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„Die Alpen als einzigartigen Lebensraum Europas bewahren“

11.05.2017, 18:08 Uhr

Unter diesem Motto stand die Delegiertenversammlung 2017 des BUND Naturschutz (BN), die am 6. und 7. Mai in Miesbach stattfand. Aus gegebenem Anlass: Für eine geplante Skischaukel am Riedberger Horn im Allgäu soll der Alpenplan geändert werden. Der Alpenplan ist ein Bestandteil des bayerischen Landesentwicklungsprogramms und schützt  seit 1972 definierte  Ruhezonen in den Alpen vor Erschließung. „Eine ganze Reihe von Gemeinden wartet nur auf diesen verhängnisvollen Präzedenzfall“,  so BN-Vorsitzender Hubert Weiger.

 

Die über 200 Delegierten, die die rund 225.000 BN-Mitglieder vertreten, stimmten geschlossen dem Leitantrag zu. Darin heißt es: „Der BUND Naturschutz fordert die Staatsregierung und die Abgeordneten im bayerischen Landtag auf, die Ruhezonen im bayerischen Alpenplan vollumfänglich zu erhalten und das aktuell laufende Änderungsverfahren des Landesentwicklungsprogramms umgehend zu beenden.“ Der Alpenplan müsse als „Hüter der Erholungs- und Naturlandschaft unserer bayerischen Alpen“ erhalten werden. Zudem sollen Schutzgebiete in den Alpen gesichert und weiterentwickelt sowie der Klimaschutz vorangetrieben werden.

 

 

 

Hüter der bayerischen Erholungs- und Naturlandschaft

Der Alpenplan ist heute notwendiger denn je: Gerade wegen des Klimawandels gibt es wieder zunehmend Versuche, bisher unberührte Gipfel in höheren Lagen für den Alpinskisport zu erschließen. Bisher hat sich der Alpenplan als wirksames Mittel erwiesen, auch attraktive Gipfel von einer Erschließung freizuhalten.

 

Die geplante Skigebietsverbindung am Riedberger Horn wäre ein Präzedenzfall für einen Eingriff in die Ruhezone C. Der BN befürchtet Angriffe auf die Ruhezone auch an anderer Stelle. Das Riedberger Horn ist ein Berg mit hervorragender Biotopqualität und einer der wichtigsten Lebensräume des vom Aussterben bedrohten Birkwildes. Durch die Planung sind 25ha Biotopflächen betroffen, 6 ha Bergwald sollen gerodet werden und der Lebensraum des Birkwildes würde massiv angegriffen. Der Bund Naturschutz in Bayern e. V. (BN) lehnt dieses Vorhaben daher entschieden ab!

 

bund-naturschutz.de