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Der Winterraum

24.01.2019, 09:00 Uhr

Was er ist, was euch erwartet und was ihr beachten müsst

In der kalten Jahreszeit von September bis März sind viele Hütten nicht geöffnet, trotzdem fordern lange Skitouren, Durchquerungen oder Wetterumschwünge einen Schutzraum. Deshalb bieten viele Hütten einen Winterraum an. Dieser funktioniert im Prinzip wie eine Selbstversorgerhütte, ist aber rustikaler. Das heißt die Anzahl der Bettenlager und der Aufenthaltsraum ist beschränkt und die Ausstattung auf das Nötigste reduziert.

 

 

 

 

 

Neben den Bettenlagern bieten die meisten Winterräume eine Kochmöglichkeit, Stühle und einen Tisch, Brennholz, Geschirr und eine kleine Kasse. Allerdings ist nicht jeder Winterraum gleich ausgestattet. Deshalb ist es wichtig, dass man sich vor der Tour genau über die Ausstattung auf der Webseiten der Hütte und der zugehörigen Sektion informiert. Sollte z.B. keine Kochmöglichkeit vorhanden sein, muss ein eigener Kocher mitgebracht werden.

 

Manche Winterräume nutzen eine kleine Solaranlage, die Elektrizität spendet und für Licht sorgt. Jedoch sind solche Winterräume die Ausnahme und nicht der Standard. Obendrein kann die Solaranlage verschneit und dadurch unbenutzbar sein. 

 

Was sollte neben der Bergsteigerausrüstung mitgenommen werden? Besonders bei kälteren Temperaturen empfiehlt sich ein eigener Schlafsack. Auch Geschirr ist häufig nur spärlich vorhanden, weshalb ein eigener Becher und Besteck ratsam sind. Und Essen? Winterräume sind eine Einrichtung für die Zeit, in der die Hütte nicht bewirtschaftet ist. Das heißt, die Verpflegung muss selber hochgetragen und zubereitet werden.

 

Der Aufenthalt in einem Winterraum erfordert Eigeninitiative. Nichtsdestotrotz kostet die Übernachtung ein kleines Entgelt, denn der Hüttenwirt und/oder die hüttenbesitzende Sektion müssen sich um den Erhalt des Raumes kümmern. Dazu gehört z.B. die Versorgung mit Brennholz. In der Hütten- und Tarifordnung des DAV sind die Winterraumtarife festgelegt. Die Obergrenze für Erwachsene liegt bei 13,00 €, für Junioren bei 10,00 € und für Jugend bei 6,50 €. Wie erwähnt, befindet sich in den meisten Winterräumen eine kleine Kasse, in die der Betrag einzuzahlen ist. Sollte man das nötige Kleingeld unpassend oder nicht zur Hand haben, ist es oft möglich den Betrag nachträglich zu überweisen. Die Sektion der Hütte gibt Auskunft über die Bankverbindung.

 

Was ist ein Winterraum nicht? Ein Winterraum ist keine Privatdisco, in der ungehemmt gefeiert werden kann. Auch ist er keine Unterkunft auf lange Zeit, um das Eremitenleben zu genießen. Er dient ausschließlich als Schutzhütte für Bergsteiger auf geplanten Touren oder in Notfällen.

 

Verhalten in einem Winterraum

Tipps & Regeln für Gäste & Besucher

Mehr erfahren
Ihr möchtet nun eine Tour, mit Aufenthalt in einem Winterraum durchführen! Anbei ein paar Tipps & Regeln damit der Aufenthalt so reibungslos wie möglich abläuft!   Bereits einige Wochen im Voraus müssen Informationen auf den Webseiten der Hütte und zugehörigen Sektion eingeholt werden. Dazu zählen die genau Ausstattung und der Zugang zum Winterraum. Manche Winterräume sind offen und damit frei zugänglich, für andere wird ein AV-Schlüssel benötigt. Diesen erhaltet ihr bei der Sektion oder beim Hüttenwirt. Des Weiteren ist die Lage des Raumes zu klären. Manchmal befindet sich der Winterraum in einem Nebengebäude oder unterhalb des Hauptgebäudes und ist bei starken Schneefall und eventueller Dunkelheit schwer zu finden ist.