naturschutzgebiet liegt, ist auch die Planung der Bauarbeiten komplizierter. Im Anschluss an die Sanierung sind darüber hinaus Maßnahmen zur Renaturierung nötig.

Wer mehr wissen möchte: Die Website www.alpenverein-muenchen-oberland.de bietet nicht nur eine 3-D-Animation zur Modernisierung, sondern auch eine Webcam und ein Bautagebuch, damit die künftigen Besucher den Fortgang der Arbeiten anschaulich verfolgen können.