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Eine besondere Art der Lebensführung

Der Bürgermeister Herbert Gschoßmann ist selbst der allergrößte Fan des Konzeptes "Bergsteigerdörfer". Er erklärt uns, was die Auszeichnung für den Ort Ramsau bedeutet!

Herzlich Willkommen in der Ramsau - 

„Die Liebe zur Heimat ist Selbstbeherrschung in der Lebensführung“.

 

Bereits vor mehr als 2000 Jahren sagte dies der altgriechische Philosoph Platon.  Und nicht wenige Inhalte der Kriterien, die der Alpenverein für ein Bergsteigerdorf definiert, finden sich in diesen Worten wieder.

Ramsau, das erste Bergsteigerdorf in Deutschland. Eine beeindruckende Bergwelt, Natur, wie man sie woanders kaum mehr erlebt und fühlt, Alpingeschichte und alpine Kompetenz, maßgebliche Argumente für das Prädikat „Bergsteigerdorf“.

 

Aus Liebe zur Heimat

Es ist aber auch das Wesen der Bewohner hier, deren Liebe zur Heimat, deren Wertschätzung der Natur gegenüber, ja auch die Selbstbeherrschung in der Lebensführung dahingehend, dass weniger manchmal mehr ist.


Ramsau war aufgrund seiner Lage immer schon ein Bergsteigerdorf. Der Ort ist von markanten, hohen Bergen umschlossen und öffnet sich nur durch das enge Tal Richtung Berchtesgaden.   
Ohne den Weg über das Gebirge zu nehmen, wäre eine Ansiedlung kaum  möglich gewesen. Es galt, das Vieh auf steilen Pfaden auf die Almen zu treiben, um die bäuerliche Existenz zu sichern; genau so wie das im Berchtesgadener Bergwerk gewonnene Salz auf dem wichtigen Handelsweg über den Hirschbichl-Pass zu transportieren.

 

Große Alpingeschichte

Bergpioniere wie der Geometer Valentin Stanic (Erstbesteigung Watzmann-Mittelspitze August 1800) durchstiegen steile Wände, um die Gipfel zu erreichen und das Land zu vermessen. Der Bergführer Johann Grill, der „Kederbacher“ aus der Ramsau, durchstieg  1881 die  Watzmann Ostwand. Die Künstler rühmten mit ihren Gemälden die Schönheit der Berge, und so stehen in der Ramsau im 19. Jahrhundert die Wiegen von Alpinismus und Tourismus.
Ramsau ist die Heimat großartiger Alpinisten wie Hermann Buhl (Erstbesteiger des Nanga Parbat 1953) und auch großer Alpinsportler wie Toni Palzer (Weltmeister Skibergsteigen).

Ein Stück Alpinkompetenz  steckt in der Ramsau in jedem Einheimischen, und in keiner anderen Gemeinde findet der Gast eine solche Dichte an Bergführern.

 

Sanfter Tourismus ist ein Synonym für Ramsau

Um das Prädikat „Bergsteigerdorf“ zu erlangen, mussten wir uns nicht verbiegen. Sanfter Tourismus ist ein Synonym für Ramsau. Als Teil der Biosphärenregion Berchtesgadener Land, heilklimatischer Kurort und als Gemeinde mit einem          großen Flächenanteil im einzigen Hochgebirgsnationalpark Deutschlands ist hier kein Platz für Schneekanonen, Massen- und Eventtourismus. Hier ist Platz für Bewegung aus eigener Kraft.
Ich bin stolz, dass alles, was bei uns immer schon selbstverständlich war, eine Würdigung erfährt. Glücklich, dass unsere nachhaltige Lebensführung Bestätigung findet und den nachfolgenden Generationen eine gute Lebensgrundlage erhalten bleibt.

 

Ich hoffe, das Bergsteigerdorf Ramsau rückt mit dieser Auszeichnung in das Bewusstsein derer, die genau das suchen: ein Dorf mit einem intakten Miteinander der Einwohner, einen authentischen Ort mit gelebter Gastfreundschaft und Tradition, mit wertvoller Kulturlandschaft und großartigen Bergen.
Mit dem Prädikat „Bergsteigerdorf“ geben wir ein Qualitätsversprechen an Dritte ab.

 

 

Ich freue mich, die ganze Ramsau freut sich, Sie im Bergsteigerdorf Ramsau willkommen zu heißen.

 

 

Herzlichst
Ihr

 

Herbert Gschoßmann

1. Bürgermeister

Ramsau b. Berchtesgaden