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Ist das wirklich der Klimawandel?

Halbwissen mit Fakten & Argumenten begegnen

20.08.2018, 13:28 Uhr

Spätestens nach den ausgiebigen sommerlichen Schneefällen entlang des Alpenhauptkamms, taucht wieder die Frage auf: „Was ist überhaupt dran am Klimawandel?“ Und: „Ist vielleicht alles halb so wild mit der Erwärmung?“

Argumente für und gegen den Klimawandel

Fest steht: Der Klimawandel ist real und der Mensch beschleunigt ihn. Fest steht außerdem: Auch bei Unternehmungen in den Alpen trifft man mitunter Klimaskeptiker oder Menschen, die zumindest bezweifeln, dass die Erderwärmung menschengemacht ist. Doch ein (Streit-)Gespräch kommt schnell mal ins Stocken, denn der Klimawandel ist kompliziert und durchaus schwer zu erklären. Auch, wenn man einfach selbst das Thema besser verstehen möchte, gelangt man nur allzu oft bald an seine Grenzen.

 

In einem aktuellen Artikel zeigt die Zeit Online zehn Fragestellungen auf und stellt die Aussagen von Klimaskeptikern den gesicherten Erkenntnissen von Wissenschaftlern gegenüber und gibt jeweils kurze, prägnante Antwortmöglichkeiten. So wird zum Beispiel der Unterschied zwischen „Wetter“ und „Klima“ erklärt und der Frage nach zunehmenden, extremen Wetterereignissen nachgegangen.

 

 

Alles nur das Wetter?

Aus dem Artikel der Zeit Online zwei Beispiele: 

 

Beispiel 1: Skeptiker behaupten oft, dass es keinen Klimawandel gibt und nehmen Bezug auf den Schnee oder die eisigen Temperaturen des letzten Winters. So sei das Wetter, einen Klimawandel gäbe es nicht.

 

Ein Antwort-Vorschlag: „Ein Teil der Aussage ist richtig. Es gibt noch immer warme Sommer und kalte Winter. Falsch ist aber, dass dies heißt, es verändere sich daher nichts. Über einen längeren Zeitraum von ein paar Jahrzehnten betrachtet zeigt sich: Im Jahresdurchschnitt steigen die Temperaturen aufgrund von mehr Treibhausgasen in der Atmosphäre. Langsam, aber so deutlich erkennbar, dass eindeutig eine Erderwärmung stattfindet. Außerdem werden extreme Wetterlagen häufiger. Dies lässt sich zählen. Wie extrem sie werden? Das ist noch unklar.“

 

Beispiel 2: Skeptiker behaupten oft, dass Forscher übertreiben und scheuen sich davor, von einzelnen Katastrophen – Hitze oder Dürre, Starkregen oder Überschwemmungen – auf den Klimawandel zu schließen.

 

Ein Antwort-Vorschlag: „Sie stecken noch in den Neunzigerjahren fest. Damals ließen sich einzelne Extremwetterereignisse tatsächlich nicht dem Klimawandel zuordnen. Heute ist das in manchen Fällen möglich. Wovor Klimaforscherinnen und Klimaforscher lange nur gewarnt haben, findet nachweislich statt. Sie haben Fördergelder genutzt, um Thesen zu hinterfragen, die Schwächen zu erkennen und auszubessern. Das Ergebnis: Es ist so wie erwartet, in manchen Bereichen gar schlimmer.“

 

Klimaerwärmung in den Bergen

In den Alpen wird der Klimawandel vor allem in zwei wichtigen Klimazeigern deutlich: Gletscher, die als Fieberthermometer der Alpen gelten, werden weiter zurückgehen. Gleiches gilt für den Permafrost, was sich in vermehrten, mitunter massiven Steinschlägen zeigen wird.

 

Weitere Informationen zur Klimasituation in den Alpen und zu Maßnahmen sind in der Broschüre „Klimawandel im Alpenraum“ nachzulesen. 

 

Und August-Schneefälle? – Die nun sind in den Alpen kein Extrem sondern sie sind tatsächlich vollkommen normal. Auch im Sommer ist im Gebirge jederzeit ein Kälteeinbruch möglich und es kann bis weit hinunter schneien. Daher gilt: Immer das aktuelle Bergwetter im Blick haben. Und (nicht nur) für längere Unternehmungen immer eine Kopfbedeckung und zumindest dünne Handschuhe mitnehmen. Weitere Tipps zum Rucksackpacken