logo-dav-116x55px

Konsum: Komfort um jeden Preis?

Alpenvereinshütten befinden sich überwiegend in einer sogenannten Insellage in oftmals schwer zugänglichem Gelände. Dies bedeutet erschwerte Bedingungen für die Energie- und Wasserversorgung sowie die Müll- und Abwasserentsorgung.

Auch deshalb sind der Einsatz regenerativer Energien und ökologischer Abwasserreinigungssysteme sowie Maßnahmen zum umweltfreundlichen Betrieb auf vielen Alpenvereinshütten bereits Standard. Doch auch hier geht es nicht ohne umweltbewusstes Verhalten und angemessene Komfortansprüche der Hüttengäste.

 

Vergleich: Kosten des Energie- und Wasserverbrauchs auf Hütten und im Tal

  auf Alpenvereinshütten im Tal
1 l Trinkwasser (Aufbereitung und Entsorgung) 5 Euro 0,16 Euro
1 Kwh Strom ca. 3 Euro ca. 0,29 Euro

 

Der Kostenvergleich des Energie- und Wasserverbrauchs macht deutlich, warum auf Alpenvereinshütten ein anderer Komfortanspruch gelten muss. Wird auf Hütten eine Tasse Kaffee ohne Untertasse serviert, hat das nichts mit schlechtem Service zu tun. Vielmehr ist das ein Zeichen von Ressourcenschutz, weil unnötige Spülgänge vermieden werden. Und so müssen auch wir uns kritisch fragen, ob der eigene Wasser- und Energieverbrauch auf Hütten zwingend notwendig ist. All das vor dem Hintergrund, dass auf einigen hochalpinen Hütten in Zukunft Trinkwassermangel herrschen kann und ein enormer Aufwand betrieben werden muss, um scheinbar Selbstverständliches bieten zu können.