Beste Verhältnisse herrschten am Dienstag beim Aufstieg zum Satteljoch.
Für sonnige Bergherbst-Touren muss man den Freitag oder den Samstag nutzen. Foto: DAV/Pröttel
So wird´s am Wochenende

Bergbericht 31. 10. bis 1. 11. 2026

Während man sich in den meisten Mittelgebirgen auf ein wolkenreiches Bergwochenende einstellen muss, scheint in den Alpen zumindest bis Samstagnachmittag die Sonne. Allerdings sollte man sich dabei nach Westen orientieren.

Tourenverhältnisse

Bis gestern war der Schnee von letzter Woche bis ca. 2200 m wieder weitgehend abgeschmolzen. So lagen auf der schönen Rundtour vom Risstal aufs Satteljoch (1935 m/Karwendel) am Dienstag nur noch Schneereste. Gestern Nachmittag gab es dann oberhalb von ca. 2000 m einen kleinen Nachschlag. So präsentierte sich z.B. der Osterfelderkopf (2057 m/Wettersteingebirge) heute Morgen leicht verschneit. Auch dieser Schneeüberzug wird sonnenseitig schnell wieder verschwinden.
Weiter oben bleibt der Schnee aber weiter ein wichtiges Thema. Einem Foreneintrag zufolge lag im südseitigen Birkkar (Karwendel) am gestrigen Mittwoch ab 2200 m eine geschlossene Schneedecke. Am Oberen Einstieg in die steile Eggersgrinn (Kaisergebirge) wird sogar vor „ungangbaren Schneeverwehungen“ gewarnt. An Schattenhängen oberhalb von 2000 m bis 2200 m muss man am Wochenende also mit Schneekontakt rechnen.

Deutlich mehr Schnee liegt auf den hohen Bergen der Schweiz. Dort fielen zwischen Mittwoch und Samstag in den Berner und Walliser Alpen sowie im Bernina-Gebiet oberhalb von 2800 m rund ein halber Meter Schnee. Und auch auf den österreichischen Gletschern wächst die Schneeauflage langsam aber stetig.

Wochenendwetter

Mittelgebirge: In der Eifel und im Rothaargebirge verlaufen die kommenden Tage meist bewölkt. Die größeren Wochenend-Chancen auf Sonne bestehen am Samstagnachmittag. Die Maximaltemperaturen sinken am Kahlen Asten (841 m) von 8°C am Freitag auf 5°C am Sonntag.
Im Harz und im Thüringer Wald ist das Wochenendwetter ähnlich. Am windigen Brocken (1148 m), wo sonntags vielleicht die Sonne zum Vorschein kommen kann, sinken die Höchsttemperaturen von 5°C auf 2°C.
Im Elbsandsteingebirge dominieren ebenfalls die Wolken. Auch hier bestehen gewisse Sonnen-Chancen am Sonntag. Auf dem Großen Zschirnstein (560 m) liegen die Höchstwerte bei 7°C.
Im Bayerischen Wald wird am ehesten der Freitag noch freundlich, aber bereits windig. Am Wochenende dominieren die Wolken. Am Sonntag können auf den höchsten Gipfeln Schneeflocken fallen. Die Maximaltemperaturen liegen am Großen Arber (1456 m) zwischen 3°C am Freitag und 0°C am Sonntag.
Im Schwarzwald ist oberhalb des umliegenden Hochnebels die meiste Wochenend-Sonne zu erwarten. Am windigen Feldberg (1493 m) sinken die Höchstwerte von 5°C am Freitag auf 2°C am Sonntag.

Alpen: Am Freitagvormittag hält sich am nördlichen und östlichen Alpenrand zäher Hochnebel, während sich in den übrigen Gebirgsregionen der Ostalpen von Beginn an meist sonniges Bergwetter durchsetzt. Während es in den westlichen und zentralen Gebirgsgruppen mit einer Nullgradgrenze von 2700 m für die Jahreszeit vergleichsweise mild ist, liegt diese im Osten bei 1500 m.
Am Samstag scheint oberhalb des Hochnebels (der sich im Osten am längsten hält) auf den Gipfeln die Sonne. Die Nebelobergrenze soll zwischen 1200 m und 1700 m liegen. Im Tagesverlauf ziehen vom Dachstein ostwärts von Norden her dichte Wolken auf. Am Nachmittag sind dort ab 1200 m leichte Schneeschauer möglich.
Am Sonntag bleibt es im Westen und Südwesten nach Auflösung örtlicher Nebelfelder überwiegend sonnig, während im Norden, Osten und in den zentralen Alpen dichte Wolken und leichte Schneeschauer zu erwarten sind. Die Schneefallgrenze sinkt bis 1000 Meter, in Teilen der Steiermark sogar darunter. Bei einer  Nullgradgrenze zwischen 1100 m und 2300 m weht lebhafter bis starker Wind.

In den Westalpen wird auch der Sonntag – abgesehen von der Nordostschweiz – recht sonnig.

Fazit

Es steht ein herbstliches Bergwochenende ins Haus. Daher muss man überall auf ausreichend warme Kleidung achten. Bei den Mittelgebirgen bestehen im Schwarzwald die größten Chancen auf Sonne. Dort wird es aber recht windig. Ansonsten muss man sich auf viele Wolken einstellen.

In Bezug auf die Alpen macht es großen Sinn, sich in Richtung Westen hin zu orientieren. Dabei sollte man, wenn möglich, den Freitag oder den Samstag für eine Bergtour nutzen.

Die Schneelage ist für Ende Oktober im Hochgebirge nicht gerade üppig, sollte aber dennoch bei der Tourenplanung beachtet werden. Dabei können die Verhältnisse von Gebirge zu Gebirge sehr unterschiedlich sein. Generell wird man unterhalb von 2000 Metern auch nordseitig schneefrei unterwegs sein. Oberhalb von etwa 2300 m muss man zumindest nordseitig mit Schneekontakt rechnen.

Unabhängig von der Schneelage macht es jetzt im Spätherbst viel Sinn, Teleskopstöcke und Grödel bzw. Spikes mitzunehmen, da feuchte Passagen in den kalten Nächten gefrieren können. Wegen der frühen Dämmerung gehört zur Sicherheit auch eine Stirnlampe in die Deckeltasche.

Tourenempfehlungen

Auch für das kommende Wochenende haben wir 15 Vorschläge auf alpenvereinaktiv.com für euch zusammengestellt.

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