Olympia 2026: Deutsches SkimoTeamGermany bereit für die olympische Premiere

- Der Deutsche Alpenverein (DAV) hat bei einer Pressekonferenz am 5. Februar 2026 in München das Skimo-Team für die Olympischen Winterspiele Mailand–Cortina 2026 vorgestellt. Tatjana Paller, Helena Euringer und Finn Hösch werden Deutschland beim olympischen Debüt der Sportart Skibergsteigen vertreten.

Tatjana Paller und Finn Hösch beim Training für Olympia. Foto: DAV/Nils Lang

Mit der Olympia-Premiere erhält das Skibergsteigen eine neue internationale Bühne – und das SkimoTeamGermany die Chance, sich erstmals im größten Wintersport-Schaufenster der Welt zu präsentieren. Bei der hybriden Pressekonferenz in der DAV-Bundesgeschäftsstelle nahmen Tatjana Paller, Finn Hösch sowie Bundestrainer Andreas Eder und der Sportliche Leiter Hermann Gruber teil. Helena Euringer war online zugeschaltet. 

Hermann Gruber, Sportlicher Leiter beim DAV, betonte: „Die Sichtbarkeit unserer Sportart, ist die wichtigste Veränderung, die wir gerade erfahren. Unsere Athleten geben seit Jahren alles für ihren Sport, und mit Olympia kommt jetzt die Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Das spüren wir im Verband, beim Medieninteresse und auf den Wettkämpfen. Und wir versuchen, das Interesse natürlich auch in die Nachwuchsgewinnung und Professionalisierung der Sportart mitzunehmen.“ 

Was die Athleten sportlich in Bormio erwarten wird, ordnete Bundestrainer Andreas Eder ein: „Der Sprint ist mit einer Laufzeit von zweieinhalb Minuten und 70 Höhenmetern sehr athletisch und intensiv. Beim Mixed-Relay ist dagegen die doppelte Distanz und Zahl an Höhenmetern zu bewältigen, da ist mehr Ausdauer gefragt.“ Als Ziel gab der Bundestrainer aus: „Wir sind konkurrenzfähig und können die Top 5 erreichen, eine Medaille ist aber auch drin. Wenn sechs Athleten gegeneinander laufen, kann immer was passieren, das wird richtig spannend.“ 

Alle drei Athlet*innen gehören seit mehreren Jahren zur nationalen Spitze im Skibergsteigen und sammelten internationale Erfahrung im Weltcup, trotzdem ist Olympia für alle eine ganz besondere Herausforderung. 

Finn Hösch war 2020 schon bei den Youth Olympics dabei, dennoch sagt er: „So ein großes internationales Sportevent ist eine ganz neue Situation. Aber wir haben uns so gut vorbereitet und die Vorfreude überwiegt! Ich hoffe, bei den Wechseln und in der Tragepassage besonders gut performen zu können. Man kann die Rennen an jeder Stelle verlieren – aber auch gewinnen. Gerade im Mixed mit Tatjana sind wir ein sehr eingespieltes Team.“ 

Für Tatjana Paller wird mit dem Start bei den Olympischen Spielen ein Kindheitstraum wahr: „Ich freue mich auf die Rennen, aber auch auf das olympische Erlebnis mit den anderen Athlet*innen.“ Sie hat auch Respekt: „Die Herausforderung wird sicher der Druck, weil so ein Start bei Olympia vielleicht eine einmalige Situation ist und man das Beste herausholen will.“ 

Helena Euringer ist mit 19 Jahren eine der jüngsten Athlet*innen im deutschen Team und meldete sich digital vom Jugendweltcup aus Berchtesgaden: „Ich freue mich sehr auf die Rennen. Olympia hat noch mal ein anderes Flair als ein normaler Weltcup. Ich habe letztes Jahr im Sprint einen großen Sprung gemacht und weiß, dass ich mich nicht verstecken muss.“ 

Das deutsche Olympia-Team im Skibergsteigen

Tatjana Paller (DAV Tölz)

 Helena Euringer (DAV Berchtesgaden)

Finn Hösch (DAV Bergland München)

Skibergsteigen bei den Olympischen Winterspielen 2026

Die olympischen Skimo-Wettkämpfe finden im italienischen Bormio im Stelvio Ski Centre statt.

Die Disziplinen

Sprint: Bei den Sprint-Wettkämpfen in Bormio werden die Athlet*innen 70 Höhenmeter auf der berüchtigten Stelvio-Piste hinauf- und wieder hinunterjagen. Der Ablauf der Sprint-Disziplin gleicht einer „Skitour im Schnelldurchlauf“. Die Strecke ist in vier Phasen unterteilt, wobei jeder Abschnitt an das klassische Skitourengehen angelehnt ist: Zunächst geht es für die Athlet*innen auf den Fellen durch einen Parcours bestehend aus den sogenannten Diamanten – eine Anlehnung an die Spitzkehren, die Hobbysportler*innen vom Skitourengehen kennen. Danach folgt eine Tragepassage. Der letzte Anstieg wird nochmal auf Ski zurückgelegt, bevor es in der Abfahrt, die über Tore vorgegeben ist, möglichst schnell zurück ins Tal und über die Ziellinie geht. Die meisten Athlet*innen brauchen etwa drei Minuten für die gesamte Sprint-Strecke. Mehrere Ausscheidungsläufe führen ins Finale, jede Sekunde ist entscheidend.

Mixed-Relay: In der zweiten olympischen Disziplin, der Mixed-Staffel, treten Teams aus jeweils einer Frau und einem Mann an. Jeder absolviert zwei Runden des Kurses, der über zwei Anstiege und zwei Abfahrten führt.

Wettkampftermine:

19. Februar 2026: Sprint

  • 9:50 Uhr: Vorläufe, Frauen

  • 10:30 Uhr: Vorläufe, Männer

  • 12:55 Uhr: Halbfinale, Frauen

  • 13:25 Uhr: Halbfinale, Männer

  • 13:55 Uhr: Finale, Frauen

  • 14:15 Uhr: Finale, Männer

21. Februar 2026: Mixed Relay

  • ab 13:30 Uhr

WhatsApp-Gruppe für Medienschaffende vor Ort

Für Medienschaffende vor Ort in Bormio gibt es aktuelle Infos und die Möglichkeit zu kurzfristigen Absprachen auch über unsere Skimo-WhatsApp-Gruppe.

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