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Vom Kind zum Kinderbetreuer

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Wie war es als Kind der Familiengruppe und auch in den Ausbildungen?   Die Zeit als Kind in einer Familie, in der Zeit am Berg und in der Natur eine große Rolle spielt, war eine Zeit mit viel Abenteuern und Erlebnissen. Am spannendsten waren für mich immer die Übernachtungen auf Hütten, weil das gemeinsame Aufsteigen, das miteinander Kochen und schließlich die Nacht im Bettenlager, auch noch Wochen danach Redestoff lieferte. Zwar sind die Erinnerungen an die Grundausbildung meiner Mutter zur Familiengruppenleiterin, bei der ich drei Jahre alt war, nicht mehr ganz so frisch, umso mehr blieb mir die Fortbildung „Erlebnis Winter“ im Kopf. Denn ich liebte es im Winter draußen zu sein, etwas zu bauen oder zu spielen und bei dieser Fortbildung war von Schneeschuhwandern über Skulpturen bauen bis hin zu Eisklötzen für das perfekte Iglu ausstechen, alles dabei. Gemeinsam mit anderen Kindern losziehen, egal ob nur für einen Tag oder über ein Wochenende, egal ob spielen am Bach oder einen Gipfel besteigen, die Zeit in meiner Familiengruppe war immer besonders.   Was hat Dich bewogen, Kinderbetreuerin zu werden?   Nach wie vor ist Familienbergsteigen in unserer Familie ein großer Bestandteil unseres Zusammenlebens. Durch die langjährige Tätigkeit meiner Mutter im Bundeslehrteam, habe ich den Bezug zur Familiengruppenarbeit nie verloren. Einmal als Team Mutter-Tochter auf eine andere Art zur arbeiten, war schon verlockend. Mittlerweile bin ich seit 5 Jahren als Kinderbetreuerin tätig und mich begeistert diese Arbeit immer wieder von Neuem.   Was gefällt Dir besonders an dieser Aufgabe?   An der Aufgabe einer Kinderbetreuerin gefällt mir besonders das Draußen sein, das Spielen mit den Kindern und das Kennenlernen ihrer Sichtweisen und Gedanken. Am Ende jeder Ausbildung haben nicht nur die Eltern und die Kinder etwas Neues gelernt, sondern auch ich gehe mit neuen Erfahrungen, die sich einprägen, nach Hause.   Ann-Kathrin Ascherl, als Kind bei der Grundausbildung dabei, dann in der Familiengruppe und jetzt Kinderbetreuerin bei den Grundausbildungen und Fortbildungen für Familiengruppenleiter  

Familiengruppenleiter vor Ort

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Familiengruppenleiter in der Sektion     

Mit Kindern auf Hütten

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Am Anfang stand beim DAV in den 80er-Jahren ein kleines schwarz-weiß gestaltetes Mauerblümchen ... ... im A 5 Format: eine Sammlung von Hütten, die wegen schwindender alpiner Bedeutung eher schwach ausgelastet waren. Die Besucherzahlen sollten damit gesteigert werden.   Im Zuge der Entwicklung der Familienarbeit im DAV Ende der 80er-Jahre und der sich entwickelnden Zusammenarbeit mit ÖAV und AVS bei diesem neuen Arbeitsfeld in den 90er-Jahren ist es gelungen, aus dem Heftchen eine wichtige Orientierungshilfe für Familien und Familiengruppen zu gestalten.   Dazu haben klare Qualitätskriterien, Vereinbarungen zwischen AV, Wirtsleuten und Sektionen genauso beigetragen wie ein Schwerpunkt bei den Erlebnisbereichen, die die Besucher auf den Hütten und in der Umgebung erwarten.   Die seit langem bunte Broschüre hat sich mit inzwischen etwa 100 Hütten zum „Publikumsrenner“ entwickelt. Mit ca. 20.000 gedruckten und weit über 100.000 geklickten Exemplaren sorgt sie für spannende Familienabenteuer auf geeigneten AV-Hütten und hilft mit, die Alpenvereine auch für die Zielgruppe junger Familien attraktiv zu machen.   Klaus Umbach, Mitbegründer des Familienbergsteigens im DAV und maßgeblicher Mitgestalter der Kampagne "Mit Kindern auf Hütten"  

