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Klimawandel noch zu stoppen?

Die Folgen des Klimawandels sind bereits spürbar und haben weitreichende Konsequenzen für Mensch und Umwelt – ganz besonders im hochsensiblen Ökosystem Alpen. Die Begrenzung des Klimawandels und der Umgang mit klimatischen Veränderungen ist eine der größten gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Politik, Wissenschaft und Wirtschaft sind ebenso wie jeder Einzelne von uns gefordert, das eigene Handeln zu hinterfragen. Wir Bergsportler stehen dabei ganz besonders in der Pflicht, unseren bevorzugten Freizeit- und Erholungsraum zu bewahren.

Klimaschutz – was steckt dahinter und wo kann ich ansetzten?

Klimaschutz ist der Sammelbegriff für Maßnahmen, die der globalen Klimaerwärmung entgegenwirken und mögliche Folgen abmildern oder sogar verhindern sollen. Derartige Aktivitäten konzentrieren sich auf die Vermeidung und Reduzierung des Ausstoßes von Treibhaus-gasen sowie auf den Erhalt bzw. die Förderung von Naturräumen, die das mengenmäßig bedeutsamste Treibhausgas Kohlenstoffdioxid (CO2) aufnehmen (z. B. Wälder und Moore).

Wesentlichste Handlungsfelder, in denen großes Klimaschutzpotenzial steckt, sind:

  • Energieverbrauch im Haushalt
  • Ernährung
  • Mobilität
  • Konsumverhalten
  • Ressourcenschutz (z. B. Abfallvermeidung, Wassersparen, Rohstoffeffizienz, etc.)
 

Jeder Einzelne zählt!

Jeder kann einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz leisten. Dabei ist folgender Grundsatz entscheidend: Erst Vermeiden und Reduzieren, dann Kompensieren.

Die Vermeidung von CO2-Emissionen ist die sicherste Form des Klimaschutzes. Ohne erhebliche Verhaltensänderung lässt sich eine bemerkenswerte Menge CO2 einsparen:

  • z. B. Verwendung von echtem Ökostrom
  • Stand-by-Geräte ausschalten, z. B. durch schaltbare Steckdosenleisten
  • Richtig Lüften
  • Fahrrad statt Auto
  • Saisonal und regional Einkaufen, etc.

 

Es gibt Emissionen, die nicht gänzlich zu vermeiden sind. Diese gilt es zu reduzieren.

  • z. B. Bus und Bahn statt Auto
  • Einsatz energieeffizienter Haushaltsgeräte
  • Spritsparendes Autofahren und Bildung von Fahrgemeinschaften
  • Wärmedämmung und Modernisierung der Heizungsanlage
  • Raumtemperatur um 1 °C absenken
  • Flugreisen vermeiden

 

Die Kompensation von CO2-Emissionen ist keine CO2-Einsparung, sondern eine Ausgleichsmaßnahme (z. B. Förderung des Einsatzes regenerativer Energien). Folglich ist sie nur für unvermeidbare Emissionen gedacht und zählt nicht als Argument für ausbleibendes Vermeiden und Reduzieren. Die CO2-Kompensation ist nur als Ergänzung bereits umgesetzter persönlicher bzw. betriebsinterner Klimaschutzmaßnahmen sinnvoll.

 

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