Lehrteam Familienbergsteigen

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Was begeistert Dich besonders an der Arbeit im Lehrteam Familienbergsteigen?   Am Familienbergsteigen begeistert mich die tolle Zusammenarbeit im Lehrteam mit Menschen, die für viele verschiedene Aspekte des Unterwegsseins in den Bergen stehen; mich begeistert die Idee, Familien darin zu unterstützen gemeinsam mit Kindern Bergnatur zu erleben und das zu allen Jahreszeiten (besonders die Leitung der Winter-Schneeschuh-Fortbildungen haben meiner Tochter und mir viele unvergessliche Momente beschert).   Besonders wichtig ist es mir, Menschen für einen achtsamen Umgang mit sich und mit der Natur zu sensibilisieren und sie für Natur- und Klimaschutz zu motivieren. Im Sinne von Familienbildung bieten die FGL-Fortbildungen mit Natur- und Nachhaltigkeitsschwerpunkten eine schöne Möglichkeit, dass sich Eltern und Kinder auf intensive Erlebnisse in den Bergen einlassen. Wir spüren ursprüngliche Natur hautnah, erleben diverse Gemeinschaft und erproben, was es heißt ein Wochenende gemeinsam nachhaltig zu leben. Stärkung und Blaupause für den Alltag!   Steffi Kreuzinger, Lehrteam Familienbergsteigen  

Von Anfang an dabei!

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Totgesagte leben länger ... ... so der Familiengruppenleiter unserer Sektion in einem Artikel der DAV-Mitteilungen. Und tatsächlich lebt sie noch immer die Familiengruppenarbeit in den DAV-Sektionen und wie! Familiengruppen sind schon eine lange Zeit ein sehr lebendiger und unverzichtbarer Teil in der Arbeit der meisten Sektionen.   Das war nicht immer so. Ursprünglich ein Zweig der JDAV hatte sich die Familienarbeit Anfang der 90er Jahre gerade ein bisschen verselbständigt, da wollte die damalige Vereinsspitze den entsprechenden Etat und die damit möglichen Aktivitäten radikal zusammenstreichen. Nur noch die Broschüre „Mit Kindern auf Hütten“, die damals einen sehr viel geringeren Umfang als heute hatte, sollte finanziert werden.   Als Vorsitzende einer Sektion mit einer Familiengruppe sozusagen der ersten Stunde konnte ich die positiven Aspekte dieser Arbeit unmittelbar erfahren. Waren junge Mitglieder zum Zeitpunkt ihrer Familiengründung und mit kleinen Kindern bis dato in der Sektion fast nicht mehr gesehen worden, hatten sie in der Familiengruppe plötzlich wieder einen Andockpunkt. Darüber hinaus war eine Familiengruppe auch attraktiv für junge Familien, die bisher nicht an eine Mitgliedschaft im DAV dachten.   Ich setzte mich also in der DAV Hauptversammlung 1992 aktiv ein für die Weiterführung der Familienarbeit. Erreicht wurde neben der Finanzierung der genannten Broschüre auch noch ein kleiner Etat für die weitere Ausbildung von Familiengruppenleitern.   1993 wurde ich dann als Beauftragte des DAV für Familienbergsteigen mit Sitz im VA und HA – zwar ohne Stimme, aber immerhion – berufen. Mit dem Erreichten konnte man arbeiten und über die Ausbildung von Gruppenleitern die Basis in den Sektionen erweitern. Das vor allem war wichtig, denn der Wunsch und wenn man so will der Druck auf die Vereinsspitze, die Familienarbeit im Verein zu integrieren, musste von „unten“ von den Sektionen kommen! In den Folgejahren wuchsen Akzeptanz der Familienarbeit und der Etat.   Heute sind die Familiengruppen in den Sektionen und im Verein etabliert und es würde sich wohl niemand finden, der den Sinn dieser Arbeit in Frage stellen würde.   Als ehemalige Beauftragte für Familienbergsteigen – ich hatte diese Amt 6 Jahre inne – erfüllt es mich mit großer Genugtuung, dass es gelungen ist, diese Arbeit über 30 Jahre hinweg erfolgreich weiterzuführen und auszubauen. Mein Dank gilt allen meinen Nachfolgern und den zahllosen Gruppenleitern, die durch ihr Engagement das ermöglicht haben.   Lotte Pichler, Mitbegründerin des Familienbergsteigens im Deutschen Alpenverein   

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